Erdbeben an Vulkan nahe NRW: Bewohner hören „dumpfes Grollen“ – „Das Haus hat gewackelt“

Rund um den Laacher See hat es am Montagmorgen ein Erdbeben gegeben.
Rund um den Laacher See hat es am Montagmorgen ein Erdbeben gegeben.
Foto: dpa

Unschöner Wachmacher am Montagmorgen für die Bewohner in der Eifel.

Um 5.14 Uhr hat ein Erdbeben die Osteifel erschüttert.

Erdbeben in der Eifel: Bewohner melden „Grollen“

Das Epizentrum des Erdbebens lag nach Registrierungen des Erdbebendienstes Südwest in Koberm-Gondorf, etwa 10 Kilometer südwestlich von Koblenz.

Das Erdbeben erreichte Magnitude 2,6. Die Universität Straßburg hatte zunächst eine Magnitude von 3,4 ermittelt.

Das Erdbeben war laut „erdbebennews.de.“ in weiten Teilen des Neuwieder Beckens leicht bis deutlich zu spüren.

User schreiben auf der Seite, wie sie das Erdbeben wahrgenommen haben.

  • „Um 5.14 Uhr sind wir beide aufgewacht, Erschütterung und dumpfes Grollen so wie irgendetwas im Raum ca. 3 Sek. vibrieren gehört und uns gefragt, ob es ein Erdbeben war.“
  • Koblenz-Metternich: „05.14 Uhr beim Kaffeetrinken, Gläser klirren deutlich im Schrank, ca 3-4 sec. zunächst für Explosion, da tiefer, einmaliges Grollen.“
  • Koblenz: „5:15 Uhr: Ich war am Schlafen, als mein Bett anfing zu schwanken. Ich bin dadurch sofort wach geworden und die Fenster vibrierten.“
  • Bendorf-Sayn: „Wurde dadurch wach….das Haus hat gewackelt paar Sekunden…dann war vorbei“

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Experte: „In der Eifel tut sich was“

Auf „Erdbebennews.de“ wurden weitere Details zum Erdbeben veröffentlicht. Es habe demnach in einer Tiefe von acht Kilometern stattgefunden, eine Maximalintensität von III-IV gehabt und einen Schütterradius von 21 km.

„In der Eifel tut sich etwas", sagt Professor Georg Wieber vom Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz dem Bonner Generalanzeiger.

Eine Stärke von 2,8 sei schon spürbar, aber kein Grund zur Sorge. „Wir haben die Region in ständiger Beobachtung und werten die Daten jetzt ausführlich aus", so Wieber.

Tektonisches Beben

Es handele sich offenbar um eine tektonisches Beben, wie sie häufiger an der sogenannten Ochtendunger Störung vorkommen. Diese entstehen, wenn tektonische Platten an Bruchfugen der äußeren Schicht des Erdkörpers sich verschieben und so Energie frei wird. Das Beben war das stärkste in der Region seit 2012. (ms)

 
 

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