Düsseldorf

„Ich kann nicht mehr“: Deshalb wird der Tiernotruf in Düsseldorf jetzt auf Eis gelegt

Der Tiernotruf rettet auch verletzte Tauben, die sich durch Taubenabwehr-Splitter verletzt haben. (Symbolbild)
Der Tiernotruf rettet auch verletzte Tauben, die sich durch Taubenabwehr-Splitter verletzt haben. (Symbolbild)
Foto: imago / Steinach

Düsseldorf. Der Tiernotruf in Düsseldorf verabschiedet sich. Mit einem Video vom letzten Einsatz wendet sich Tierretter Stefan Bröckling bei Facebook am Mittwoch an alle Tierfreunde und Unterstützer und meint: „Ich kann nicht mehr“.

Völlig fertig und ausgelaugt sitzt Bröckling in seinem Rettungsauto, um das momentane Aus seines gemeinnützigen Vereins zu verkünden. Seit rund dreieinhalb Jahren kümmere er sich um Tiere in Not. Und das täglich. 1500 Einsätze fährt er im Jahr, ohne Pause oder Urlaub.

Düsseldorf: Den Tiernotruf gibt es seit Anfang 2015

Aus seiner im März 2015 gegründeten privaten Ein-Mann-Initiative sei ein gemeinnütziger Verein geworden und er wolle allen danken, die mithelfen und mitgeholfen haben, sagt er in dem Video.

„Die letzten Wochen waren sehr hart, sowohl körperlich als auch seelisch“, meint der Ehrenamtler. Und weiter: „Ich habe nicht einmal wirklich abschalten können oder habe wirklich Urlaub gehabt“, so Bröckling.

„Das ist kein endgültiges Aus und Vorbei“

Und deshalb macht er Schluss. Aber zur Beruhigung schließt er an: „Das ist kein endgültiges Aus und Vorbei.“ Der Tiernotruf werde nur für ein bis zwei Wochen - vielleicht auch etwas länger - auf Eis gelegt. Der Tierretter wolle Ruhe tanken und abschalten.

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„Ich weiß, dass ihr das verstehen werdet“, wendet er sich an seine User. Die nächste Zeit sei er weder über Handy, Whatsapp oder Facebook zu erreichen.

Facebook-User haben viel Verständnis für die Auszeit

Und recht soll er behalten. Über 140 Personen liken sein Video. Mehr als 20 Personen bedauern das Aus auch mit einem tränenden Smiley. Sie wünschen ihm Glück.

Wie Suse E.: „Ich wünsche dir eine ruhige und erholsame Zeit, in der du hoffentlich viel Kraft tanken kannst. Was du leistest, ist Wahnsinn. Ich hoffe, dass du zu Kräften kommst und dich einfach nur um dich kümmern kannst. Alles alles Liebe und Gute und genieße deine Auszeit.“

Oder Steffi L.: „Jeder muss mal Energie tanken! Ruh dich aus und tanke Kraft. Was du machst, ist einfach wunderbar.“

Stefan Bröckling rettet zum letzten Mal eine Taube

Mit den Worten „Dann sag' ich mal Tschüss und bis bald“ schließt er seine Abschiedsrede und rettet ein letztes Mal eine Taube, die sich auf einem Dach in einem Taubenabwehrnetz verfangen hat und so in der Falle saß. (js)