E-Scooter: Dreiste Masche! Studenten aus NRW verdienen Geld mit dem Aufladen der Roller – auf Kosten anderer

In Köln laden Studenten E-Scooter privat auf. Zahlen tun dafür andere. (Symbolbild)
In Köln laden Studenten E-Scooter privat auf. Zahlen tun dafür andere. (Symbolbild)
Foto: dpa

Köln. E-Scooter-Aufladen als Nebenjob: Wer die herumstehenden E-Scooter zum Ausleihen für die Anbieter privat auflädt, kann sich damit ein kleines Taschengeld verdienen. Studenten in Köln machen sich damit einen Scherz.

Wie der „Express“ berichtet, haben sie sich bei den Anbieter für E-Scooter angemeldet, um abends die Akkus der Gefährte in ihren Appartments im Uni-Center aufzuladen. Für den Strom zahlen sie hier eine Pauschale, das heißt, der Mehrverbrauch wird nicht extra abgerechnet.

Die „Juicer“, „Charger“ oder „Ranger“, wie die Auflader bei den verschiedenen Anbietern wie Lime, Bird oder Tier genannt werden, sammeln die E-Scooter rund um das Stundentenwohnheim ein und laden sie auf – auf Kosten des Studierendenwerks.

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E-Scooter: Kölner Studenten lassen andere blechen

„Ich verdiene im Monat knapp 400 Euro mit dem Aufladen und kann damit prima die Miete bezahlen“, erzählt einer der Studenten dem „Express“. Pro aufgeladenen Roller gibt es vier Euro vom Anbieter.

Dass die Stromrechnung dafür aber jemand anderes trägt, sorgt beim Studierendenwerk für ziemlich große Wut.

Alle Studierenden wurden per Mail dahingehend informiert, dass das Aufladen der E-Scooter an den Steckdosen des Studentenwohnheims verboten ist.

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„Das ist natürlich dreist, wenn man zig Roller auflädt und wir nächstes Jahr die hohe Stromrechnung bezahlen dürfen. Wir werden daher alle Studierenden per Email informieren, dass das gewerbliche Aufladen der Scooter verboten ist“, erklärt ein Sprecher der Zeitung.

Student: Es gibt keine Beweise

Der Verwaltungsbeirat der Organisation wolle die Sache beobachten. Sollten sich die Studenten nicht an die Vorgaben halten, überlege das Studierendenwerk, den Bereich des Uni-Centers zu sperren.

Dem „Express“ erzählt einer der listigen Studenten, er habe gar keinen Stromzähler im Appartment, ein Beweis würde es daher für seinen unerlaubten Nebenverdienst gar nicht geben. (jg)

 
 

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