Elfköpfige Familie rastet aus: So lief die Randale im Rathaus Rommerskirchen ab

Die Polizei Rommerskirchen rückte mit mehreren Streifenwagen an. (Symbolbild)
Die Polizei Rommerskirchen rückte mit mehreren Streifenwagen an. (Symbolbild)
Foto: imago/Eibner (Symbolbild)

Rommerskirchen. Aufregung im Rathaus Rommerskirchen: Am Montagnachmittag kam es hier zu einem Zwischenfall. Eine elfköpfige Familie randalierte im Sozialamt.

Erst die Polizei konnte die Mutter und ihre elf Kinder (ein bis 17 Jahre) beruhigen. Zwei Jugendliche mussten vorübergehend in Gewahrsam genommen werden. Anschließend beruhigte sich die Lage.

-------------------------------------

• Mehr Themen:

Elfköpfige Familie randaliert im Rathaus - großer Polizeieinsatz in Rommerskirchen

Dreiecksbeziehung eskaliert - Frau erwischt schwangere Freundin ihres Mannes

-------------------------------------

Was ist genau passiert? Und warum flippten die Familienmitglieder aus? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Montagmittag, circa 14 Uhr: Die Mutter und ihre elf Kinder tauchten ohne Termin im Sozialamt im Rathaus auf. Sie waren erbost. Doch was sie wollten, wurde auch auf Nachfrage der Mitarbeiter nicht klar. „Ein konkretes Anliegen gab es nicht“ sagt Bele Hoppe, Sprecherin der Stadt Rommerskirchen.

Die Familie habe sich „renitent“ verhalten. Konkret heißt das: Sie warfen mit Gegenständen, unter anderem wurde eine Pinnwand von der Wand gerissen. Die Mitarbeiter im Sozialamt holten sich über ein internes Meldesystem Unterstützung von Ordnungsamt-Mitarbeitern. Zehn Kollegen kamen insgesamt zusammen.

Mitglieder der Familie bedrohten sie, sie kamen aggressiv auf die Mitarbeiter zu. Verletzt wurde aber niemand.

Schließlich alarmierte die Stadt die Polizei. Die Beamten kamen mit mehreren Streifenwagen und konnten die Situation schließlich beruhigen. Zwei jugendliche Mitglieder der Familie (16, 17) wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Was ist über die Familie bekannt?

Die Mutter und ihre elf Kinder kamen vor mehr als einem Jahr als Asylbewerber aus dem Irak nach Rommerskirchen. Mittlerweile sind sie als Flüchtlinge anerkannt, leben in einer Wohnung in der Stadt.

Ging es bei der Randale um Geld? „Um Leistungsbezüge ging es nicht“, sagt Sprecherin Hoppe.

Wie will die Stadt künftig mit der Familie umgehen?

„Das überlegen wir aktuell noch in Zusammenarbeit mit der Politzei“, sagt Hoppe. Die Mitarbeiter würden nicht alleingelassen.

Wie geht es den betroffenen Mitarbeitern?

Sie hätten den Zwischenfall bisher gut verarbeitet, so Hoppe. Es wurden mehrere Gespräche geführt und auch die Präventionsarbeit für solche Fälle solle weitergehen.

Was erwartet die Familie?

Die Stadt Rommerskirchen hat Anzeige wegen Sachbeschädigung, Beleidigung, Bedrohung, versuchter Körperverletzung sowie Hausfriedensbruchs erstattet.

(mto)

 
 

EURE FAVORITEN