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Deutsche Bahn in NRW: Wichtige Strecke gesperrt – und jetzt kommt es richtig dicke

Chaos bei der Deutschen Bahn in NRW. Neben der geplanten Sperrung der Haupt-Strecke im Ruhrgebiet, verschärft ein neues Problem die Lage.

© IMAGO / Jochen Tack

Deutsche Bahn

Die Geschichte des deutschen Eisenbahnkonzerns

Pendler, die auf die Deutsche Bahn im Ruhrgebiet angewiesen sind, müssen jetzt ganz stark sein. In dieser Woche hat eine Großbaustelle zwischen Dortmund und Bochum erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr im Ruhrgebiet. Ab Montagabend (21 Uhr) bis Donnerstagmorgen (5 Uhr) hält deshalb kaum ein Zug an den Hauptbahnhöfen zwischen Bochum und Mülheim.

Doch nicht nur auf der Hauptverkehrsachse quer durchs Ruhrgebiet musst du in den nächsten Tagen mit Einschränkungen rechnen. Denn neben den geplanten Bauarbeiten verschärft ein weiteres Problem bei der Deutschen Bahn die Lage für Pendler.

Deutsche Bahn in NRW: Umleitung wegen Großbaustelle

3,8 Kilometer Schienen sollen in den nächsten Tagen zwischen Dortmund und Bochum erneuert werden. Dafür müssen die National-Express-Züge (RRX) der Linien RE6, RE1 und RE11 ab Dortmund eine Umleitung fahren. Unter anderem die Halte Bochum Hauptbahnhof, Essen Hauptbahnhof und Mülheim Hauptbahnhof entfallen. Die Züge werden zwischen Dortmund und Duisburg über Gelsenkirchen, Herne, Essen Altenessen und Oberhausen umgeleitet (mehr hier).

Immerhin die Züge der Linie S1 sollen im Zeitraum der Bauarbeiten planmäßig fahren. Zumindest dann, wenn nicht ein anderes akutes Problem der Deutschen Bahn in NRW noch größer wird. Denn nach eigenen Angaben hat das Unternehmen mit einem außerordentlich hohen Krankenstand zu kämpfen.

Hoher Krankenstand: Deutsche Bahn in NRW zieht Konsequenzen

Immer wieder ist es in den vergangenen Tagen und Wochen zu kurzfristigen Zugausfällen wegen Krankheitsfällen gekommen. Deshalb hat die Deutsche Bahn nun weitere Konsequenzen gezogen. Demnach kommen auf Pendler bis Weihnachten noch mehr Einschränkungen im Regionalverkehr hinzu. So werde es auf der Linie S3 einen Teilausfall zwischen Oberhausen und Essen geben. Die S68 falle komplett aus. Die Taktung der Linien RB32 und RB40 werde reduziert. Fahrgäste sollten alternativ auf parallel verlaufende Linien ausweichen. Wenn die jedoch auch ausfallen, bleibt nur der Schienenersatzverkehr, auf den der VRR pocht.

Der Verkehrsverbund klagt, dass es „kein verlässliches und für die Fahrgäste planbares Angebot“ mehr gegeben habe. Deshalb sei es nun zu der einschneidenden Entscheidung gekommen. Das ausgedünnte Angebot auf einzelnen Strecken soll dazu führen, dass der Betrieb auf anderen Linien gesichert wird. Ein Kompromiss, der nicht allen Fahrgästen gefallen dürfte.

Deutsche Bahn macht großes Versprechen

Die Deutsche Bahn bedauere die „geringen regionalen Einschränkungen im Zugverkehr.“ Das Unternehmen sei bemüht, die Auswirkungen für die Reisenden, „so gering wie möglich zu halten“. Sprecher Dirk Pohlmann verwies in dem Zusammenhang darauf hin, dass man in den vergangenen Jahren „so viele neue Mitarbeitende eingestellt habe wie nie“. In diesem Jahr feiere die Deutsche Bahn einen Einstellungsrekord mit 26.000 neuen Mitarbeitern.


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Das hat leider bislang wenig Auswirkungen auf die Verlässlichkeit des Unternehmens. Das beklagt auch der VRR, der dem DB-Regio-Vorstand nach eigenen Angaben deutlich gemacht habe, „im Sinne der Fahrgäste alle Anstrengungen zu unternehmen, um künftig Zugausfälle dieser Größenordnung zu vermeiden“. (mit dpa)