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Düsseldorf: Bauarbeiter stirbt bei Hauseinsturz, weiterer vermisst ++ Jetzt kommt raus, dass...

Düsseldorf: In der Landeshauptstadt ist am Montag ein Haus eingestürzt.
Düsseldorf: In der Landeshauptstadt ist am Montag ein Haus eingestürzt.
Foto: Feuerwehr Düsseldorf

Düsseldorf. Riesenschock in Düsseldorf! Am Montag ist im Stadtteil Friedrichsstadt ein Haus eingestürzt.

An dem mehrstöckigen Gebäude in Düsseldorf wurde gebaut. Zwei Arbeiter wurden bei einem Großeinsatz der Feuerwehr in den Trümmern gesucht.

Düsseldorf: Haus in Friedrichsstadt eingestürzt

Wie die Feuerwehr gegenüber DER WESTEN erklärte, sind die Einsatzkräfte gegen 13.30 Uhr alarmiert worden, weil ein dreieinhalbgeschossiges Haus in einem Hinterhof an der Ecke Luisenstraße/Talstraße im Stadtteil Friedrichsstadt eingestürzt ist.

Bei dem Gebäude handelt es sich um ein leerstehendes Haus, das gerade saniert wird.

Zwei Bauarbeiter wurden vermisst

Bis zum Vormittag wurden zwei Bauarbeiter vermisst. Bei einem der beiden herrscht nun traurige Gewissheit: Die Einsatzkräfte fanden in den Trümmern einen Leichnam. Geborgen werden kann der tote Bauarbeiter bisher noch nicht. Seine Identität ist noch nicht geklärt.

Das Problem: Das Gebäude ist weiterhin akut einsturzgefährdet. Deswegen hat die Feuerwehr frühzeitig Statik-Spezialisten hinzugezogen. Alle Maßnahmen werden in enger Abstimmung mit den Fachleuten durchgeführt und die Statik des Gebäudes im Auge behalten. Erst danach können die Einsatzkräfte den Toten bergen.

In der Nähe der Unfallstelle stehen den Angehörigen Seelsorger zur Seite. Die Suche nach dem zweiten Vermissten dauert derweil an.

Bergung der Trümmerteile soll am Dienstagabend beginnen

Beim Einsatz sind 80 Rettungskräfte vor Ort. 60 Feuerwehrleute wurden nach einer langen Nachtschicht am Morgen getauscht. Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Einsatz noch länger andauern wird.

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Auch in der Nacht werden wieder 60 Retter im Einsatz sein. Ein 300-Tonnen-Kran werde nun in Kürze erwartet, um die Trümmern nach und nach von oben abzutragen. So wolle man noch den bislang zweiten vermissten Bauarbeiter finden.

Dieser Einsatz ist risikoreich und muss dauerhaft überwacht werden.

Großeinsatz für die Feuerwehr

Ein anderer Bauarbeiter wurde schon am Montagnachmittag wegen eines internistischen Notfalls ins Krankenhaus gebracht. Neun seiner Kollegen blieben unverletzt.

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Nachbarhaus vorsorglich geräumt

Das Nachbarhaus wurde von der Feuerwehr vorsorglich geräumt. Insgesamt mussten 31 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

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Düsseldorf: Einsturzursache unklar

Die Ursache für den Einsturz ist noch unklar. Die Kriminalpolizei ist vor Ort und hat die Ermittlungen aufgenommen.

Der Bereich um den Unfallort in der Talstraße soll umfahren werden. Fragen von Anwohner beantwortet die Feuerwehr unter der Rufnummer 0211-3889 889.

Düsseldorfs OB Thomas Geisel macht sich Bild vor Ort

Am Dienstag machte sich Düsseldorfs OB Thomas Geisel vor Ort ein Bild der Unglücksstelle gemacht. „Wir drücken den Hinterbliebenen des Opfers unser großes Mitgefühl aus und hoffen, dass der zweite Vermisste doch noch gerettet werden kann“, erklärt der er. „Auch meine Gedanken sind bei den Angehörigen. Es muss nun lückenlos aufgeklärt werden, wie es zu dem Einsturz kommen konnte“, so die Beigeordnete Cornelia Zuschke.

Zudem teilte die Stadt mit, dass erst am Montagnachmittag eine Genehmigung für den Umbau fertiggestellt wurde. Erst am frühen Nachmittag am Montag wurde dann vom Bauaufsichtsamt die Baugenehmigung an den Bauherrn verschickt. Doch damit ist nicht sofort eine Freigabe der Bauarbeiten verbunden.

Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt

Dafür muss der Bauherr noch einen sogenannte Standsicherheitsnachweis beim Amt einreichen - als Nachweis, dass die Statik des Gebäudes auch während und nach den Arbeiten gewährleistet ist. Dieser Nachweis ist bei der Landeshauptstadt bislang nicht eingegangen.

Nun muss geprüft werden, welche Arbeiten am Gebäude durchgeführt wurden und wodurch am Ende der Einsturz verursacht wurde. Arbeiten wie Erneuerung von Türen, Fenstern oder Elektroleitungen sind zum Beispiel genehmigungsfrei. Die Stadt wird die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft unterstützen, teilte sie in einer Pressemitteilung mit. (nr/cs/the)

 
 

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