Coronavirus in NRW: Deine Kinder nerven dich? Fünf Experten-Tipps, wie du sie sinnvoll beschäftigst

Wenn Eltern Home Office machen und Kinder zuhause sind, dann kann einem in der Coronakrise schon einmal schnell die Decke auf den Kopf fallen. Experten haben Tipps gegen Langeweile. (Symbolbild)
Wenn Eltern Home Office machen und Kinder zuhause sind, dann kann einem in der Coronakrise schon einmal schnell die Decke auf den Kopf fallen. Experten haben Tipps gegen Langeweile. (Symbolbild)
Foto: imago images / penofoto

Essen / Oberhausen. Natürlich kann es auch schön sein, wenn du mehr Zeit für deine Familie hast und die Kinder öfter siehst. Aber das Kontaktverbot und die Einschränkungen wegen des Coronavirus in NRW können auch schnell zur Belastungsprobe werden. Unter anderem Ulrich Engelen, Leiter des Jugendamtes in Essen, gibt deshalb sinnvolle Tipps, wie Eltern ihre Kinder zuhause sinnvoll beschäftigen können.

Coronavirus in NRW: Deine Kinder haben Langeweile? Das kannst du jetzt tun

Du musst Home Office machen und dein Kind zappelt die ganze Zeit neben deinem Stuhl? Was tun? Damit ihr die restliche Zeit gemeinsam nutzen könnt und Kinder sich auch auspowern können, gibt es einige Ideen in NRW. „Gerade jetzt ist es für Kinder schwierig, weil die Bolz- und Spielplätze geschlossen sind“, sagt auch der Oberhausener Leiter des Jugendamtes, Ertunc Deniz. Als Vater drei kleiner Kinder weiß er, wovon er spricht.

Wir haben fünf Experten-Tipps für dich zusammengetragen:

1. Struktur in den Tag bringen

Schulen und Kitas sind geschlossen. Es gibt eigentlich keinen Grund früh aufzustehen? Jetzt ist es ganz wichtig, dass der Tag eine Struktur hat, damit Kinder nicht völlig aus der Bahn geworfen werden. „Eltern sollten gemeinsam mit ihren Kindern frühstücken und auch kleine Lerneinheiten mit Ihnen in den Tag einbauen“, meint Deniz. Spielerisch werden diese auch manchmal über Whatsapp-Gruppen der Schule und Elternpflegschaft verschickt. Generell sollte klar geregelt sein, wann dein Kind Hausaufgaben macht, wenn es denn welche aufbekommen hat.

2. Soziale Kontakte weiter pflegen

Spielplatzverbot führt dazu, dass Kinder ihre Freunde nun nicht mehr sehen oder besuchen können. Auch die Großeltern sollen gemieden werden, weil sie zur Risikogruppe gehören. Wichtig ist deshalb zu telefonieren. Wenn die Sehnsucht zu groß ist, können über Whatsapp, Facetime oder Skype Videoanrufe Abhilfe schaffen. Wirklich sinnvolle Ablenkung, die das Jugendamt Essen vorschlägt: den Großeltern mal wieder ganz oldschool einen Brief schreiben. Da können die Kids kreativ werden und vielleicht auch noch ein Bild als Geschenk dazumalen.

+++NRW: Problemfamilien in Corona-Not – Experte: „Wir hoffen, dass ...“+++

3. Natur genießen

Die Sonne strahlt vom Himmel und mit Freunden Fußballspielen auf der Wiese ist tabu? Trotzdem könnt ihr als Familie die Natur genießen. Frische Luft und Bewegung sind wichtig. Draußen gibt es viel zu entdecken. „Blätter sammeln im Wald – und zu Hause nachschlagen, was es ist“, lautet der Vorschlag des Essener Jugendamtsleiters. Auch kann man bei den Winden in der letzten Zeit super Drachen steigen lassen oder kleine Bötchen über Teiche schwimmen lassen.

4. Lesen oder Spielen

Selbst Lesen will dein Kind nicht, weil es sich wie in der Schule vorkommt? Lies' ihm vor, damit es Freude daran entwickelt und dann vielleicht auch selbst mal zum Buch greift. Auch Lego, Puzzle, Bauklötze oder Basteln vertreibt die Zeit.

5. Spielplatz in den eigenen vier Wänden

Wenn dein Kind nicht zum Toben raus gehen darf, dann kann der Spielplatz ganz einfach in die eigenen vier Wände kommen. Du benötigst: Decken, Kartons und Klebeband. Und dann können Kinder unendlich viel bauen. Der Dauerbrenner: eine Höhle bauen. Einfach Stühle zusammenschieben und die Decke drüber, zack fertig. Und dann ab mit dem Buch ins Innere und mit der Taschenlampe lesen.

------------

Weitere Corona-News aus NRW:

NRW: Problemfamilien in Corona-Not – Experte: „Wir hoffen, dass ...“

Coronavirus im Ruhrgebiet: Du brauchst Unterstützung? DER WESTEN hilft

Kontaktsperre in NRW: DAS bedeutet die neue Regelung jetzt für dich

------------

Ebenfalls kann es Kinder faszinieren, wenn sie Dinge tun, die sonst nur Erwachsene machen. Lass dir einfach beim Spülmaschine ausräumen helfen. Dein Kind kann zum Beispiel auch die Socken aus der Wäsche sortieren. Auch Gartenarbeit kann Kindern nun begeistern, ist sich das Jugendamt sicher. Da gibt es jetzt im Frühling doch sicherlich genug zu tun.

++ Gibt es neue Corona-Fälle? Wie reagieren die Behörden? HIER den Corona-Newsletter der WAZ abonnieren ++

Und ganz wichtig für alle: Auszeiten nehmen. Auch Nichtstun kann zu Krisenzeiten sehr entspannend sein und sollte den Kindern gegönnt werden. Viel Spaß beim Ausprobieren! (js)

 
 

EURE FAVORITEN