Düsseldorf

Düsseldorf beschließt die nächste Umweltspur: Mega-Staus auf wichtiger Verkehrsader drohen

Eine neue Umweltspur in Düsseldorf könnte den Verkehr sehr beeinträchtigen. (Archivbild)
Eine neue Umweltspur in Düsseldorf könnte den Verkehr sehr beeinträchtigen. (Archivbild)
Foto: imago images / Oliver Langel

Düsseldorf. Die Stadt Düsseldorf hat in Sachen Klimaschutz ein Pilotprojekt gestartet, das viele Pendler viele Nerven kostet: die Umweltspur.

Pünktlich zu den Herbstferien kommt zu den beiden bereits bestehenden Umweltspuren noch eine weitere in Düsseldorf dazu.

Und zwar soll diese auf der Nord-Süd-Verbindung zwischen dem Südpark und dem Nordstern verlaufen. Der erste Abschnitt beginnt laut der Stadt Düsseldorf hinter der Ausfahrt Düsseldorf-Zentrum der A46 und führt über die Werstener Straße.

Neue Umweltspur in Düsseldorf betrifft A46-Ausfahrt

Weiter soll sie dann über die Witzel, - Mecum- und Erasmusstraße bis zur Corneliusstraße führen. Der zweite Teil der Umweltspur verläuft auf der Kaiser- und Fischerstraße zwischen der Stern- und der Homberger Straße.

Grund für diese dritte Umweltspur ist ein drohendes Fahrverbot für Dieselautos und möglicherweise auch Benziner, ähnlich wie es in Nachbarstädten wie Essen oder Gelsenkirchen der Fall ist.

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Seit Ostern 2019 gibt es bereits zwei Umweltspuren an der Merowinger- und der Prinz-Georg-Straße. Diese Spuren bleiben bis Ostern 2020 bestehen. „Im Rahmen des Testbetriebes sollen die Verbesserung der Luftschadstoffbelastung, die Auswirkungen auf die Fahrzeiten der öffentlichen Verkehrsmittel und die Leistungsfähigkeit des Kraftfahrzeugverkehrs bestimmt sowie Praxiserfahrungen im Zusammenspiel der freigegebenen Verkehrsarten gesammelt werden. Wir achten dabei besonders darauf, dass die Radfahrer sicher auf den Sonderspuren fahren können und dass der öffentliche Nahverkehr dort störungsfrei läuft“, erläuterte Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke.

Autofahrer sollen auf Nahverkehr oder Fahrräder ausweichen

Mit den Umweltspuren sollen Autofahrer dazu bewegt werden auf den ÖPNV oder das Fahrrad umzusteigen. Diese Fahrzeuge dürfen auf den Umweltspuren fahren. Außerdem sind Taxen und Autos, in denen mehr als drei Menschen sitzen erlaubt. Das soll Fahrgemeinschaften stärken.

Allerdings warte die Stadt ab, ob sich die Umweltspuren wirklich durchsetzen. Sollte es mehr Stau geben als kalkuliert, wird die Umweltspur nicht dauerhaft eingeführt.

In der neuen Zone passieren täglich 40.000 Autos die Strecke, 24 Busse verkehren dort stündlich. Ob sich viele der Autofahrer auf den Nahverkehr verlassen wollen oder auf das Rad umsteigen, bleibt abzuwarten. (fb)

 
 

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