Dem Ruhrgebiet droht ein Super-Stau: DAS darfst du auf keinen Fall tun, wenn du auf der Autobahn nicht weiter kommst

In NRW droht ein Super-Stau-Wochenende. (Symbolbild)
In NRW droht ein Super-Stau-Wochenende. (Symbolbild)
Foto: Volker Hartmann/FUNKE Foto Services

Am Mittwochnachmittag ist es endlich so weit: Deutschland startet in ein langes Wochenende.

Wer sich eine kleine Auszeit fernab der Heimat gönnen will, sollte aber wissen: die Stau-Karte, die der ADAC vor dem verlängerten Wochenende veröffentlicht hat, ist ziemlich rot. Vor allem dem Revier droht ein Super-Stau.

Betroffen sind so gut wie alle Streckenabschnitte zwischen Düsseldorf, Dortmund und Köln - unter anderem die A1, A2, A3, A40, A42, A43, A44, A52 oder auch die A57.

Solltest du das Pech haben und im Stau stehen, solltest du einige Regeln beachten, die der ADAC zusammengefasst hat.

So verhältst du dich im Stau richtig

Du darfst nicht aus deinem Auto steigen

Auch im Stau ist es nicht erlaubt, das Fahrzeug zu verlassen. Das regelt §18 der Straßenverkehrsordnung. Die Fahrbahn darfst du nur betreten, um eine Unfallstelle abzusichern. Solltest du dich nicht daran halten, musst du mit einer Strafe von 10 Euro rechnen.

Was aber tun, wenn kein Ende des Staus in Sicht ist? „Steht der Verkehr auf der Autobahn bei einer Vollsperrung für lange Zeit, wird die Polizei jedoch vermutlich auf eine Anzeige verzichten, wenn Sie kurz aussteigen und sich die Beine vertreten", schreibt der ADAC. Aber: Achte darauf, die Rettungskräfte nicht zu behindern und entferne dich nicht zu weit von deinem Fahrzeug - oft löst sich ein Stau genauso schnell auf, wie er entstanden ist.

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Du darfst nicht auf dem Standstreifen fahren oder dort halten

Egal, wie sehr es sich auch staut: Auf der Standspur darfst du unter keinen Umständen fahren. Wer dennoch den Standstreifen nutzt, etwa um schneller zum Rastplatz oder zur Autobahnausfahrt zu gelangen, riskiert 75 Euro Bußgeld und einen Punkt. Es gibt nur eine einzige Ausnahme: Wenn Verkehrszeichen die Nutzung des Standstreifens erlauben.

Auch das Halten auf dem Standstreifen der Autobahn ist verboten. Wenn du dagegen verstößt, musst du 30 Euro Verwarnungsgeld zahlen. Beim Parken wird es noch teurer: 70 Euro Bußgeld und ein Punkt.

Du darfst nicht rückwärtsfahren oder wenden

Auch im Stau ist es tabu, rückwärts auf der Autobahn zu fahren oder zu wenden - es sei denn, die Polizei fordert dich dazu auf. Hältst du dich nicht daran, droht dir eine Geldbuße bis zu 200 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.

Auch im Stau hat das Handy nichts am Ohr verloren

Auch während eines Staus ist das Telefonieren ohne Freisprechanlage strikt verboten, sofern der Motor nicht ausgeschaltet ist. Missachtest du diese Regel, musst du mit einer Strafe von 100 bis 200 Euro, zwei Punkten und einem Fahrverbot rechnen.

Du darfst dich nicht mit dem Motorrad durch den Stau schlängeln

Gerade wenn es draußen heiß ist und die Sonne auf den Motorradhelm knallt, ist ein Stau vor allem für Motorradfahrer unangenehm. Dennoch: Du darfst dich nicht auf dem Motorrad zwischen den anderen Verkehrsteilnehmern hindurchschlängeln. Sonst riskierst du eine Geldbuße von 100 Euro und einen Punkt.

Es ist dir zwar erlaubt, links zu überholen - aber in den meisten Fällen bleibt nicht genügen Platz, um einen ausreichenden Sicherheitsabstand zur Fahrzeugkolonne einzuhalten.

So kannst du dich auf einen Stau vorbereiten

Schon im Vorfeld kannst du dich auf einen Stau vorbereiten. Bernd Emmrich, Stauberater beim ADAC, rät beispielsweise, reichlich zeit für die Fahrt in den Urlaub einzuplanen. „Oft sind Reisende einfach schlecht vorbereitet: Ein auf Kante genähter Zeitplan erzeugt bei Stau oder Panne unweigerlich Stress im Auto", sagt Emmrich.

Auch die Fahrzeuge kommen bei den heißen Temperaturen in Kombination mit einem Stau leicht mal an ihre Grenzen. Deshalb kann Emmrich allen Autofahrern empfehlen, ihr Fahrzeug schon im Vorfeld fachmännisch überprüfen zu lassen. Unter anderem darauf, ob genügend Kühlwasser im Behälter ist.

Für den Stau-Notfall solltest du auch unbedingt genügend Trinken einpacken - und natürlich Warnwesten und ein Warndreieck. Zu guter Letzt hat der Experte noch einen ganz wichtigen Tipp an alle Reisende: „Auch im Stau ruhig bleiben. Streit im Auto bringt keinem etwas", rät Emmrich.

Mit diesen Tipps steht dem Wochenendtrip an Christi Himmelfahrt ja nichts mehr im Wege! (bs)

 
 

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