Dortmund

Einbrecher verliert Ausweis am Tatort und wird gefilmt - trotzdem findet die Polizei ihn tagelang nicht

Der Einbrecher wurde bei seiner Tat gefilmt. (Symbolbild)
Der Einbrecher wurde bei seiner Tat gefilmt. (Symbolbild)
Foto: imago stock&people

Dortmund. Wenn ein Einbrecher bei seiner Tat gefilmt wird, ist das eigentlich schon ziemlich hilfreich für die Polizei. Wenn er auch noch seinen Ausweis am Tatort verliert, sollte eigentlich kaum noch was schief gehen - so der gesunde Menschenverstand.

Aber genau das ist in Dortmund geschehen: Vergangene Woche Mittwoch brach ein Mann am Heiligen Weg in den Laden von Andre Mucha ein und stahl dort unter anderem mehrere Computer.

Trotz Videoaufzeichnung blieb Täter eine Woche unbehelligt

Glück im Unglück: Die Überwachungs-Videokamera zeichnete den Einbrecher auf, und er verlor ein Ausweisdokument. Wie die „Ruhr Nachrichten“ (RN) berichten, konnte Mucha es einfach nicht fassen, dass der Täter trotzdem eine ganze Woche unbehelligt blieb.

Denn obwohl sich Polizisten das Video nach dem Einbruch ansahen, passierte tagelang - nichts. Und das, obwohl Mucha regelmäßig bei der Polizei angerufen habe. Niemand habe sich für sein Aktenzeichen zuständig gefühlt.

Mucha ist „maßlos enttäuscht“ von der Polizei

Deshalb, so Mucha gegenüber den RN, sei er „maßlos enttäuscht“ und habe das Vertrauen in den Rechtsstaat verloren.

Erst an diesem Mittwoch ist der mutmaßliche Einbrecher (50) festgenommen worden. Er sei geständig, so die Polizei.

Polizeipräsident räumt Fehler ein

Bei den Ermittlungen sei einiges schief gelaufen, räumt auch Polizeipräsident Georg Lange ein: „Dass die Tat aufgeklärt werden konnte, ist zu einem großen Anteil auf die gute Sicherung der Geschäftsräume des Inhabers zurückzuführen, dessen Videoüberwachung die Bilder vom Einbruch festgehalten hat“, so Lange.

„Leider ist die interne Informationsweitergabe zum zuständigen Kriminalkommissariat in diesem Fall nicht optimal gelaufen. Deshalb nehmen wir diesen Fall zum Anlass, bei allen Beamten das Bewusstsein noch einmal zu schärfen.“

(lin)

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