Düsseldorf Flughafen: Massive Kritik an Bauprojekt direkt am Airport – „Nicht hinnehmbar“

Die Pläne für ein neues Gewerbegebiet am Flughafen Düsseldorf stoßen auf Kritik.
Die Pläne für ein neues Gewerbegebiet am Flughafen Düsseldorf stoßen auf Kritik.
Foto: imago images / Rene Traut

Das Gewerbegebiet „Airport City“ am Flughafen Düsseldorf ist längst geplant. Jetzt stoßen diese Pläne allerdings auf massive Kritik.

Der Grund dafür: 8000 Quadratmeter Wald am Flughafen Düsseldorf müssen für das Projekt abgeholzt werden – obwohl die zusätzlichen Flächen womöglich gar nicht benötigt werden. Das berichtet die „Westdeutsche Zeitung“.

Flughafen Düsseldorf: Das soll in der „Airport City“ entstehen

Neben zahlreichen neuen Büros sollen südwestlich des Flughafens außerdem Hotels, Fitnessstudios, Restaurants und kleine Geschäfte in der „Airport City“ öffnen.

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Dort begann bereits 2003 die Planung für zwei Gewerbegebiete. Das erste, die „Airport City 1“, entstand auf dem früheren Gelände der britischen Kaserne und kommt mittlerweile an seine Kapazitätsgrenzen. Daher will die Bezirksvertretung jetzt den Ausbau des Gewerbegebiets vorantreiben.

Deswegen hagelt es Kritik für das geplante Gewerbegebiet

Dennoch hagelt es massive Kritik für dieses Bauvorhaben. Braucht Düsseldorf überhaupt neue Büroflächen? Wenn es nach Marie-Agnes Strack-Zimmermann, FDP-Chefin in Düsseldorf, geht, sollte erst ermittelt werden, ob der Bedarf dafür noch besteht.

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Die Corona-Krise könne schließlich dazu führen, dass Firmen bankrottieren und Büro-Immobilien frei werden. Denkbar sei außerdem, dass mehr Menschen in Zukunft dauerhaft von Zuhause aus arbeiten.

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Selbst, wenn es gute Argumente für weitere Büroflächen gebe, müssen diese gegen 8000 Quadratmeter Wald abgewogen werden, der weichen müsse.

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Landesbetrieb Holz und Wald äußert Bedenken

Auch der Landesbetrieb Holz und Wald NRW äußerte „aus forstbehördlicher Sicht Bedenken“ gegen die Abholzung. Laut Stadt sei eine Wiederaufforstung zwar an anderer Stelle möglich.

Bepflanze man Ausgleichsflächen etwa in Langenfeld, sei das für den Klimaausgleich der Stadt Düsseldorf allerdings gänzlich uninteressant und helfe nicht gegen die Stadterwärmung, findet Strack-Zimmermann.

Für sie ist die drohende Abholzung daher laut „Westdeutsche Zeitung“ vor allem eins: „nicht hinnehmbar“. (vh)

 
 

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