Lünen

„Drogen-Pute“ in Lünen: Polizisten ersticken fast bei Lachanfall wegen dieses Einsatzes

Die Polizei fand die ausgebüxte Drogen-Pute auf der Kanalbrücke der Dortmunder Straße.
Die Polizei fand die ausgebüxte Drogen-Pute auf der Kanalbrücke der Dortmunder Straße.

Lünen. Am Dienstag gegen 8.45 Uhr trieb ein Truthahn sein Unwesen auf der Kanalbrücke an der Dortmunder Straße in Lünen. Das Tückische: Das Tier stand offenbar unter Drogen, es hätte bereits mehrere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Die Pute war bereits am Vortag als vermisst gemeldet worden.

Dieser Polizeibericht der etwas anderen Art hat nicht nur bei den Beamten in Lünen für „akute Atemnot aufgrund von starken Lach-Anfällen“ gesorgt.

Auch viele Twitter-Nutzer waren aus dem Häuschen. „Ich lache grade lauter als ich es vielleicht tun sollte. Herrlich. Danke, dass Sie der Pute das Leben gerettet haben!“, heißt es dort. Aber was war so komisch an dem Bericht? Lies' selbst:

Lünen: Polizisten auf der Suche nach der „Drogen-Pute“

Die Wache schickte zwei Beamte zum angegebenen Ort. Sie fanden die Pute dort: „Das geflügelte Tier konnte von den Beamten auf der Straße 'Am Kanal' parallel zur Kanalbrücke entdeckt und umstellt werden. Eine Beamtin identifizierte das verdächtige Geflügel sofort als die vermisste Pute. Ein Truthahn konnte ausgeschlossen werden."

Das Tier war zwar umzingelt, aber noch nicht eingefangen. Das stellte sich schwieriger heraus als zunächst angenommen: „Kurz vorm Zugriff entzog sich die Pute der Ingewahrsamnahme durch ein überraschendes und waghalsiges Flugmanöver. Gleichzeitig landeten mehrere gezielt von der Pute auf die Beamtin abgeworfene Stinkbomben gefährlich nah neben ihr auf dem Boden. Sie blieb unverletzt. Es entwickelte sich eine wilde und gefährliche Hetzjagd durchs Unterholz des angrenzenden Waldstücks, in dem das Federvieh Zuflucht suchte.“

Gefährliches Spiel mit der Pute

Aber jetzt gab es kein Zurück mehr für die Polizisten. Ohne die Drogen-Pute wollten sie die Heimreise nicht antreten. Also ging es dem Tier hinterher in den Wald: „Die Beamten waren kurz davor Luftunterstützung anzufordern, da nutzte der Beamte eine leichte Unachtsamkeit in der Deckung der vermissten Pute und schmiss sich todesmutig mit einem 'Becker-Hecht' auf das Geflügel. Es gelang ihm dabei, sich so abzurollen, dass weder er noch die Vermisste Verletzungen bei dieser Ingewahrsamnahme davontrugen.“

Eine Passantin hatte die Verfolgungsjagd offenbar beobachtet. Sie kam den Polizisten schließlich mit einer Transportbox zur Hilfe. Damit „konnte die Vermisste der Polizeiwache Lünen zugeführt werden. Dort wurde sie zunächst in die Gewahrsamszelle 2 gesperrt.“

Kein Foto von der Drogen-Pute

Die Beamten informierten den Besitzer der Drogen-Pute, der sein Tier umgehend von der Wache abholte. Auch die Transportbox ging zurück zu ihrer Besitzerin.

Doch damit nicht genug der guten Laune. Ans Ende der Meldung hingen die Beamten noch einen Vermerk für Journalisten. „Der Pressemitteilung ist ein Foto der Pute beigefügt. Sie gilt seit gestern nun nicht mehr als vermisst. Nach Inkrafttreten der neuen 'Putenschutz-Grundverordnung (PSGVO)' dürfen wir das Gesicht der Pute daher nicht mehr unverfremdet zeigen“, witzeln die Beamten. (vh)

 
 

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