Düsseldorf sperrt Brücke an der Kö wegen Pokémon-Spielern

Wegen des starken Andrangs von Pokémon-Spielern sperrt Düsseldorf zeitweise eine Brücke an der Kö.
Wegen des starken Andrangs von Pokémon-Spielern sperrt Düsseldorf zeitweise eine Brücke an der Kö.
Foto: dpa
  • Immer häufiger werden Pokémon-Go-Hotspots von Spielern vermüllt hinterlassen
  • Eine Bochumer Spieler-Gruppe ruft ihre Mitglieder zum Sauberhalten der Spielstätten auf
  • Zuletzt wurde aus Ärger über den Müll sogar eine Spielrunde auf dem Tippelsberg abgesagt

NRW.. "PokémonGo" verbindet die virtuelle mit der realen Welt. Wie gut das funktioniert sieht man an bevorzugten Orten der Monster-Jäger: Sind die Videospieler weg, bleibt ihr Müll da. Ganz real.

"Pokémon Go Bochum" sagt Veranstaltung ab

In vielen lokalen Facebook-Gruppen war der Abfall schon Thema. "Leute, das geht gar nicht. Nehmt euren Müll wieder mit!" bat etwa ein Administrator einer Bochumer Gruppe. Der Ärger um Müll auf dem Tippelsberg ging sogar so weit, dass die Gruppe ein Pokémon-Treffen vor einigen Tagen wieder absagte – weil sie laut eigener Aussage als Veranstalter dafür hätten haften müssen. "Wir bekommen täglich Nachrichten von zugemüllten Plätzen, wo eindeutig zu sehen ist, dass es sich um Pokémon-Go-Spieler handelt", heißt es auf der Seite. Die Reaktionen auf die Absage waren weitgehend positiv. Die meisten Gamer teilen den Unmut über die Hinterlassenschaften ihrer Mitspieler.

Probleme gab es auch im Park am ehemaligen Museum am Ostwall in Dortmund. "Ich finde sowas schockierend und einfach nur asozial. Das ist ein Park und keine Müllhalde", schreibt ein Mitgründer der Facebook-Gruppe Pokemon Go Dortmund.

Düsseldorf stellt Klos auf und sperrt Brücke

In Düsseldorf hat sich die Königsallee zum Pokémon-Hotspot entwickelt – vor allem die Girardetbrücke. Die Beschwerden der eigenen Mitspieler haben kaum gefruchtet. Jetzt will die Stadt mehr Mülleimer und ein paar Dixiklos aufstellen, sagt Stadtsprecher Michael Bergmann. Ohnehin reinige man den Bereich schon öfter als vor dem Videospiel-Hype.

Außerdem kündigte Oberbürgermeister Thomas Geisel an, die Giradet-Brücke werde zu Stoß-Spielzeiten für Autos gesperrt. Seit Mittwochmittag stehen Absperrgitter bereit. Das Ordnungsamt werde stündlich überprüfen, wieviel Andrang auf der Brücke herrscht – und dann spontan sperren.

Pokémon-Spieler aus Hannoveraner Park verbannt

In Hannover ging der Ärger am Montag so weit, dass die Stadt einen Spielplatz im Maschpark für die Gamer gesperrt hat. Wie die Hannoversche Allgemeine berichtet, hat das Ordnungsamt zwei Mitarbeiter abgestellt, um Spieler "freundlich des Platzes zu verweisen". Eltern hatten sich über Müll beschwert und darüber, dass ihre Kinder kaum noch an die Spielgeräte kämen.

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