Düsseldorf

Düsseldorf: Duisburger und schwangere Frau erleben schweren Unfall auf der B8 – dann passiert etwas, das sie dankbar macht

Der Hyundai Tucson von Jörg Pott aus Duisburg ist nach dem Unfall auf der B8 völlig zerstört.
Der Hyundai Tucson von Jörg Pott aus Duisburg ist nach dem Unfall auf der B8 völlig zerstört.
Foto: Jörg Pott

Düsseldorf. Einen schweren Autounfall zu erleben, ist ein Schock für die Beteiligten. Umso dankbarer ist man den Menschen, die sofort helfen. So ist es Jörg Pott in Düsseldorf auf der B8 passiert.

Der 54-Jährige aus Duisburg-Serm war am Dienstag gegen 12 Uhr mittags auf der B8 in Richtung Düsseldorf unterwegs. Mit im Auto saß seine im siebten Monat schwangere Frau (41). In Höhe Angermund nahm das Unglück dann seinen Lauf: Ein anderer Autofahrer (70) wollte auf die B8 auffahren, verlor aber bei regnerischem Wetter in der Auffahrt die Kontrolle über seinen Wagen.

------------------------------------

• Mehr Themen:

Düsseldorf: Kundgebung an Synagoge, doch eine Partei fehlt – Ministerpräsident Laschet wird deutlich

Flaschenpost: Mitarbeiter von Getränkelieferant erheben schwere Vorwürfe – „Auf das Schärfste zu verurteilen“

• Top-News des Tages:

Deutschland – Argentinien: Bitter! DFB-Team macht es wie der BVB

Dieter Nuhr irritiert mit Aussage über Greta Thunberg: „Milliarden Tote“

-------------------------------------

Der alte Mercedes des 70-Jährigen schleuderte über die Fahrbahn - direkt vor den Hyundai Tucson von Jörg Pott. Der konnte so schnell nichts mehr machen, berichtet Pott hinterher: „Ich bin ihm mit meiner Autofront voll in die Seite gefahren.“

Düsseldorf: Schwerer Unfall auf der B8 – 70-Jähriger eingeklemmt

Der 70-Jährige wurde schwer verletzt, saß bewusstlos und eingeklemmt in seinem Wagen. Zwei Frauen seien sofort gekommen, um den Mann aus dem Auto zu ziehen, erzählt Pott im Gespräch mit DER WESTEN. Schließlich habe ein Motorradfahrer angehalten und den beiden geholfen. Pott selbst wie auch seine Frau hätten unter Schock gestanden.

Einige andere Autofahrer hätten sich derweil kurz nach dem Crash noch an der Unfallstelle vorbeigequetscht, sagt Pott. „Da wäre ich an deren Stelle doch wenigstens stehen geblieben und hätte gefragt, ob ich helfen kann“, ärgert sich der Duisburger.

Jörg Pott aus Duisburg ist seinen Helfern dankbar

Trotzdem ist er vor allem den hilfsbereiten Menschen dankbar: den beiden Frauen, dem Motorradfahrer, einem Fiat-Fahrer, der sofort mit angepackt und den Notruf abgesetzt hat. Und einem freiwilligen Feuerwehrmann, der sich mit Potts schwangerer Frau unter eine Brücke gesetzt und sich dort um sie gekümmert hat.

Seiner Frau und ihm geht es mittlerweile entsprechend gut. Geblieben sind starke Prellungen und die Erinnerung an einen schrecklichen Unfall, an Szenen im Trümmerfeld auf der B8. Der Unfallfahrer soll noch immer schwer verletzt in der Klinik liegen.

Facebook-Post erhält riesige Resonanz

Nach dem Crash hat Jörg Pott ein Bild von seinem schrottreifen Hyundai in die Facebook-Gruppe „Nett-Werk Düsseldorf“ gepostet. Im Text dazu bedankt er sich noch einmal von Herzen für die schnelle Hilfe am Unfallort:

Ganz lieben Dank!
Wir hatten heute, gegen 12 Uhr einen schweren Unfall auf der B8n in Höhe Angermund. Ein Autofahrer hat, in der Kurve der Auffahrt bei dem heutigen Regen, die Kontrolle verloren und ist auf die Fahrbahn geschleudert. Ich konnte nichts mehr machen und bin ihm voll in die Seite gefahren.
Einige Fahrer haben sich noch durch die Unfallstelle gequetscht. Andere sehr, sehr nette Menschen haben angehalten und mir und meiner schwangeren Frau geholfen und dem sehr schwer verletzten Unfallgegner Beistand geleistet, bis die Feuerwehr und der Notarzt da waren. Bei diesen tollen Menschen möchte ich mich ganz, ganz herzlich bedanken. Ohne Euch wären wir, in unserem Schockzustand aufgeschmissen gewesen. Danke, Danke!
Dem ungeborenen Baby, meiner Frau und mir geht es soweit ganz gut. Wir sind zur Überwachung im Krankenhaus.
Ich hoffe ganz fest, dass es dem anderen Fahrer den Umständen entsprechend gut geht und er seine schweren Verletzungen übersteht.
Wenn ihr einen Unfall seht, fragt doch bitte, ob ihr helfen könnt und Fahrt nicht einfach vorbei. Auch ihr könntet in eine solche Situation geraten.
Nochmals Danke!!!

Fast 1400 Menschen haben dem Post bis zum Freitagmittag ein „Like“ gegeben, mehr als 180 Kommentare versammeln sich darunter. Der Tenor ist durchweg positiv, es überschlagen sich die Genesungswünsche. Jedoch: Für die Menschen, die sich einfach am Unfall vorbeigedrängelt haben, gibt es auch Gegenwind:

  • Idioten gibt es immer. Aber wenn ihnen selbst etwas zustößt wird gejammert
  • Unglaublich traurig, dass so wenig Menschen nur noch wirklich bereit sind zu helfen! Gute Besserung & Heilung an alle Beteiligten!
 
 

EURE FAVORITEN