Düsseldorf

Düsseldorf: Frau nimmt tagelang Nasenspray – erschreckend, was dann passiert

Eine Frau hat tagelang Nasenspray genommen. Erschreckend, was dann passierte. (Symbolbild)
Eine Frau hat tagelang Nasenspray genommen. Erschreckend, was dann passierte. (Symbolbild)
Foto: imago images / photothek

Düsseldorf. Die Grippesaison hat Hochzeit. Viele Menschen schniefen und husten derzeit. Bei einer Erkältung mit Schnupfen geht der Griff dann schnell zum Nasenspray - und zack ist die Nase wieder frei. Das ist einer Frau aus Weimar aber jetzt zum Verhängnis geworden. Sie musste sich schlussendlich einer OP in Düsseldorf unterziehen.

Doch was war passiert?

Wie die Bild berichtet, war die 26-Jährige süchtig nach Nasenspray. „Ich habe es im Winter lange nonstop genommen“, erzählt sie der Zeitung. Manchmal sogar mehrmals täglich. Das unfassbare Resultat: ein daumengroßes Loch in der Nasenscheidewand! Niemals hätte die junge Frau damit gerechnet, dass Nasenspray so etwas anrichten kann.

Düsseldorf: Frau nimmt tagelang Nasenspray - mit fatalen Folgen

Das Ergebnis soll auch der behandelnde Arzt, Schönheits-Chirurg Dr. Murat Dagdelen aus Düsseldorf bestätigt haben. Demnach sei die Nase eingefallen und schief gewesen, als die Patientin sein Behandlungszimmer betrat.

In einer mehrstündigen Operation richtete er die Nase wieder, musste unter anderem Schienen an der Nasenscheidewand einsetzen und zuvor das Loch dort mit Knorpel stopfen.

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Der Schönheits-Chirurg teilte der Bild übrigens mit, dass das nicht sein erster Fall von Nasenspray-Süchtigen gewesen sei. Er schätzt, dass es bundesweit sicherlich 600 bis 800 ähnliche Fälle gibt. Außerdem seien in Deutschland rund 120.000 bis 160.000 Menschen abhängig von dem Schnupfenspray.

Das könne bei abschwellenden Nasentropfen schon nach zwei Wochen passieren, weiß der Arzt. Das ist nicht ungefährlich, denn durch die Verengung der Gefäße schwellen die Nasenschleimhäute ab. Das sei erstmal für den Betroffenen gut, aber danach schwellen sie wieder deutlich an, sodass der Griff sofort wieder zum Spray gehen kann.

Hunderttausende Menschen nasensprayabhängig

Dann können die Schleimhäute austrocknen, Krusten und Borken können sich bilden. Und im schlimmsten Fall kann es eben zu einem Loch in der Schleimhaut führen.

Eins hat die 26-Jährige jedenfalls gelernt. Beim nächsten Schnupfen greift sie zu Minzöl statt Nasenspray. (js)

 
 

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