Große Moschee in NRW eröffnet – Ministerpräsident Laschet stellt klar: „Islam gehört zu Nordrhein-Westfalen!“

Armin Laschet hielt bei der Eröffnung der neuen Ditib-Moschee in Aachen eine bewegende Rede.
Armin Laschet hielt bei der Eröffnung der neuen Ditib-Moschee in Aachen eine bewegende Rede.
Foto: imago/epd

Aachen. Klare Worte von Armin Laschet bei der feierlichen Eröffnung der neuen Ditib-Mosche in Aachen.

Nach siebenjähriger Bauzeit wurde die Yunus-Emre-Moschee am Samstag in Aachen eröffnet – pünktlich zum Ramadan. Der Fastenmonat beginnt am kommenden Dienstag.

Jahrelang musste die Gemeinde in einer alten Tankstelle beten. Viele der 900 Gemeindemitglieder mussten speziell an hohen Feiertagen draußen bleiben und ihre Gebete auf Plastikteppichen verrichten. In der neuen Moschee finden nun mehr als 600 Betende unter einer riesigen Glaskuppel Platz.

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Laschet: „Lassen unsere friedliche Gesellschaft nicht kaputt machen“

NRW-Ministerpräsident war bei der Eröffnung zu Gast und stellte: „Der Islam gehört zu Nordrhein-Westfalen und die 1,5 Millionen Muslime sind selbstverständlich Teil unserer Gesellschaft.“

Der CDU-Politiker richtete deutliche Worte an Rassisten und Fremdenfeinde: „Wir stehen zusammen und lassen uns unsere friedliche Gesellschaft nicht durch Hass kaputt machen.“

Die Moschee wurde mit einer interreligiösen Zeremonie eröffnet, bei der Bibel- und Koranverse rezitiert wurden. Neben dem Imam der Ditib-Gemeinde nahmen auch der Pfarrer der benachbarten katholischen Kirche sowie der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Aachen an der Eröffnung teil.

Neue Mosche „Haus für alle Aachener“

Die neue Moschee wurde nach dem Volksdichter Yunus Emre (1240 – 1321) benannt und stellt ein Wahrzeichen für das friedliche Miteinander dar, sagte der Gemeinde-Vorsitzende Abdurraham Kol. Auch Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp sagte: „Die Yunus-Emre-Moschee gehört zu Aachen und wird ein Haus für alle Aachener sein.“

8,5 Millionen Euro Baukosten fielen für die neue Moschee an. Davon kamen 6 Millionen Euro durch Spenden zusammen, erklärte Osman Karaduman, Schatzmeister der Aachener Ditib-Gemeinde. Auch viele Nichtmuslime hätten sich an den Spenden beteiligt. Zudem stellten viele türkischstämmige Handwerker ihre Arbeitskraft unentgeltlich zur Verfügung, um das große Projekt zu realisieren.

 
 

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