Durchsuchung in Salafistenzentrale in Solingen

Ein Großeinsatz der Polizei sicherte am Mittwochnachmittag eine Durchsuchung in der Zentrale der Salafisten in Solingen ab. Ein Rucksack und eine Reisetasche wurden sichergestellt, Festnahmen gab es nicht. Die Millatu-Ibrahim-Moschee gilt als Treffpunkt radikaler Salafisten und gerät immer wieder ins Visier der Ermittler.

Solingen. Am späten Mittwochnachmittag ist die Zentrale der Salafisten in Solingen von der Kriminalpolizei durchsucht worden. Das bestätigte ein Sprecher der federführenden Staatsanwaltschaft Düsseldorf auf Anfrage von DerWesten. Ein Großaufgebot der Polizei sicherte den Einsatz in der umstrittenen Millatu-Ibrahim-Moschee ab. Dabei wurden offenbar ein Rucksack und eine Reisetasche sichergestellt, Festnahmen gab es nicht.

"Die Ermittlungen richten sich gegen eine Einzelperson, die wir an drei anderen Stellen nicht angetroffen haben und dann auch in der Moschee gesucht haben", so der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter. In diesen Zusammenhang gehören drei Durchsuchungen von Privatwohnungen im Raum Düsseldorf. Ziel des Einsatzes sei aber nicht der wegen des Verbreitens von Terrorpropaganda vorbestrafte islamische Hassprediger Mohammed H., der aus Österreich stammt und noch Anfang Februar in Solingen ansässig war. Mohammed H gilt als einer der zurzeit aktivsten und radikalsten Prediger in der deutschen Islamistenszene. Auch gegen Verantwortliche der Millatu-Ibrahim-Moschee richte sich der Einsatz nicht, so der Sprecher.

Die Millatu-Ibrahim-Moschee gilt als Treffpunkt radikaler Salafisten und gerät immer wieder ins Visier der Ermittler und des Verfassungsschutzes. So stammen auch die im Juni 2011 bei der Einreise in England festgenommenen Islamisten Christian E. (28) und Robert B. (24) von dort. Sie hatten den Besitz von Texten zugegeben, die bei der Vorbereitung oder Ausführung von Terrorakten nützlich sein könnten.

 
 

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