Düsseldorf: Feuerwehr kämpft um Leben von jungen Motorradfahrer (16) – jetzt ist er tot

Ein Motorradfahrer ist in Düsseldorf verunglückt. (Symbolbild)
Ein Motorradfahrer ist in Düsseldorf verunglückt. (Symbolbild)
Foto: dpa

Nachdem ein 16-Jähriger mit seinem Motorrad in Düsseldorf gestürzt und unter einen Lastwagen geraten war, kämpfte die Feuerwehr um sein Leben. Schlagzeilen hatte der Fall vor allem wegen der abscheulichen Reaktion einer 50-Jährigen gemacht. Sie hatte die Rettungskräfte mehrfach bei der Arbeit gestört, weil sie zu einem angeblich wichtigen Termin musste.

Wie jetzt bekannt wurde, ist der 16-Jährige in der Nacht zu Freitag im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen gestorben.

Die 50-Jährige hatte nicht nur die Arbeit der Rettungskräfte massiv gestört, sie hatte laut Polizei Düsseldorf auch den Satz fallen lassen, dass es sich „ja nur um einen einzigen Motorradfahrer handelt“.

16-Jähriger stirbt nach Motorradunfall

Was war genau passiert? Der Unfall ereignete sich schon am vergangenen Mittwoch. Ein 16-jähriger Motorradfahrer aus Korschenbroich am Niederrhein war gestürzt und unter einen Lastwagen geraten. Dabei wurde er so schwer verletzt, dass akute Lebensgefahr bestand. Die Feuerwehr befreite den Jugendlichen aus seiner Lage. Im Krankenhaus ist er verstorben.

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Düsseldorf: Frau stört an Unfallstelle

Währenddessen tobte die 50-Jährige im Stau. Immer wieder störte sie die Einsatzkräfte durch „penetrantes Nachfragen, wann sie endlich weiterfahren könne“. Sie habe schließlich einen wichtigen Termin. Mehrere Male lief sie durch die Rettungsgasse.

Die Polizei wies die aufgebrachte Frau wiederholt zurecht, sie solle in ihrem Auto warten. Die Anweisungen ignorierte die 50-Jährige konsequent. Auch in einem erneuten Gespräch, in dem ihr der Ernst der Lage geschildert wurde, dass die Rettungskräfte gerade vor Ort um ein Menschenleben kämpfen würden, zeigte sie keinerlei Einsicht. Der Fehler liege schließlich nicht bei ihr.

50-Jährige ätzt gegen Polizei – dann wird es richtig dreist

Dann wurde es richtig unverschämt: Die Düsseldorferin fing an die Polizei anzuschreien und wies sie weiter auf ihren wichtigen Termin hin. Wenige Meter weiter standen die Angehörigen des 16-Jährigen.

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Schließlich ging es auch der Polizei zu weit und die Beamten forderten die Personalien der Frau. Weil sie diese allerdings nicht preisgeben wollte und sich gegen eine Durchsuchung wehrte, kommt nun ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte auf sie zu. (jg)

 
 

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