Deutsche Bahn: Diese Grafik erklärt auf einen Blick, warum so viele Züge verspätet ankommen

Ein Bericht zeigt, warum es häufig zu Verspätung und Ausfällen bei der Deutschen Bahn kommen könnte.
Ein Bericht zeigt, warum es häufig zu Verspätung und Ausfällen bei der Deutschen Bahn kommen könnte.
Foto: dpa Picture-Alliance / Martin Moxter / picture alliance / imageBROKER

Berlin. Man muss kein Wirtschaftsexperte sein, um zu verstehen: Bei der Deutschen Bahn läuft es alles andere als rund. Verspätungen, Ausfälle und Pannen bringen den größten deutschen Staatskonzern regelmäßig in die Schlagzeilen.

Eine Statistik zeigt nun besonders anschaulich, woran es bei der Deutschen Bahn hapert. Das Online-Magazin Krautreporter legt offen, warum ständig so viele Züge zu spät kommen.

Deutsche Bahn: Statistik zeigt, woran es hapert

Ein Balkendiagramm zeigt die Entwicklung der Fahrgäste seit 1994. Und die ist durchaus positiv. Nahmen damals noch 3,5 Millionen Fahrgästen pro Tag die Bahn, sind es mit 7 Millionen im Jahr 2017 doppelt so viele.

Nun steht im Gegensatz dazu die Zahl der Angestellten seit 1985. Die hat sich nämlich mehr als halbiert. Arbeiteten in den Achtzigern noch 575.000 Personen bei der Bahn, sind es 2017 nur noch 198.000.

Für das Magazin ein Indikator für Verspätungen im Schienenverkehr.

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Im Ruhrgebiet versucht die Bahn gegenzusteuern

Auch eine weitere Statistik lässt aufhorchen. Denn die Deutsche Bahn fährt viele Haltestellen gar nicht mehr an. Eine mögliche Ursache dafür: Seit 1994 ist das Schienennetz von 42.790 auf 33.193 Kilometer im Jahr 2015 gesunken. Städte wie Chemnitz sind gar nicht mehr an den Fernverkehr angeschlossen.

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Alarmierende Zahlen, denen die Bahn im Ruhrgebiet mit neuen Zügen und ausgebauten Streckennetzen entgegenwirkt. Seit zwei Wochen können Fahrgäste mit dem neuen Rhein-Ruhr-Express von Aachen durch das Rheinland und Ruhrgebiet bis nach Kassel-Wilhelmshöhe fahren. Weitere Linien sollen bis 2020 alle 15 Minuten auf der Kernstrecke zwischen Köln und Dortmund verkehren.

Hier eine Übersicht:

  • Dezember 2018, RE 11 (Düsseldorf - Kassel-Wilhelmshöhe), Betreiber Abellio
  • Juni 2019, RE 5 (Wesel-Koblenz), Betreiber National Express
  • Dezember 2019, RE 6 (Minden-Köln), National Express
  • Juni 2020, RE 1 (Aachen - Hamm), Abellio
  • Dezember 2020, RE 4 (Aachen - Dortmund), National Express

Die neuen Fahrzeuge bieten mehr Sitzplätze, müssen Dank neuer Schienen keine Rücksicht auf den Fernverkehr nehmen und sollen weniger anfällig für technische Störungen sein. Wie es sich im neuen RRX fährt, kannst du hier lesen. (mb)

 
 

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