Bochum

„Feuer und Flamme“ in Bochum: Aus diesem Grund dreht der WDR die Doku jetzt in anderer Revier-Stadt

Die neue Staffel „Feuer und Flamme“ gibt's bald aus Bochum.
Die neue Staffel „Feuer und Flamme“ gibt's bald aus Bochum.
Foto: Vanessa Hellwig

Bochum. Die Dokuserie „Feuer und Flamme“ ist für den WDR ein riesiger Erfolg. Zur Freude der Fans kündigte der Sender jetzt eine weitere Staffel an. Doch es gibt eine wichtige Änderung.

Bisher war das „Feuer und Flamme“-Kamerateam 24 Stunden am Tag mit den Feuerwehrmännern aus Gelsenkirchen unterwegs. Doch für die nächsten Folgen zog es die Macher weiter in Richtung südwest: Ab sofort nehmen die Bochumer Innenstadtwache und die Hauptfeuerwache die Zuschauer mit zu ihren Einsätzen.

„Feuer und Flamme“ wechselt den Drehort nach Bochum

Doch wieso der Stadtwechsel? „Wir wollen den Zuschauern noch andere Facetten des Feuerwehralltags zeigen. Deswegen drehen wir die neue Staffel in Bochum. Hier gibt es zum Beispiel ein Löschfahrzeug, in dem auch Azubis mitfahren“, erklärt Daniel Boltjes, Redakteur der Sendung.

Dem Team ist es wichtig, den Alltag der Feuerwehr authentisch darzustellen. Michael Axinger von der Feuerwache Gelsenkirchen findet, dass das in den bisherigen Staffeln hervorragend gelungen ist. „Viele Zuschauer sagten, sie wissen erst jetzt, was die Feuerwehr eigentlich genau macht. Die fahren nicht von einem Brand zum nächsten. Der Rettungsdienst macht 90 Prozent der Einsätze aus.“

Sowohl Fans als auch Feuerwehrleute lieben die Sendung für ihre Echtheit

Das Kamerateam begleitet die Männer und Frauen 70 Tage lang auf ihren Einsätzen. Für das Fernsehteam wird nichts beschönigt: „Auf der Wache wird sich nichts ändern. Deswegen ist die Sendung so authentisch“, sagt Simon Heußen, Pressesprecher der Bochumer Feuerwehr, „hier arbeiten Feuerwehrleute und keine Schauspieler. Wir löschen die Feuer auch mit Kamera am Helm so schnell und gut wie immer."

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Die kleinen und großen Momente im Leben eines Feuerwehrmannes

Auch die Feuerwehrleute selbst schauen sich die „Feuer und Flamme“ gern im TV an. Axinger erinnert sich an das letzte Staffelfinale: „Es war schon emotional, nochmal den Brand in der Wickenstraße in Gelsenkirchen zu sehen. Da stand eine riesige Lagerhalle in Flammen, es war eins der größten Feuer der letzten Jahrzehnte. Die Fernsehbilder waren extrem beeindruckend. Das ist einem selbst vor Ort gar nicht so bewusst.“

Für Redakteur Daniel Boltjes sind es die kleinen Momente, die den Charme der Serie ausmachen. „Es wurde zum Beispiel gezeigt, wie sie eine Katze vom Baum gerettet haben. Die Einfühlsamkeit der Kollegen ist für mich ein Höhepunkt der Feuerwehrarbeit, das zeigt so viel Menschlichkeit“, sagt der Redakteur.

Fans müssen noch Geduld aufbringen

Ob die Zuschauer solche Szenen auch in der dritten Staffel zu sehen bekommen, steht noch in den Sternen. „Wir sind an 70 Tagen für 24 Stunden vor Ort. Was dabei genau passiert, kann niemand voraussagen“, berichtet Lina Schmitz, Sprecherin vom WDR. Sie ist sich allerdings sicher, dass viele emotionale Momente dabei sein werden.

Es bleibt also spannend bei „Feuer und Flamme“. Am 3. Juni gehen die Dreharbeiten in Bochum los. Geplant sind neun frische Folgen, die im Frühjahr 2020 gesendet werden. Wie gewohnt plant der WDR sie für Montagabend um 20.15 Uhr. (vh)

 
 

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