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Da bisse echt vonne Socken: Highlights der Industriekultur

Auf den vielen Halden im Ruhrgebiet bietet sich ein toller Ausblick über das Ruhrgebiet.
Auf den vielen Halden im Ruhrgebiet bietet sich ein toller Ausblick über das Ruhrgebiet.
Foto: Ravi Sejk
Die Route der Industriekultur feiert 20-Jähriges: Das sind die Geheimtipps.

Ruhrpott, Ruhrstadt, Revier: Das Ruhrgebiet trägt viele Namen. Vorbei sind die Zeiten der rauchenden Schlote – der Pott ist nicht nur grün, sondern zeigt sich mit einem prall gefüllten, abwechslungsreichen Veranstaltungskalender kunterbunt. Eines bleibt jedoch unverändert: die einzigartige Industriestruktur samt ihrer Baudenkmäler.

Euer Wegweiser durchs Ruhrgebiet: Die Route der Industriekultur

Das A und O eines jeden Pott-Besuchs lautet: Orientierung. Wie gut, dass die Route der Industriekultur – die übrigens in diesem Jahr ihren 20. Geburtstag feiert – nicht nur alle touristischen Highlights miteinander verbindet, sondern auch die wichtigsten Aktivitäten und Events der Region vorstellt. Im Folgenden erfahrt ihr, welche Zwischenstopps ihr einlegen und welche Veranstaltungen ihr auf keinen Fall verpassen solltet.

Geheimtipps für das Ruhrgebiet

Exotische Falter, leuchtende Elefanten und eine unvergessliche Sommernacht im Maximilianpark Hamm

Ein buntes Erlebnis für die ganze Familie – das erwartet euch bei einem Besuch im Maximilianpark Hamm. Sein Wahrzeichen ist bis weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt: Der rund 40 Meter hohe, bunt leuchtende Glaselefant, der die Besucher bereits von Weitem anlockt, ist eine begehbare Plastik, die einen unvergesslichen Panoramablick auf die gesamte Vergnügungslandschaft bietet. In seinem Inneren verbirgt sich eine wahre Erlebniswelt: Lasst euch unter anderem von einem Garten mit beweglichen Kunstobjekten verzaubern, träumt zwischen farbenfrohen Blumenbeeten oder beobachtet exotische Falter im Schmetterlingshaus.

Ein Highlight, das ihr nicht verpassen solltet: Die Sommernacht am 17. August. Hier erwartet euch ein bunter Mix aus einer abwechslungsreichen Schlemmermeile, Live-Musik und einem großen Feuerwerk als krönenden Abschluss.

Freizeitspaß, Live-Musik, echte „Pott-Küche“ und Erlebnisse „unter Tage“ im Nordsternpark Gelsenkirchen

Action und Erlebnisreichtum auf der einen, Erholung und Entspannung im Grünen auf der anderen Seite – dafür ist der Nordsternpark Gelsenkirchen hinreichend bekannt. Insbesondere an heißen Sommertagen ist zum Beispiel der (Wasser-)Spielplatz ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie. Der ebenfalls auf einem ehemaligen Zechengelände erbaute Park bietet euch zudem regionale Kochkunst: Im Restaurant Heiner’s kommt ihr in den Genuss echter „Pott-Küche“. Das Amphitheater vor der imposanten Kulisse des ehemaligen Zechenturms ist darüber hinaus Spielstätte zahlreichen Veranstaltungen wie stimmungsvollen Klassikevents bis hin zu wilden Rockkonzerten.

Welchen Termin ihr euch notieren solltet: Am 22. September gibt es im Rahmen eines Familientags eine Führung durch den Stollen, bei der ihr die Geschichte des Bergbaus hautnah erleben könnt.

Wie im Ruhrgebiet alles begann erfahrt ihr in der Zeche Nachtigall in Witten

Nicht umsonst wird sie auch die „Wiege des Ruhrbergbaus“ genannt: In der Zeche Nachtigall erfahrt ihr alles über die Ursprünge des Ruhrgebiets – und zwar als unvergessliches Erlebnis! Denn hier erzählen euch nicht nur ehemalige Bergleute von ihrer schweißtreibenden Arbeit rund um das „schwarze Gold“, mit Helm bestückt stoßt ihr im Nachtigallstollen des Muttentals persönlich zu einem echten Steinkohleflöz vor. Die Fahrt mit der Muttentalbahn rundet das Angebot des Industriemuseums ab.

Beliebt ist der traditionelle Ökomarkt am 15. September: Im Rahmen des bunten Treibens könnt ihr durch das umfangreiche Angebot an natürlichen und handwerklichen Produkten regionaler Händler stöbern.

Taucht ein in eine lebendige Vergangenheit mit traditionellem Handwerk im LWL-Freilichtmuseum Hagen

Ein Erlebnis für alle Sinne ist zweifelsohne ein Besuch im LWL-Freilichtmuseum Hagen: Hier begebt ihr euch auf eine unvergessliche Zeitreise in das 18. und 19. Jahrhundert. In den historischen Fachwerkhäusern findet ihr zahlreiche verschiedene Gewerke. Vor euren Augen wird traditionell unter anderem geschmiedet, gehämmert, gebacken, gedruckt und gebraut. Werdet Zeugen der Produktion von Seilen, Zigarren, Brot und Papier mittels längst vergessener Techniken, nehmt euch vor den sprühenden Funken des Schmiedefeuers in Acht oder beobachtet das drehende Wasserrad am Bach und schaut euch dazu die schwere Mechanik im Inneren an.

Unter dem Motto „Wer will fleißige Handwerker sehen?“ findet zudem jeden Herbst ein buntes Fest statt, bei dem auch die Kleinen bei zahlreichen Mitmachaktionen spannende Einblicke in die vergangene Handwerkskunst bekommen.

Großes Steampunk Jubilee zum 120. Geburtstag des Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop

Ein besonderes Highlight ist und bleibt das Schiffhebewerk Henrichenburg in Waltrop. Der starke „Aufzug für Schiffe“ galt bereits bei seiner Eröffnung als echtes Prestige-Objekt – und ist auch heute noch ein absoluter Hingucker. Nicht nur Technikbegeisterte und Freunde der Binnenschifffahrt kommen hier auf ihre Kosten: Der weitreichende Ausblick auf den Dortmund-Ems-Kanal und das Museum sind beliebte Anlaufstellen des Ankerpunktes. Sonderausstellungen, Konzerte, Tastings, Workshops und Vorträge ergänzen das Programm des Industriedenkmals.

Einem stolzen Jubiläum könnt ihr am 11. August beiwohnen: Auf den Tag genau vor 120 Jahren wurde das Bauwerk im Jahr 1899 eingeweiht. Gefeiert wird der Geburtstag mit dem Steampunk Jubilee – ein Muss für alle Anhänger der Szene!

Mein lieber Scholli, is dat schön hier!

Bei dem Angebot hat man schlichtweg die Qual der Wahl. Aber eines ist sicher: Jeder Industriestandort hat seine Vorzüge und ist einen Ausflug wert. Also: Kommt ausse Pötte und überzeugt euch selbst!

Düsseldorf

Düsseldorf: So geht die JVA mit islamistischen Gefährdern um – „Dieser Herausforderung müssen wir uns jetzt stellen“

Der Blick in den Innenhof aus der JVA in Düsseldorf.
Der Blick in den Innenhof aus der JVA in Düsseldorf.
Foto: Julia Scholz / DER WESTEN