Drei NRW-Städte ganz vorne: Unfassbar, wie viel Müllgebühren hier anfallen

Die Müllgebühren in deutschen Städten unterscheiden sich stark. Doch ausgerechnet in drei NRW-Städten sind sie besonders hoch.
Die Müllgebühren in deutschen Städten unterscheiden sich stark. Doch ausgerechnet in drei NRW-Städten sind sie besonders hoch.
Foto: Patrick Seeger/ dpa

Wo zahlen die Bürger in Deutschland die höchsten Müllgebühren? Nicht etwa in München, Stuttgart oder Hamburg. Nein, unerwartet landen drei Städte aus NRW auf dem Siegerpodest.

„Haus & Grund“ hat berechnet, dass der Abtransport der vier Müllsorten Restmüll, Biomüll, Sperrmüll und Altpapier für eine Musterfamilie (bestehend aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern) in Bergisch-Gladbach, Moers und Leverkusen am teuersten ist. Dem Spitzenreiter Leverkusen wirft der Verband vor, dass das Gebührensystem unflexibel, zu hoch und undurchsichtig sei.

Rundumpaket kostet in Leverkusen schnell über 1000 Euro

So zahlt eine Person eine Jahresgebühr von 87,21 Euro, dabei beträgt das bereitgestellte Volumen nur 15 Liter pro Woche. Eine Biotonne wird erst gar nicht angeboten. Möchte der Leverkusener Musterhaushalt nun wöchentlich ein Rundumpaket mit einer Behältergröße von 120 Litern, fallen schnell Kosten von 1008 Euro jährlich an. Zum Vergleich: Nur wenige Kilometer weiter, in Köln, ist es mit 431 Euro nicht einmal mehr die Hälfte.

Trotz eines geringen Services zahlt der Haushalt in Leverkusen also deutlich mehr.

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Abfallbetriebe kritisieren Berechnungen

Dabei sind die Berechnungen von „Haus & Grund“ nicht unumstritten. Die Abfallwirtschaftsbetriebe weisen darauf hin, dass weitere Faktoren berücksichtigt werden müssten. Zum Beispiel, wie weit der Müllwagen fahren muss, wie groß die Tonne ist und wie oft sie geleert wird. Darüberhinaus spielen auch die Kosten eine Rolle, die an Wertstoffhöfen anfallen.

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Haus & Grund-Präsident Kai Wernicke verteidigt hingegen die Zahlen. Die Berechnungen sollen nur den Modellfall abbilden, eine Verallgemeinerung der Ergebnisse sei voll im Rahmen.

Wichtig sei, dass niemand an den Pranger gestellt werden soll: „Wir wollen für Transparenz sorgen und die Städte und Gemeinden motivieren, ihre Dienstleistungen für die Bürger günstiger, flexibler und transparenter anzubieten. Damit könnten sie einen erheblichen Beitrag zur Verringerung der Wohnkosten leisten.“

 
 

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