Essen

Das „glücklichste Mädchen der Welt“: Diese 5 Revier-Geschichten haben uns 2017 Hoffnung gemacht

Bivsi kehrt nach Deutschland zurück

Die abgeschobene Schülerin Bivsi Rana und ihre Familie kamen am Mittwochmorgen in Düsseldorf an: Tränen der Freude flossen, als dutzende Mitschüler sie am Gate empfingen.

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  • Das Revier erlebte 2017 viele schwere Momente
  • Doch es gab auch echte Helden, Lacher und Hoffnungsmacher
  • Wir haben für dich fünf Geschichten gesammelt, die Hoffnung machen

Essen. Das Jahr 2017 war für das Revier nicht immer leicht. Im März hielt der Herner Doppelmörder Marcel Heße das Ruhrgebiet in Atem, bei Thyssen-Krupp droht durch die geplante Fusion mit Tata ein Jobabbau und die Vorfälle am Rande des Zombie-Walks schockierten viele Essener. Doch es gab auch viele schöne Geschichten, die Hoffnung machen.

Duisburgerin Bivsi erlebt nach dem Schock ein Happy End

Die Meldung, dass die 14 Jahre alte Duisburgerin Bivsi aus dem Unterricht geholt wurde und mitsamt ihrer Familie nach Nepal abgeschoben wurde, sorgte zunächst bei vielen Menschen im Revier für Entsetzen.

Schließlich war die Familie bestens integriert. Bivisi ging aufs Gymnasium, ihr Vater arbeitete seit Jahren in einem Essener Sushi-Laden.

Ausgerechnet diese Familie war in Deutschland nun nicht mehr erwünscht? Doch nach dem öffentlichen Aufschrei kam Bewegung in den Fall. Schließlich durften Bivsi und ihre Familie doch zurück nach Deutschland. Bei der Ankunft am Düsseldorfer Flughafen brach das Mädchen in Tränen aus - ein Happy-End.

Bochumer „Schmiddi“ mischt „Wer wird Millionär“ auf

Ein echtes Pott-Original mischte „Wer wird Millionär“ auf. Anfang Januar war Christoph „Schmiddi“ Schmidt bei Günther Jauch auf dem Stuhl - und räumte satte 125.000 Euro ab.

Besonders begeisterte, was „Schmiddi“ mit seinem Gewinn machen wollte. Mit dem Geld wollte er einen Bauernhof mit integrierter Kita aufbauen. Ein echter Pottler mit Herz. Am Ende klappte es mit der Finanzierung leider nicht. Doch die Idee liegt nur auf Eis -„Schmiddi“ träumt weiter von seinem Kita-Bauernhof.

Die Beste Stadiondurchsage aller Zeiten in Gelsenkirchen

Dieser Moment hat eine eigentlich desaströse Schalke-Saison aufgehellt. Ende April spielte Schalke 04 im Viertelfinale der Europa League gegen Ajax Amsterdam.

Die beste Stadiondurchsage aller Zeiten sorgte beim 0:0 dann doch bei jedem Schalker für ein Lächeln.

Denn in der 50. Minute klang es plötzlich aus den Lautsprechern: „Achtung, Andreas S.: Meld dich mal zuhause. Ich glaub, du bist Vater geworden.“ Die Durchsage gab den Schalkern einen ordentlichen Schub. Kurz darauf fielen die Tore von Leon Goretzka und Guido Burgstaller. Am Ende gewann Schalke mit 3:2 - schied wegen der Niederlage im Hinspiel aber trotzdem knapp aus.

Doch der neuer Schalker ist ein echter Hoffnungsmacher für die Fans. Ob Andreas S. die Geburt seines Sohnes zum Anlass nahm, sein Stadion zu verlassen, wissen wir übrigens nicht.

Das glücklichste Mädchen der Welt in Bochum

Es ist der Albtraum eines jeden Hundebesitzers. Im Oktober verschwand Hündin Rala. Ihre Besitzerin, die Bochumerin Verene Schweppe, war in großer Sorge. Schließlich hatte Rala da bereits ein hartes Schicksal hinter sich.

Die Mischlingsdame, in der ein großer Huskyanteil steckt, wurde erst vor einem halben Jahr in Griechenland aufgelesen. Doch dann die Erlösung - nach fast zwei Wochen des Banges.

Verene Schweppes Schwester war am Telefon. Sie solle unbedingt bei Facebook schauen. Dort hatte die 20-jährige Tabea ein Bild von einem Hund gepostet, der aussah wie Rala. „Kurze Zeit später rief mich Tabea an und teilte mir mit, dass Rala bei ihr sei“, so die überglückliche Tierlieberhaberin.

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„Ich bin sofort zur Maarbrücke gerast, aus dem Auto gerannt, und habe meinen Hund in den Arm geschlossen“, freut sich Schweppe. Für einen kurzen Augenblick war sie das glücklichste Mädchen der Welt.

Wie drei Männer durch eine Entbindung in Bochum zu Helden werden

Als ihre Wehen einsetzten, war Alexandra Schmidt aus Bochum ganz allein. Also rief sie einen Krankenwagen. Doch als der eintraf, war es für die Fahrt ins Krankenhaus schon zu spät. Die herbeigerufene Hebamme stand im Stau.

Die Wehen waren sogar so heftig, dass es zu spät war, die Frau in den Krankenwagen zu bringen. Also legte die dreiköpfige Besatzung des Rettungswagens einfach auf dem Bürgersteig los.

In den Armen eines Rettungsassistenten wurde die Kleine abgenabelt und in eine warme Decke gehüllt. Trotz der ungewöhnlichen Geburt sind Ida-Sophie und Mama Alexandra wohlauf. Und die Besatzung des Rettungswagens durfte sich zumindest einen Tag lang wie Helden fühlen.

 
 

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