Diese App verrät dir, welche Rasse in deinem Hund steckt: „Gruselig, wie genau es funktioniert“

Schnell ein Schnappschuss vom Hund gemacht und sofort erfährst du die Rasse - das verspricht die App Dog Scanner.
Schnell ein Schnappschuss vom Hund gemacht und sofort erfährst du die Rasse - das verspricht die App Dog Scanner.
Foto: Dog Scanner

Münster. Weißt du, welche Rassen wirklich in deinem Hund stecken? Vielleicht ein bisschen Dackel, Labrador, Golden Retriever oder sogar Chihuahua. Viele Hundehalter haben keinen blassen Schimmer, welche Kreuzung sie durch den Alltag begleitet.

Hund: App verrät dir, welche Rassen in deinem Vierbeiner stecken.

Eine App soll bei ahnungslosen Herrchen und Frauchen für Aufklärung sorgen. „Schieße ein Foto und erhalte deine Antwort sofort!“, verspricht die Anwendung Dog Scanner. Die Reaktionen der User: größtenteils positiv, wie Bewertungen im Play Store zeigen.

„Gruselig, wie genau es funktioniert. Unser Rüde ist ein Mix aus Olde English Bulldog, English Bulldog und French Bulldog“, schreibt eine App-Nutzerin dort. In einer anderen Rezension heißt es: „Hammer! Haben einen Mischling aus dem Tierschutz adoptiert und diese App hat tolle Anhaltspunkte geliefert, welche Rassen in ihr stecken könnten. Obwohl sie gesessen hat, hat die App sogar erkannt, das höchstwahrscheinlich Dackel mit drin steckt.“

Dog Scanner erkennt deinen Hund

Doch wie kann die App solch zuverlässige Aussagen treffen? DER WESTEN hat mit dem Erfinder von Dog Scanner, Tim Terfort, gesprochen.

Der 26-Jährige hat vor einem Jahr sein IT-Studium an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster abgeschlossen. „Das Glück, selbst Hundehalter zu sein, hatte ich leider noch nicht“, verrät er. Erst die App hat ihn auf den Hund gebracht.

Dabei hat er die Entwicklung der App, die seit Juli 2017 am Start ist, komplett selbst übernommen. Dabei scheint seine Idee einen Nerv getroffen zu haben – schon mehr als eine halbe Million Menschen hat sich Dog Scanner herunter geladen.

Dennoch betont der junge Entwickler: „Meine primäre Intention für die Entwicklung der App war und ist jedoch nie kommerzieller Natur gewesen.“

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Ein Produkt erschaffen, das genutzt wird

Vielmehr entstand die Entwicklung der App aus einer technischen Motivation: „In den letzten Jahren habe ich mich zunehmend mit den Themengebieten der Künstlichen Intelligenz beziehungsweise des maschinellen Lernens beschäftigt.“ Tim ging auf die Suche, stellte sich die Frage: Wie kann ich mich mit Methoden aus dem Bereich Maschinelles Lernen beschäftigen und gleichzeitig ein Produkt erschaffen, das genutzt werden kann?

Er entwirft die App Dog Scanner.

Als er merkt, wie viele Leute Spaß daran haben die Dog-Scanner-App zu verwenden, ändert sich seine Motivation: „Es ist einfach schön, an etwas zu arbeiten, was derart viele Menschen erreicht. Ohne das starke Feedback der Nutzer hätte ich das Projekt sicherlich nicht in dem Maße fortgeführt.“

So funktioniert die Dog-Scanner-App

Und so funktioniert sie: Eine Künstliche Intelligenz (KI) betrachtet eine große Menge Hundebilder. Der Entwickler erklärt: „In diesem Training genannten Vorgang lernt die KI zunehmend, was genau das Aussehen einer bestimmten Hunderasse ausmacht.“ Die KI entscheidet also beim Scannen eines Hundes selbstständig, welche Hunderasse zu sehen ist.

So können bei einem Mischling bis zu vier verschiedene Hundesorten bestimmt werden.

Durch Maschinelles Lernen nimmt die App das Feedback der Nutzer auf und verbessert sich somit automatisch. Schreibt ein Nutzer, dass die Suche fehlerhaft war, nimmt sie die Kritik auf und optimiert die Suche.

Cat Scanner: Katzenliebhaber kommen nicht zu kurz

Das Konzept funktioniert so gut, dass Tim seit September 2018 eine weitere hilfreiche App an den Start gebracht hat: den Cat Scanner. Das System ist dasselbe, nur erkennt die App Katzen statt Hunde.

Hier gibt es den Dog Scanner und Cat Scanner

Den Dog Scanner und Cat Scanner gibt es kostenlos bei Google Play und im App Store. Möchtest du die Apps offline nutzen und keine Werbung erhalten, kosten sie 2,99 Euro.

Dieser Artikel erschien zuerst im Februar 2019 auf DER WESTEN.

 
 

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