Dortmund

Ärger um Festi Ramazan in Dortmund: OB Sierau greift zu außergewöhnlichem Mittel

Oberbürgermeister Ullrich Sierau veranstaltete eine Bürgeranhörung für Anwohner zum Festi Ramadan in Dortmund. (Symbolbild)
Oberbürgermeister Ullrich Sierau veranstaltete eine Bürgeranhörung für Anwohner zum Festi Ramadan in Dortmund. (Symbolbild)
Foto: imago images / epd

Dortmund. Vom 3. Mai bis zum 3. Juni soll auf dem Parkplatz E2 an den Westfalenhallen in Dortmund von 18 Uhr bis Mitternacht das Festi Ramazan stattfinden. Anwohner befürchten Lärm, Stau und Hupkonzerte rund um den Remydamm bis weit über diese Uhrzeit hinaus.

Die Stadt versucht, Maßnahmen zu treffen, um die Belastung der Anwohner möglichst gering zu halten Zum Beispiel muss das Festi Ramazan auf Lautsprecher und Verstärker verzichten. Falls es nach Mitternacht trotzdem noch laut sein sollte, würde der Bürgermeister das Fest frühzeitig beenden. Das sagte Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) am Mittwoch auf einer Bürgeranhörung.

Dortmund: Festi Ramazan bereitet den Anwohnern Sorge

Außerdem fürchten die Anwohner Verkehrsprobleme. Vor allem mit den Parkplätzen vor Ort erwarten sie Schwierigkeiten. Der Parkplatz am Remydamm ist der einzige Ort in Dortmund, an dem so viele Menschen ein Fest feiern und gleichzeitig ihre Autos in der Nähe parken können.

Bisher hat die Stadt Dortmund keine Genehmigung für das Festi Ramazan erteilt. Dazu fehle bisher noch ein Lärmschutzgutachten. Wenn dies vorliegt, kann Festi Ramazan stattfiinden. Das sagte Sierau in einer Informationsveranstaltung für Anwohner.

Kontrollmessungen sollen Lärm-Obergrenze überwachen

Während des Fests dürfen die gesetzlichen Lärm-Grenzwerte nicht überschritten werden. Kontrollmessungen soll es über die gesamte Dauer des Festivals geben.

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Falls es für die Anwohner doch mal einen Grund zur Beschwerde geben sollte, richtet der Bürgermeister ein Beschwerdetelefon ein. Er will „ausgewählten Anwohnern“ seine private Handynummer geben, damit die ihn direkt erreichen können, sollte es Probleme geben.

Festi Ramazan demnächst an der Westfalenhütte?

Die Anwohner hoffen trotz aller Maßnahmen, dass die Stadt für das Fest in Zukunft einen anderen Veranstaltungsort findet. Denkbar wären die Flächen an der Westfalenhütte und auf dem ehemaligen Gelände von HSP Spundwand.

Zuletzt fand das Festival als religiöses Fest statt, in diesem Jahr soll das Festi Ramazan ein „Spezialmarkt“ werden. Erwartet werden bis zu 12.000 Besucher pro Tag.

Neben traditionellen türkischen Speisen und Fahrgeschäften präsentieren sich dort auch lokale Unternehmer. Laut Veranstalter Fatih Ilhan ist es das größte Ramadan-Fest Europas. (vh)

 
 

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