Düsseldorf

Düsseldorf: „Gesicht und Stimme des Verbands“ – Unternehmer Mario Ohoven bei A44-Unfall verstorben

Mario Ohoven krachte mit seinem Bentley auf der A44 gegen einen Betonpfeiler. Der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft verstarb noch am Unfallort.
Mario Ohoven krachte mit seinem Bentley auf der A44 gegen einen Betonpfeiler. Der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft verstarb noch am Unfallort.
Foto: imago images/Feuerwehr Ratingen

Düsseldorf. Der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, ist im Alter von 74 Jahren gestorben.

Wie der BVMW am Sonntag in Berlin mitteilte, kam Ohoven am Wochenende bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Der 1946 in Neuss (NRW) geborene Anlageberater war seit 1998 Präsident des Mittelstandsverbandes.

Wie die Feuerwehr Ratingen mitteilte, ereignete sich am Samstagmittag der schwere Unfall auf der A44 in Richtung Düsseldorf. Der Wagen Ohovens war gegen einen Brückenpfeiler gekracht. Die Einsatzkräfte hatten noch versucht, ihn aus seinem Bentley zu befreien – doch jede Hilfe kam zu spät.

Mario Ohoven bei Unfall auf A44 verstorben

Ohoven habe in zwei Jahrzehnten den BVMW zum führenden Mittelstandsverband in Deutschland mit 340 Geschäftsstellen und 60 eigenen Auslandsbüros geformt, hieß es in der Mitteilung weiter.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier betonte, Ohoven habe Großes für die mittelständische Wirtschaft geleistet. „Ich habe ihn sehr geschätzt. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Mitarbeitern“, schrieb der CDU-Politiker im Kurznachrichtendienst Twitter.

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Mario Ohoven nicht nur als Unternehmer erfolgreich

Der gelernte Bankkaufmann Ohoven entstammte einer Unternehmerfamilie, die unter anderem eine Papierfabrik betrieb und deren geschäftliche Tätigkeit bis auf das Jahr 1810 zurückging.

Ohoven galt als Gesicht und Stimme des Verbands BVMW. Im Jahr 2005 hatte der Lobbyist sein 1980 gegründetes Unternehmen Investor- und Treuhand-Beteiligungsgesellschaft verkauft.

Der Vater von Modedesignerin Chiara Ohoven war auch als Filmproduzent tätig („Jeepers Creepers“, 2001, „Der menschliche Makel“, 2003). (dpa/mb)

 
 

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