Emotionale Geschichte: Leukämie-Kranke postet bis zum Tod - und kann damit etwas bewegen

Man kann sich als Spender registrieren lassen, um Menschen mit Blutkrebs zu helfen.
Man kann sich als Spender registrieren lassen, um Menschen mit Blutkrebs zu helfen.
Foto: Imago

Paderborn. Sieben Monate ist ihr erster Post her - die junge Frau teilte damals bei der anonymen Chat-App Jodel mit, dass sie wahrscheinlich an Blutkrebs erkrankt sei. Bis zu ihrem Tod teilt sie anonym ihren Weg mit der Onlinegemeinde - und löst damit nicht nur eine Welle der Anteilnahme, sondern auch der Hilfsbereitschaft aus. Sogar noch jetzt, nach ihrem Tod.

Mehr als ein halbes Jahr teilte sie ihren Weg

Die Nutzerin der Studenten-App berichtete seit dem ersten Verdacht regelmäßig von ihrer Krankheit. Sie schilderte, wie sie ihren Eltern die Diagnose mitteilte, erzählte von der Chemo, dem fehlenden Stammzellenspender und auch ihrem Umgang mit dem frühen Tod. Das berichten die Westfälischen Nachrichten.

Auch wenn bis heute weder die Echtheit noch die Identität der jungen Frau, die nach eigenen Angaben an der Uni-Klinik Münster behandelt wurde, bestätigt wurde, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Geschichte stimmt. Sogar die Jodel-Betreiber teilten das Schicksal der jungen Frau auf ihrer offiziellen Facebook-Gruppe.

Gerade die Offenheit, mit der sie über ihre Emotionen schreibt, die mit ihrer Krankheit einhergingen, bewegte die Jodel-Gemeinde zutiefst. Viele User begleiteten sie bis zum Ende. So schreibt die Frau vor rund einem Monat: „Hallo ihr Lieben. Mir geht es nicht wirklich gut, meine Blutwerte sind noch schlechter geworden und mein Arzt meint, dass mir nicht mehr viel Zeit bleiben wird. Aber das ist völlig okay inzwischen. Ich hoffe euch geht es gut“.

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Freundin berichtete bei Jodel vom Tod

Schlussendlich verlor sie aber den Kampf gegen den Krebs und so schrieb eine Freundin in ihrem Namen: „Hallo ihr lieben! Ich melde mich hier im Auftrag von OJ, da sie das so gewünscht hat. Ich muss euch leider mitteilen, dass sie den Kampf verloren hat und bereits vor 4 Tagen im Kreis der Familie und Freunden verstorben ist. Wir sind unendlich dankbar für jeden Tag, der uns geschenkt wurde. Sie hat bis zu letzte ihr Lachen und ihren Humor nicht verloren und ich bin ihr so dankbar dafür.“

Und auch, wenn die junge Frau ihr Leben lassen musste, hat sie mit ihrer Offenheit etwas ausgelöst: Auch noch nach ihrem Tod posten viele Jodel-Nutzer, dass sie aufgrund ihrer Geschichte, sich als Spender beim DKMS registriert haben. (jgi)

 
 

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