Düsseldorf

Düsseldorf: Mann will Geld-Fund spenden – was dann passiert, macht sprachlos

In Düsseldorf fand ein Mann zehn Euro auf dem Boden. Was passierte, als er das Geld spenden wollte, ließ ihn sprachlos zurück.
In Düsseldorf fand ein Mann zehn Euro auf dem Boden. Was passierte, als er das Geld spenden wollte, ließ ihn sprachlos zurück.
Foto: imago images / Westend61; Screenshot Nettwerk Düsseldorf

Düsseldorf. Als ein Mann aus Düsseldorf einen 10-Euro-Schein auf der Straße gefunden hat, konnte er nicht ahnen, was sich dadurch in Bewegung setzen sollte.

Denn Tugay A. postete den Fund des Geldscheins in der öffentlichen Facebook-Gruppe „Nettwerk Düsseldorf“, in der Hoffnung den Besitzer zu finden und ihm den Schein wiedergeben zu können.

Mann aus Düsseldorf findet 10-Euro-Schein und tritt etwas Großartiges los

Doch dann kam er auf eine andere Idee: Nachdem sich der Besitzer des Scheins nicht wirklich herausfinden ließ, dachte Tugay A. sich, dass er die zehn Euro einer Wohngemeinschaft mit sozial schwachen Jugendlichen aus seiner Nachbarschaft schenken wollte.

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Das ist die Stadt Düsseldorf:

  • erhielt 1288 das Stadtrecht
  • Landeshauptstadt von NRW, gehört zu den Wirtschaftszentren Deutschlands
  • mit 646.000 Einwohnern (Stand: Dezember 2019) die zweitgrößte Stadt in NRW
  • besteht aus zehn Stadtbezirken, die in 50 Stadtteile unterteilt sind

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Doch daraus wurde nichts, denn als er dies im Nettwerk verkündete, trat er eine Lawine los. Und die sollte zeigen, dass die Gruppe ihren Namen zurecht trägt.

NETT-WERK Düsseldorf _ Facebook_2020-09-29_22-27-57.png

Gegenüber rp-online gab Tugay A. an, dass er auf seinem Paypal-Konto plötzlich eine Überweisung von seinem Cousin erhalten hatte, der ebenfalls etwas spenden wollte. Und plötzlich nahm die Sache einen Lauf, den vermutlich niemand vorausgesehen hätte.

Er erhielt noch mehr Geld, es lag bar im Briefkasten, wurde ihm persönlich vorbeigebracht oder auf sein Paypalkonto überwiesen. Eigentlich wollte er den so zustande gekommenen Betrag vergangenen Sonntag zu dem Wohnheim bringen. Doch da waren es bereits sage und schreibe über 3000 Euro!

Überwältigende Hilfsbereitschaft der Nachbarn und vieler anderer Menschen

So viel Geld darf die Wohngemeinschaft nicht einfach annehmen, nun muss das Ganze seinen bürokratischen Gang gehen. Und das ist vielleicht auch gut so. Denn mit Stand Montagabend waren es bereits über 3700 Euro, die zusammengekommen waren.

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Viele Mitglieder des Nettwerks sind völlig überwältigt von der Spendenbereitschaft und der gesamten Aktion. Und Tugay A. kann es ebenfalls überhaupt nicht fassen. Er schreibt in einem Post: „Leute, es geht auf die 4000 Euro zu! Eurer Ernst?!!!“ und drückt damit seine unbändige Freude aus über die Nettigkeit des Nettwerks.

Hier findest du die Adresse zur Spende

Bis die bürokratischen Mühlen entschieden haben, läuft die Spendenaktion weiter. Allerdings hat Tugay A. den Jugendlichen und Betreuern bereits von dem kommenden Geschenk erzählt. Und sie freuen sich noch viel mehr.

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Wirklich unglaublich, dass aus dem einfachen Fund von 10 Euro am Ende fast 4000 Euro für den guten Zweck zusammenkamen. Keine Frage, dieses Nettwerk hat seinen Namen verdient. (fb)

 
 

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