Düsseldorf

Düsseldorf: Frau findet Toten an Bushaltestelle – allen anderen fiel er nicht auf ...

eine Frau hat an einer Bushaltestelle in Düsseldorf einen Toten gefunden. (Symbolbild)
eine Frau hat an einer Bushaltestelle in Düsseldorf einen Toten gefunden. (Symbolbild)
Foto: imago images / CHROMORANGE

Düsseldorf. Es ist ein schreckliches Szenario, egal, von welcher Seite man es betrachtet: In Düsseldorf hat eine Frau einen 70-Jährigen an der Bushaltestelle gefunden - tot, schon seit einer Weile. Niemand der Wartenden will etwas bemerkt haben.

Wie kann das passieren, dass jemand so allein und plötzlich dort stirbt? Und warum fällt es keinem auf, dass ein Toter in der Ecke sitzt? Diese Fragen stellt sich die Finderin Vera Vorneweg (34) jetzt. Ihre Geschichte hat sie der „Rheinischen Post“ (RP Bezahlinhalt) erzählt.

Düsseldorf: Frau findet toten Mann an Bushaltestelle

Am vergangenen Freitag wollte die Mutter aus Düsseldorf wegen des schlechten Wetters ausnahmsweise den Bus nehmen. Dazu musste sie an der Bushaltestelle Schlesische Straße an der Ecke Kuthsweg/Reisholzer Straße in Lierenfeld warten. Gegen 10.15 Uhr kam sie an der Haltestelle an.

Dort habe der Mann gesessen, berichtet Vorneweg. Zuerst habe es ausgesehen, als würde er nur schlafen - doch sein Kinn sei merkwürdig auf die Brust gesunken, seine Hände weiß. Vorneweg fühlt den Puls. Nichts. Sie wählt den Notruf.

Rettungssanitäter können Mann nicht mehr helfen

Doch auch die Rettungssanitäter können nichts mehr machen. Der Mann ist tot. Vermutlich gestorben an einer Vorerkrankung, wie die Rechtsmedizin später mitteilte. Auf dem Weg zum Arzt sei der Mann seiner Krankheit erlegen.

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Wie konnte niemand merken, dass der Mann tot war?

Vera Vorneweg kann an der ganzen Sache nicht fassen, dass niemand der anderen Menschen, die dort auf den Bus gewartet haben, sich um den Senior gekümmert hat. Keinem will etwas aufgefallen sein. Haben sie den Mann wirklich nicht gesehen? Wollten sie nur nicht eingreifen?

Die 34-Jährige hängte einen Zettel an die Bushaltestelle, auf dem sie an den 70-Jährigen erinnerte. Auch eine Grabkerze und eine Blume legte sie nieder. Nichts davon blieb lange an Ort und Stelle.

Beerdigung ist organisiert

Vorneweg kann sich das alles nicht erklären. Beruhigt ist sie aber laut RP darüber, dass der Verstorbene offenbar Familie hat: Seine Beerdigung ist bereits organisiert. (lin)

 
 

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