Düsseldorf: „4Blocks“-Schauspieler hinter Gittern – schwere Vorwürfe gegen Freund von Star-Rapperin

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Er trug den Spitznamen „K.o.-Schläger“ im Ring, doch glaubt man der Staatsanwaltschaft, dann schlug Hamudi E.-Z. (28) nicht nur im Ring zu. Der „4Blocks“-Schauspieler und Profi-Boxer muss sich ab dem 26. Juni vor dem Gericht in Düsseldorf verantworten. Gefährliche Körperverletzung ist nur einer der Vorwürfe, die dem Freund von Star-Rapperin Schwesta Ewa gemacht werden.

„4Blocks“-Schauspieler hinter Gittern: Staatsanwaltschaft mit schweren Vorwürfen

Der 28-jährige, der laut „Bild“ mit der Rotlicht-Rapperin liiert ist, war kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres am Flughafen Frankfurt verhaftet worden. Er kam gerade aus einem Karibik-Urlaub.

Die Ermittler durchsuchten in der Folge mehrere Wohnungen im Zusammenhang mit Clan-Delikten von Hamudi E.-Z. Darunter auch eine, in der sich die Rapperin Schwesta Ewa und ihre kleine Tochter Aaliyah (17 Monate) aufhielten.

Davon hatte die ehemalige Prostituierte, die inzwischen eine der angesagtesten Rapperinnen Deutschlands ist, in einer Instagram-Story berichtet. „Was ein Leben habe ich ihr gegeben. Ich schwör euch Leute, ich hasse mich, ich hasse mich, Alter“, klagte sie nach dem SEK-Einsatz mit Blick auf ihre kleine Tochter.

Hamudi, der eigentlich Muhammed heißt, machte als Boxer von sich reden, galt als großes Talent. In der Clan-Serie „4Blocks“ spielte er eine Nebenrolle, auch bei „Der letzte Bulle“ wirkte er mit.

Doch auch der Justiz ist der Hüne kein Unbekannter. Für einen brutalen Angriff auf einen Fußballtrainer und einen Linienrichter bei einem Fußballturnier kam er mit einer Bewährungsstrafe davon. Zeugen konnten sich vor Gericht nicht mehr genau an die Angreifer erinnern. Auch Raub und Körperverletzung steht in seiner kriminellen Vita

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Anklage wirft Erpressung, Körperverletzung und illegaler Waffenbesitz vor

Jetzt wirft die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ihm gleich zehn Taten zwischen April 2018 und Dezember 2019 vor.

In Fallakte 1 heißt es, dass der Angeklagte am 2. August 2019 vor dem Haupteingang des Restaurants Meerbar im Düsseldorf Hafen gemeinsam mit weiteren Männern den Türsteher des Restaurants mit gezielten Faustschlägen gegen den Kopf geschlagen haben soll, so dass diesem schwarz vor Augen wurde und er bewusstlos zu Boden ging.

Dann soll er laut Anklage mit seinem Fuß wuchtig auf den bewusstlos am Boden liegenden Türsteher eingetreten haben.

Erpressung und Waffenverstöße

Auch eine Erpressung ist Gegenstand der Anklage. Ende April 2018 soll der 120 kg schwere Profiboxer am Kurfürstendamm in Berlin einem Mann mit Schlägen gedroht haben, wenn er nicht sofort mit der Zahlung von 500.000 Euro an einen Makler einverstanden sei.

Es soll um die Provision für eine Grundstücksvermittlung gegangen sein. Später soll der Angeklagte nur noch 200.000 Euro gefordert haben. Tatsächlich soll das Opfer mithilfe einer fingierten Rechnung zunächst 210.630,00 Euro bezahlt und zusätzlich 200.000 Euro gezahlt haben.

Auch wegen mehrerer Waffenverstöße muss sich der 28-Jährige verantworten. Im Oktober 2019 soll er mehrere Tage eine halbautomatische Selbstladewaffe versteckt haben. Mit dieser Waffe soll der Angeklagte auch durch Berlin gefahren sein.

Auch Testosteron sichergestellt

Als die Ermittler am 21. Dezember sein Wohnhaus in Düsseldorf durchsuchen, finden sie neben Schwester Ewa und der Tochter auch einen Armbrustpfeil und verschiedene Patronen. Neben Waffen wird auch Testosteron in der Wohnung des Boxers sichergestellt. Seither sitzt Hamudi E.-Z. wegen der Vorwürfe in U-Haft.

Im Sommer 2019 soll der Angeklagte zwei gefälschte Lohnbescheinigungen eingereicht und behauptet haben, staatenlos zu sein. So wollte er offenbar eine für ihn günstige Aufenthaltserlaubnis erlangen.

Bereits in U-Haft machte er weiter. Über seine Rechtsanwältin ließ er beim Vorführungstermin beim Amtsgericht in Düsseldorf weitere gefälschte Lohnabrechnungen vorlegen, um eine für ihn günstige Entscheidung über seine Haftfortdauer zu erreichen, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

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Das ist Schwesta Ewa:

  • Schwesta Ewa heißt bürgerlich Ewa Malanda, vormals Ewa Müller
  • Sie wurde am 16. Juli 1984 in Koszalin in Polen geboren
  • Sie ist eine deutschsprachige Rapperin und ehemalige Prostituierte aus der Frankfurter Szene

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Schwesta Ewa ebenfalls in Haft

Am 26. Juni beginnt der Prozess gegen ihn. Freundin Schwesta Ewa wird das Verfahren nicht verfolgen können. (>>> hier mehr lesen bei DER WESTEN) Sie sitzt derzeit wegen Körperverletzung eine Haftstrafe ab.

 
 

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