Dortmund

Dortmund: DIESE Hauptverkehrsader wird jetzt zur Tempo 30-Zone!

In Dortmund dürfen ausgerechnet an einem Verkehrsknotenpunkt bald nur noch 30 km/h gefahren werden!
In Dortmund dürfen ausgerechnet an einem Verkehrsknotenpunkt bald nur noch 30 km/h gefahren werden!
Foto: imago stock&people / imago images / Schöning; Montage DER WESTEN

Dortmund. Die gute Nachricht: In Dortmund sind Dieselfahrzeuge auch zukünftig erlaubt. Die schlechte: Zahlreiche Maßnahmen in Dortmund werden die Autofahrer trotzdem ausbremsen.

Dortmund: Jetzt kommt die Umweltspur

Denn Dortmund muss seine Stickstoffdioxid-Werte verringern.

Deshalb wird eine Umweltspur auf der Brackelerstraße in Dortmund eingeführt, inklusive der Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h in diesem Bereich.

Die Umweltspur dürfen dann nur Linienbusse, Elektrofahrzeuge und Radfahrer nutzen. Anderen Fahrzeuge müssen auf die mittlere Spur ausweichen.

Dortmund: Diese Hauptverkehrsader wird zur Tempo 30-Zone

Doch eine Sache wird die Autofahrer besonders heftig treffen: Auf der Ruhrallee darf ebenfalls nur noch maximal Tempo 30 gefahren werden!

Die Straße verbindet die vielbefahrene Bundesstraße 1 mit dem Innenstadt-Wall in Dortmund, Stau ist also vorprogrammiert.

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Außerdem soll der Autoverkehr in dem Bereich Ruhrallee/Rheinlanddamm durch veränderte Ampelschaltungen gedrosselt werden. „Grüne Wellen“ für Autofahrer in Richtung Innenstadt soll es dadurch nicht mehr geben.

Dortmund: 17-seitiges Maßnahmenpaket

Aber das ist noch nicht alles! Die neuen Regelungen gehören zu einem 17-seitigem Gesamtkonzept, dass das Land Nordrhein-Westfalen mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) erarbeitet hat. Weitere Maßnahmen sind:

  • Das Fahrverbot für Lkw (über 7,5 Tonnen) auf dem Autobahnabschnitt A40 der Bundesstraße 1 wird auch auf den Tag ausgeweitet. Bisher galt das Durchfahrtsverbot nur für nachts.
  • Sollte das nicht reichen, wird auch Lkw unter 7,5 Tonnen die Durchfahrt verboten.
  • Die Stadt Dortmund verpflichtet sich, mehr E-Autos für den städtischen Fuhrpark anzuschaffen (von 31 Autos auf 76).
  • Es soll mehr Stromladesäulen für E-Autos im Stadtgebiet geben, bisher sind es 180 (Ziel bis Ende 2021: 400 weitere Säulen).
  • Ticketvergünstigungen für den Nahverkehr.
  • Anrdt- und Nordstraße sollen 2021 als Fahrradstraßen ausgebaut werden.
  • Die Zahl der Parkplätze für Autos wird reduziert.

Laut DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch überschreite Dortmund seit zehn Jahren den Grenzwert für das Dieselabgas Stickstoffdioxid. Durch das Maßnahmenpaket soll der Verkehr auf den besonders belasteten Straßenabschnitten um 20 Prozent verringert werden.

Dortmund: „Die Grünen“ mit Warnung

Die Partei „Bündnis 90/Die Grünen“ betonte im Dortmunder Rat, dass weitere Veränderungen in der Verkehrspolitik möglich seien.

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„Die Geschwindigkeitsreduzierung auf der Ruhralle ist ein Modell, das auch für weitere Verkehrsachsen in Dortmund geprüft werden sollte“, heißt es in einer Mitteilung.

Das Land NRW und die DUH werden am 11. und 12. Februar weitere Vergleichsgespräche zur Verkehrspolitik führen, dann geht es unter anderem um die Städte Wuppertal, Hagen, Bielefeld, Bochum, Paderborn, Oberhausen und Düren.

>>>Düsseldorf hat bereits eine Umweltspur. Wie sehr diese den Verkehr in der Landeshauptstadt beeinträchtigt, kannst du hier lesen. (kv mit dpa)

 
 

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