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Essen: Mann fährt über Autobahn – plötzlich wird es brandgefährlich: „Schock sitzt immer noch tief“

Essen: Heftiger Vorfall auf der A52. Eine Autofahrerin warf eine Flasche auf die Motorhaube eines 28-Jährigen.
Essen: Heftiger Vorfall auf der A52. Eine Autofahrerin warf eine Flasche auf die Motorhaube eines 28-Jährigen.

Essen. Wer kennt es nicht! Man ist Gedanken versunken im Auto auf dem Weg nach Hause!

So dürfte es auch Lars M. aus Essen gegangen sein. Seinen richtigen Namen will er lieber nicht im Artikel lesen, zu tief sitzt noch der Schock über das Erlebte. Der 28-jährige Servicetechniker war am Dienstagnachmittag auf der A52 von Krefeld Richtung Essen auf dem Heimweg, als er plötzlich den Schock seines Lebens bekam.

Essen: Junger Mann erlebt Riesen-Schock auf der Autobahn

Was war passiert? „Ich fuhr von der A44 kommend die A52 in Richtung Essen, als plötzlich ein grauer Kombi drängelte“, erzählt er im Gespräch mit DER WESTEN. „Vielleicht habe ich die Frau beim Spurwechsel nicht gesehen und so ausgebremst“, will er einen eigenen Fehler nicht ausschließen. So oder so, für das folgende Verhalten bietet auch das keine Rechtfertigung.

Denn kurz darauf überholte der graue Mitsubishi Lancer den Golf von Lars M, der ganz links fuhr, auf der ganz rechten Spur. Plötzlich sei die Fahrerin auf die mittlere Spur gezogen und habe einen Gegenstand, eine Flasche oder einen Coffee-to-Go-Becher aus dem Seitenfenster geworfen. Sie landete mit voller Wucht auf der Motorhaube des blauen Golfs des Esseners. „Und das bei Tempo 160“, schildert er. Die austretende Flüssigkeit habe ihm kurzzeitig die Sicht erschwert. Schlimmeres passierte zum Glück nicht.

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Er habe über die Freisprechanlage seines Autos den Notruf gewählt und auf Anweisung der Polizei die Frau verfolgt. In Höhe der Abfahrt Essen-Rüttenscheid sei die Fahrerin plötzlich auf dem Seitenstreifen stehen geblieben, ehe sie an der Abfahrt Essen-Zentrum die Autobahn verlassen habe und in der Abfahrt stehen geblieben sei. „Dann ist sie ausgestiegen, zu meinem Auto gekommen und hat vor die Scheibe geschlagen. Sie hat mich beleidigt mit den Worten: „Du Bastard, mach das Fenster runter, ich fick dich und deine Familie!“

Beleidigungen und Spuk-Attacke

Weiter erzählt der Essener: „Ich hab das Fenster einen Spalt heruntergemacht, damit die Polizistin am Telefon über die Freisprechanlage mithören konnte. Als die Ampel grün war, hat die Frau mein Auto bespuckt und ist geradeaus weitergefahren.“

Ihm sei die Sache allmählich zu heikel geworden, er wollte abbiegen. Doch die Polizistin am Notruf habe ihn gebeten umzudrehen und dem Wagen weiter hinterherzufahren. Denn sie wusste: ihre Kollegen waren bereits unterwegs. An der Kreuzung Richard-Wagner-Straße/Moltkestraße hielten zwei Polizeiwagen die Autofahrerin an.

Auch Lars M. sei hinzugekommen, noch immer sprachlos. Wieder sei er verbal angegangen worden. „Sie sagte, ob ich mich jetzt geil fühle, weil ich die Bullen gerufen habe“, schildert er.

„Der Schock sitzt tief!“

Seine Motorhaube hat eine Delle und Kratzer, muss wohl neu lackiert werden. Doch vielmehr ärgert ihn das Verhalten der Autofahrerin. „Es macht mich einfach fassungslos, wie Menschen dann so rücksichtslos sein können und überhaupt nicht nachdenken bei dem, was sie tun.“

Auch am Tag danach bleibt ein komisches Gefühl auf dem Weg zur Arbeit: „Der Schock sitzt tief!“

Die Polizei bestätigte den Vorfall. Polizei-Sprecherin Sylvia Czapiewski: „Es gibt unterschiedliche Ansichten über den Sachverhalt.“

Führerschein beschlagnahmt

Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr gegen die 29-jährige Frau aus Essen. Ihr Führerschein wurde beschlagnahmt. „Doch es bleiben einige offene Fragen“, so die Sprecherin.

 
 

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