Dreist vorgetäuschte Autopanne auf A57 bei Köln: 30-Jähriger wird mit Holzlatte niedergeknüppelt

Auf der A57 bei Köln/Worringen wurde einem hilfsbereiten Pannenhelfer (30) sein Engagement zum Verhängnis.
Auf der A57 bei Köln/Worringen wurde einem hilfsbereiten Pannenhelfer (30) sein Engagement zum Verhängnis.
Foto: imago/westend61
  • Zwei Männer mit augenscheinlicher Autopanne bitten um Hilfe
  • 30-jähriger Fahrer will helfen
  • Polizei sucht nach Gewalttat Zeugen und bittet um Hilfe

Köln. Am Donnerstagmittag (18.01.) gegen 12.20 Uhr fuhr ein Mercedesfahrer (30) aus der Richtung Neuss auf der Autobahn A57.

Dann bemerkte er zwei Unbekannte, die in Höhe der Ausfahrt Worringen seitlich an der Straße standen, augenscheinlich mit einer Autopanne. „Unmittelbar hinter der Überführung war ein älterer 3-er BMW am Fahrbahnrand offenbar liegengeblieben“, sagte der Mercedesfahrer später gegenüber der Polizei aus.

„Neben dem silbernen Kombi mit Bochumer Zulassung standen zwei circa 30-jährige, schwarzhaarige Männer“, so der 30-Jährige. Er hielt an, um zu helfen und stieg aus seinem Fahrzeug aus.

Täter fragten sofort nach Bargeld

Sofort fragten die beiden Männer den Mercedesfahrer nach Bargeld, was ihn misstrauisch machte. Der Fahrer verneinte und gab den Männern kein Bargeld: Als er sich dann auf den Rückweg zu seinem Wagen machen wollte, folgten ihm die beiden Unbekannten. Aggressiv redeten die Männer auf ihn ein und blieben bei ihrer Forderung.

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Fahrer versucht sich mit Farbroller zu verteidigen

Um die beiden Männer auf Distanz zu halten, griff der Fahrer sich einen Farbroller aus seinem Wagen. Dann ging alles ganz schnell: Einer der beiden Männer griff sich wohl, als der Fahrer kurz abgelenkt war, eine Holzlatte und schlug mit dem Holz auf ihn ein. Daraufhin ging der 30-Jährige wohl schnell zu Boden.

Unbekannte schnappen sich Handy und Autoschlüssel

Die beiden Unbekannten schnappten sich das Handy und den Autoschlüssel des Verletzen. Dann flüchteten die Täter mit ihrem Auto in eine unbekannte Richtung.

Mitarbeiter der Autobahnmeister Köln finden Opfer zufällig

Später fanden zwei Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Köln den Verletzten: Er hatte unter anderem Kopfverletzungen. Bis die Rettungskräfte vor Ort eintrafen, leisteten die Mitarbeiter Erste Hilfe.

Der Verletzte wurde dann zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gefahren. Sein Auto konnte die Polizei sicher stellen.

Kripo Köln ermittelt und sucht nun Zeugen

Die Polizei schließt nicht aus, dass die flüchtigen Täter bereits zuvor einige Zeit an der Ausfahrt Worringen auf mögliche Opfer gewartet hatten: Das ermittelnde Kriminalkommissariat 14 bittet Zeugen dringend um Hinweise: Tel.-Nr. 0221 229-0 oder per E-Mail auf poststelle.koeln@polizei.nrw.de (mj)

 
 

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