Duisburg

Duisburg: Vermisster Marvin (15) im Schrank entdeckt – jetzt wird ausgerechnet gegen SIE ermittelt

Duisburg: Die Polizei hat weitere Ermittlungen im Fall Marvin aufgenommen. Diese richten sich ausgerechnet gegen eine Frau.
Duisburg: Die Polizei hat weitere Ermittlungen im Fall Marvin aufgenommen. Diese richten sich ausgerechnet gegen eine Frau.
Foto: dpa, Polizei

Duisburg. Nachdem der vermisste Marvin aus Duisburg im Dezember in einem Schrank einer Recklinghausener Wohnung gefunden wurde, hat die Polizei Anfang Januar weitere Ermittlungen eingleitet.

Es besteht der Verdacht einer Ermittlungspanne, wie aus einem aktuellen Schreiben des NRW-Innenministers Reul an den Landtag Düsseldorf hervorgeht.

Duisburg: Polizei ermittelt nun auch gegen SIE

Demnach wird einer Polizistin vorgeworfen, Hinweise einer Zeugin nicht nachgegangen zu sein. So hatte eine Frau am 24. Juli 2019 bei der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ angerufen und den Namen des polizeibekannten Wohnungsbesitzers genannt. Der sollte Marvin aus Duisburg - laut ihren Aussagen - gefangen halten.

Die Beamtin war den Hinweisen der Zeugin jedoch nicht nachgegangen, sondern habe diese „ohne weitere Ermittlungen zu den Akten genommen“. Dabei „hätte eine ordnungsgemäße kriminalfachliche Bearbeitung des Hinweises (...) bereits im Juli 2019 zum Auffinden des Vermissten führen können“, wie es in dem Schreiben vom 16. März heißt.

Marvin wurde erst im Dezember durch Zufall gefunden. Die Ermittler prüfen nun, ob der 15-Jährige noch nach Eingang der Hinweise am 24. Juli missbraucht und dabei verletzt wurde. Es sei von einer „objektiven Pflichtverletzung“ der Polizistin auszugehen.

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Angeklagter war schon wegen Kinderpornografie verurteilt

„Die Polizei hat (schließlich) - alle Maßnahmen zu treffen, die zur Feststellung des Verbleibs von Vermissten führen können - die Ursachen und Umstände des Vermisstseins zu klären - festzustellen, ob der Vermisste Opfer einer Straftat war", heißt es im Schreiben der NRW-Innenministeriums. Für die Polizistin bedeutet das, dass sie sich der fahrlässigen Körperverletzung im Amt strafbar gemacht haben könnte. <<< Weitere Infos hier >>>

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Hinzukommt, dass Marvins Peiniger nicht bloß polizeibekannt war, sondern im März 2018 bereits wegen des Besitzes von Kinderpornografie zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden war. Jetzt ist der 44-Jährige wegen Vergewaltigung, schweren sexuellen Missbrauchs und 472 Fälle von sexuellem Missbrauch des 15-Jährigen angeklagt.

 
 

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