Düsseldorf

Düsseldorf: Gruppenvergewaltigung von junger Duisburgerin – Vorgehen der Männer ist schockierend

Die Männer betäubten ihre Opfer mit k.O-Tropfen, um sie dann in einer Wohnung in Krefeld zu vergewaltigen. (Symbolbild)
Die Männer betäubten ihre Opfer mit k.O-Tropfen, um sie dann in einer Wohnung in Krefeld zu vergewaltigen. (Symbolbild)
Foto: imago images / PhotoAlto

Düsseldorf. Die Masche war wohl immer ähnlich: Vier 24 bis 29-jährige Männer gehen in die Düsseldorfer Altstadt. In Klubs oder Discos sprechen sie junge Frauen an, verwickeln sie in ein Gespräch. Wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag bekannt gab, betäuben sie ihre späteren Opfer mit k.O.-Tropfen.

Mittlerweile ist bekannt: Eines ihre Opfer ist eine junge Duisburgerin (21) in der Nacht vom 19. auf den 20. März 2019 geworden. Stundenlang wird sie von mehreren Männern in einer Wohnung in Krefeld brutal geschlagen und vergewaltigt. Andere Frauen lockte das Quartett wohl in ein Hotel, die Rechnungen stellten sie auf den Namen des Opfers aus.

Die Polizei konnte bereits vier Tatverdächtige ermitteln. Drei von ihnen sitzen in Untersuchungshaft. Einer ist auf freiem Fuß, weil laut Staatsanwaltschaft keine dringende Fluchtgefahr besteht.

Düsseldorf: Polizei sucht weitere Opfer nach Gruppenvergewaltigung

Die Polizei Wesel und die Staatsanwaltschaft Kleve gehen davon aus, dass noch weitere Gruppenvergewaltigungen gegeben hat. Den Männern wird vorgeworfen, gezielt junge Frauen in der Düsseldorfer Altstadt angesprochen und sich als „Jamal“, „Sammy“, „Momo“, „Memo“ oder „Bilal“ vorgestellt zu haben.

Am Dienstag bestätigt die Staatsanwaltschaft: Mindestens eine weitere Frau ist im Februar Opfer der Männer geworden. Auch sie wurde vergewaltigt, weitere Details wollte die Staatsanwaltschaft nicht nennen.

Anschließend sollen die Männer ihre Opfer in die Wohnung eines der Tatverdächtigen in Krefeld oder in ein Hotel gelockt haben. Dort sollen sie über die jungen Frauen hergefallen sein.

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Verstörende Handyvideos aufgetaucht

Die Duisburgerin selbst hatte die Gruppenvergewaltigung nicht angezeigt. Es habe nach Angaben der Staatsanwaltschaft allerdings andere „gravierende Hinweise“ gegeben.

Mittlerweile wird klar, um welche Art von Hinweisen es sich dabei handelt. So konnten die Ermittle verstörende Handyvideos sicherstellen, die Teile der Taten dokumentieren sollen. Weitere Details zur Fahndung nach den mutmaßlichen Tätern findest du hier >>>

Nach Auswertung des Materials können die Ermittler nicht ausschließen, dass es noch weitere Opfer gibt, die sich über mehrere Stunden in der Gewalt der Männer befunden haben könnten.

Polizei bittet um Hilfe

Nun suchen die Ermittler nach möglichen weiteren Opfern, denen ab Mitte 2018 ähnliches wie der Duisburgerin passiert ist. Außerdem werden Zeugen gesucht, die solche Vorfälle beobachtet haben. Nach Angaben der Polizei sind die Männer zwischen 24 und 29 Jahre alt und türkischer, marokkanischer, libanesischer und palästinensischer Abstammung

Opfer oder Zeugen werden gebeten sich unter folgender Nummer bei den Ermittlern zu melden: 02845/3092-1350. (mit mb)

 
 

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