Eine Pfeife und ein Fuß

Ein Nebenaspekt der Europaspiele ist in diesen Tagen, dass man an einen Linienrichter erinnert wird, an den man gar nicht so gerne erinnert werden möchte. Und zwar an Tofiq Bahramov, von dem in Baku, in einem sternförmigen Rosenbeet, wenige Meter vom Tofiq-Bahramov-Stadion entfernt, eine Statue steht.

Für die Jüngeren unter uns: Bahramov ist jene Flöte, die einen Fußball, den der Engländer Geoff Hurst 1966 in London gegen die Querlatte des deutschen Tores feuerte und der von dort auf die Linie prallte, im Tor gesehen haben wollte. Aus gefühlt 1000 Metern Entfernung. Das Ende ist bekannt: England wurde Weltmeister und das Tor, das natürlich nie und nimmer ein Tor war, ist als Wembley-Tor zum berühmtesten Tor der Fußball-Geschichte geworden.

Apropos Tor: Warum fragt man sich jetzt, bekommt Markus Merk kein Denkmal in München? Neben der Arena, am besten in einem Rosenbeet. Immerhin war es dieser Schiedsrichter, der die Bayern zum Meister machte und dafür sorgte, dass sich die Schalker seit 2001 als „Meister der Herzen“ durch die Bundesliga quälen.

Womit wir bei Manuel Gräfe sind. Der hat gerade den Aufstieg des Karlsruher SC in die Bundesliga verhindert. Zugunsten des HSV – womit er sich fraglos ein Denkmal am Hamburger Volksparkstadion verdient hat. Es muss ja nicht Gräfe selbst sein. Vielleicht eine Nachbildung seiner Pfeife? Die würde gut zum Bronze-Fuß von Uwe Seeler passen.

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