Rheinbad Düsseldorf: Radikale Gruppe verteilt diese Schmäh-Zettel vor dem Freibad

Am Rheinbad in Düsseldorf verteilten Mitglieder der Partei „Der Dritte Weg“ am Wochenende Flugblätter mit „Verhaltenstipps“.
Am Rheinbad in Düsseldorf verteilten Mitglieder der Partei „Der Dritte Weg“ am Wochenende Flugblätter mit „Verhaltenstipps“.
Foto: Marcel Kusch/dpa

Am Wochenende war wieder einiges los am Rheinbad Düsseldorf. Dieses Mal jedoch nicht IM Freibad, sondern direkt davor.

Mitglieder der rechtsextremistischen Kleinstpartei „Der Dritte Weg“ verteilten am Wochenende Flugblätter mit „Verhaltenstipps“. Es wurde erklärt, wie Badegäste sich gegen „sexuelle Nötigungen, Vergewaltigungen und Diebstähle durch Asylbewerber“ in Schwimmbädern schützen könnten.

Rheinbad Düsseldorf: Der Dritte Weg verteilt Flugblätter mit „Verhaltenstipps“

Wie die „Westdeutsche Zeitung“ berichtet, heißt es in den Papieren, dass „längerer Blickkontakt mit exotisch aussehenden fremden Männern“ vermieden werden sollte.

Außerdem sollten Badegäste „sich immer in großen Gruppen“ bewegen und „Schwimmbäder, die nichts gegen kriminelle Ausländer unternehmen“ meiden.

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Flugblätter vom Staatsschutz überprüft

Die Flyer wurden zu großen Teilen unter die Scheibenwischer von parkenden Autos der Badegäste geklemmt. Auslöser für die Verteilaktion sei laut der Partei der „Auslandsterror in Freibädern.“

Bei dem Portal ist außerdem zu lesen, dass der Staatsschutz die Flugblätter geprüft hätte. Es lege keine strafrechtliche Relevanz vor, da die Flugblätter weder volksverhetzend noch ausländerfeindlich seien.

Zum zweiten Mal rechte Gruppe vor dem Freibad

Es ist bereits das zweite Mal, dass eine rechte Gruppierung am Rheinbad für Aufsehen sorgt. Am 4. August versuchten rund 50 rechte „Aufpasser“ ins Rheinbad, um darauf zu achten, „dass alles ruhig bleibt.“

Der Gruppe wurde jedoch der Zutritt in das Freibad verwehrt. Den ganzen Artikel dazu kannst du hier lesen.

ARD-Recherche widerlegte Berichterstattung

Das Rheinbad ist in den vergangenen Wochen insgesamt drei Mal geräumt worden. Zuletzt haben scheinbar 50-60 Jugendliche „nordafrikanischer Herkunft“ für einen größeren Tumult gesorgt.

Wie eine Recherche der ARD allerdings herausfand, entsprach dies allerdings nicht der Wahrheit.

Angeblicher Tumult? Eher ein „jugendlicher Scherz“

Ein Polizist, der an diesem Tag selbst als Gast vor Ort war, empfand die Situation selbst wie einen „jugendlichen Scherz“. Erfahre hier mehr über den Bericht.

Die Partei „Der Dritte Weg“ wurde 2013 von ehemaligen Anhängern der seit 2014 verbotenen rechtsextemistischen Organisation „Freies Netz Süd“ gegründet.

Das ist „Der Dritte Weg“

Ihre Mitglieder treten häufig bei Demonstrationen gegen Asylbewerberheime und bei NS-Gedenkmärschen auf. Aufgrund ihrer rechtsextremen und neo-nazistischen Ausrichtung wird sie vom Verfassungsschutz beobachtet.

In einem Bericht wurde festgestellt, dass „Der Dritte Weg“ das Wertesystem einer freiheitlich demokratischen Grundordnung ablehnt und nach einer Gesellschaftsordnung, die an den historischen Nationalsozialismus angelehnt ist, strebt. (db)

 
 

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