Coronavirus: DAS sind die Symptome – alles, was du jetzt zur Krankheit wissen musst

Immer mehr Menschen infizieren sich in Deutschland mit dem Coronavirus. Wie du dich schützen kannst und was Symptome sind, erfährst du hier.
Immer mehr Menschen infizieren sich in Deutschland mit dem Coronavirus. Wie du dich schützen kannst und was Symptome sind, erfährst du hier.
Foto: Matthias Schrader/AP/dpa; imago images / Pacific Press Agency (Montage: DER WESTEN)

Das Coronavirus ist nicht mehr länger größtenteils nur auf China begrenzt, es breitet sich nun immer weiter auf der Welt aus. Nachdem in Italien einzelne Städte abgeriegelt wurden und unter Quarantäne stehen und auch alle Bundesländer in Deutschland betroffen sind, gibt es große Unsicherheit in der Bundesrepublik. In Deutschland sind bereits sechs Menschen an der heimtückischen Krankheit gestorben.

Coronavirus: Symptome, Schutz und weitere Fragen - hier gibt's alle Infos

Über 1000 Menschen sind derzeit in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert. Über die Hälfte aller Infizierten kommen dabei aus NRW. Die Nachfrage nach Mundschutz und Desinfektionsmittel ist groß. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat bereits vor drei Wochen einen Krisenstab von Gesundheits- und Innenministerium ins Leben gerufen. Er nimmt die Gefahr vor einer Pandemie ernst. Nun hat die WHO die Krankheit offiziell als Pandemie eingestuft.

Doch wie schützt man sich wirklich? Was sind die Symptome und wo können sich Betroffene informieren?

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Coronavirus: Was sind die Symptome? Wie kann ich mich schützen?

Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus für dich gesammelt.

Was sind die Symptome?

Wie das Robert-Koch-Institut mitteilt, sind dies Symptome, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hindeuten:

  • Husten
  • Schnupfen
  • Halskratzen
  • Fieber
  • Durchfall

Vier von fünf Krankheitsbilder verlaufen aber mild. Bei jedem fünften kann die Infektion mit dem Coronavirus aber zur schweren Lungenentzündung und Atemproblemen führen. Die Todesrate liegt bei 1 bis 2 Prozent.

Wie lang dauert die Inkubationszeit?

Bis zu 2 bis 14 Tagen kann es dauern, bis sich die Erkrankung bemerkbar macht. Deshalb müssen Menschen auch zwei Wochen in Quarantäne, wenn der Verdacht besteht, dass sie sich angesteckt haben könnten.

Wie kann ich mich schützen?

Die empfohlenen Schutzmaßnahmen sind im Grunde die gleichen wie in jeder Grippesaison auch. Konkret heißt das: Husten und Niesen sollte du in die Armbeuge und nicht in die Faust oder Handfläche, um die Ansteckung zu vermeiden. Hustet oder niest jemand anderes, hält man am besten einen bis zwei Meter Abstand.

Im Alltag müssen die Menschen ihre Hände zwar nicht ständig mit einem Desinfektionsmittel einreiben, sie sollten sie aber regelmäßig und gründlich mit Seife waschen. Und auch wenn es erstmal banal klingt: Du solltest dir wenn möglich so wenig wie möglich ins Gesicht fassen, um die Infektion über die Schleimhäute zu vermeiden.

Gibt es einen Impfstoff gegen das Coronavirus?

Einen Impfstoff gibt es noch nicht und wird es auch vor Jahresende nicht geben, sagt der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler. Wer sich gegen die Grippe impfen lässt, hilft aber dabei, das Gesundheitswesen zu entlasten. Und ältere Menschen können sich auch gegen Pneumokokken impfen lassen.

Wo gibt es aktuelle Infos?

Das Robert-Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben Webseiten eingerichtet. Von der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es Tipps auf Englisch. Für Fragen hat auch die Krankenkasse Barmer eine kostenlose Hotline (0800/84 84 111) eingerichtet. Sie ist rund um die Uhr erreichbar.

Die Experten raten dringend davon ab, die Notrufnummern zu wählen, wenn grippeähnliche Symptome auftreten. Diese Nummern sollten freigehalten werden.

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Wie verhalte ich mich, wenn ich den Verdacht habe, dass ich am Coronavirus erkrankt bin?

Ganz wichtig: Geh' bitte nicht zum Arzt und stecke dort im Wartezimmer womöglich noch andere an. „Auch Menschen mit ganz wenig Symptomen können andere anstecken“, macht der Leiter des RKI deutlich. Besser: Ruf deinen Arzt an und teile ihm deine Symptome mit. Danach muss umgehend das Gesundheitsamt unterrichtet werden. Mittlerweile ist es sogar so, dass du auf Verdacht einen Krankschreibung schon per Telefon bekommen könntest.

Ich habe wegen des Coronavirus' Angst, arbeiten zu gehen. Darf ich zuhause bleiben?

Nein, das geht leider nicht. Wenn du nur befürchtest, dass du dich anstecken könntest, dann „reicht es nicht aus, um der Arbeit fernzubleiben“, erklärt der Rechtsanwalt Christian Solmecke. Erst wenn du tatsächlich Symptome verspürst solltest du das Haus am besten nicht mehr verlassen. Ob du von zuhause arbeiten darfst, kann ich Einzelfall dein Arbeitgeber entscheiden. Urlaub musst du übrigens nicht nehmen, wenn dein Betrieb schließt.

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Wie groß ist die Ansteckungsgefahr in Deutschland?

Das Robert-Koch-Institut erfasst ständig die Lage und schätzt das Risiko für die Bevölkerung ein. So schätzt das Insitut die aktuelle Lage ein: "Es handelt sich weltweit und in Deutschland um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation. Bei einem Teil der Fälle sind die Krankheitsverläufe schwer, auch tödliche Krankheitsverläufe kommen vor. Die Zahl der Fälle in Deutschland steigt weiter an.

Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als mäßig eingeschätzt. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region und ist in „besonders betroffenen Gebieten“ hoch. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu. Die Belastung des Gesundheitswesens hängt maßgeblich von der regionalen Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, soziale Distanzierung) ab und kann örtlich sehr hoch sein. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern." (Stand 11. März) (js)

 
 

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