Corona in NRW: Wirbel um Maskenpflicht an Schule ++ Polizei stoppt illegale Demo in Köln

Coronavirus: Diese Festivals und Veranstaltungen fallen aus

Von Bundesliga-Spielen bis Wacken: Im Sommer 2020 gibt es keine großen Veranstaltungen. Wir zeigen im Video auch, was sie mit Tickets tun, die wegen des Coronavirus wertlos werden.

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  • Die aktuellen Zahlen aus NRW: Mehr als 29.000 bestätigte Fälle, mindestens 882 Todesfälle aber auch über 18.000 Genesene
  • Alle weiteren Entwicklungen erfährst du in unserem Newsblog

Der Trend macht Hoffnung – doch eine Entwarnung zu Corona in NRW ist noch in weiter Ferne. Zwar flacht die Kurve der Neuinfizierten im bevölkerungsreichsten Bundesland ab, doch die Gefahr ist noch immer groß.

Ab Montag gelten nun erste Lockerungen der strengen Maßnahmen zu Corona in NRW: Kleinere und mittlere Geschäfte dürfen wieder öffnen, die Schulen sollen den Betrieb langsam wieder aufnehmen. Das Kontaktverbot bleibt aber weiterhin bestehen.

Unser Live-Blog informiert dich über alle wichtigen Corona-Themen in NRW.

Coronavirus in NRW: Alle News und Entwicklungen hier im Live-Blog

Die wichtigsten Entscheidungen für NRW in der Übersicht:

  • Ab Montag dürfen Geschäfte unter 800 Quadratmeter Fläche wieder öffnen (darunter auch Buchhandlungen, Auto- und Fahrradhändler)
  • Ein vorgeschriebener Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen bleibt bestehen
  • Großveranstaltungen bleiben bis mindestens 31. August verboten (darunter Fußballspiele, Schützenfeste und Festivals)
  • Prüfungen und schulische Prüfungs-Vorbereitungen sollen unter Einhaltung von Schutzkonzepten ab nächste Woche möglich sein

Hier findest alle neuen Entwicklungen zum Coronavirus in NRW.

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Alles, was du zu Corona in NRW und Deutschland wissen musst:

>> Alle Entwicklungen zum Coronavirus in Deutschland und weltweit erfährst du HIER.

>> Du hast Verdacht auf Corona? Das solltest du jetzt tun!

>> Was bedeutet das Kontaktverbot für mich? Was ist erlaubt, was verboten?

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Aktuelle News zu Corona in NRW im Blog

+++ News-Blog aktualisieren +++

Montag, 20 April

9.15 Uhr: Unis starten ins Sommer-Semester

An den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen startet für Hunderttausende Studierende das Sommersemester – aufgrund der Corona-Pandemie allerdings ausschließlich online. Bis Präsenzveranstaltungen an den 70 Hochschulen in NRW wieder möglich sind, werden viele Studierenden im Land zum großen Teil vor dem Bildschirm im Videochat statt im Hörsaal sitzen.

8.40 Uhr: Grüne fordern Rettungsschirm für Kommunen

Die Grünen in NRW haben einen Rettungsschirm für krisengebeutelte Städte und Gemeinden gefordert. In einem Gespräch mit der „Neuen Westfälischen“ sagte die Landesvorsitzende der Grünen, Mona Neubaur, die Kommunen würden durch die Krise „hart getroffen“ und benötigten „mindestens acht Milliarden Euro an frischem Geld“. Die schwarz-gelbe Landesregierung sollte ihnen „jetzt Sicherheit geben und neben dem Rettungsschirm für die Wirtschaft einen für die Städte und Gemeinden aufspannen“.

7.40 Uhr: Wirbel um Maskenpflicht an NRW-Schule

Ab heute wird der Schulbetrieb in NRW schrittweise reaktiviert, bis zum ersten Unterricht am Donnerstag sollen die Schulen corona-fit gemacht werden. Ausreichend Waschbecken, Desinfektionsmittel und Sitzordnung mit Abstandswahrung reichen einem Rektor in Hürth aber nicht.

Der Leiter des Albert-Schweitzer-Gymnasiums informierte die Eltern nun per Mail über eine Maskenpflicht. Der Mundschutz soll demnach am Eingang verteilt werden, bevor in der Folgewoche waschbare Masken eingesetzt werden sollen. Das berichtet der „Express“.

6.20 Uhr: Erste Lockerungen ab heute

Guten Morgen! Ab heute greifen in Deutschland die ersten Lockerungen der strengen Anti-Corona-Maßnahmen. Viele Geschäfte dürfen wieder öffnen, die NRW-Landesregierung ist dabei sogar noch einen Schritt weiter gegangen, als die Länder in der Konferenz beschlossen hatten. Wo du ab heute wieder einkaufen kannst, erfährst du hier >>

Sonntag, 19. April

21.30 Uhr: Illegale Demonstration in Köln

In Köln sind am Sonntagnachmittag rund 20 Personen zu einer Demonstration zusammengekommen. Diese richtete sich gegen die Außerkraftsetzung von Grundgesetzen in Folge des Infektionsgesetztes, welches der Regierung erlaubt, beispielsweise das Versammlungsrecht einzuschränken.

Wie die „Bild“ berichtete, erhielt die Versammlungsleiterin einen Verstoß gegen das Versammlungsrecht, 20 weitere erhielten Bußgelder. In den vergangenen Tagen hatte es deutschlandweit Demonstrationen gegen die weitreichenden Einschränkungen gegeben. Den Demonstranten wird dabei von einigen Medien wie beispielsweise „Belltower-News“ Nähe zu Verschwörungstheoretikern unterstellt. Auch fällt der Begriff einer „Querfront“, da sich Personen aus dem linken sowie rechten Spektrum versammelten.

19.30 Uhr: Schüler wenden sich wütend gegen Landesregierung

Es ist wohl eines der Streitthemen schlechthin in NRW. Im März waren die Schulen landesweit dicht gemacht worden. Das Ziel: Die Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus so schnell wie möglich eindämmen und senken. Viele Schüler fühlen sich durch die Schulöffnungen in der kommenden Woche jedoch zu Versuchskaninchen degradiert.

In einem emotionalen Video haben sie sich deswegen an die Politik und die Öffentlichkeit gewandt. Die zentrale Botschaft: „Wir haben Angst.“ Das Video findest du >>>hier.

18.45 Uhr: Semesterstart an den Universitäten

An den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen startet für Hunderttausende Studierende das Sommersemester - aufgrund der Corona-Pandemie allerdings ausschließlich online. Bis Präsenzveranstaltungen an den 70 Hochschulen in NRW wieder möglich sind, werden viele Studierenden im Land zum großen Teil vor dem Bildschirm im Videochat statt im Hörsaal sitzen

18.00 Uhr: Aktuelle Zahlen der Städte

Einzelne Städte gaben am Abend die aktuellen Corona-Zahlen bekannt:

  • Düsseldorf: 911 Infizierte Personen, davon 325 aktuell noch infiziert, 14 Personen sind gestorben
  • Dortmund: 601 infizierte Personen (+5), davon 187 aktuell noch infiziert, drei Personen sind gestorben
  • Essen: 680 infizierte Personen, davon 255 aktuell noch infiziert, 30 Todesfälle in Verbindung mit Corona

17.50 Uhr: Laschet will mehr Staatshilfen für die Autobranche

Ministerpräsident Laschet fordert mehr staatliche Unterstützung für die Autobranche. „Unsere Automobilwirtschaft braucht schnell Perspektiven für Umsatz, Liquidität und Wachstum“, sagte Laschet dem „Handelsblatt“. „Wir werden sehr bald über intelligente Impulse für Investitionen sprechen müssen.“ In diesem Zusammenhang fordert der Politiker einen baldigen Autogipfel.

Die beschlossene Öffnung der Autohäuser könne nur dann Wirkung entfalten, wenn auch die digitale Zulassung und schnelle Genehmigungen für den Bau von Ladesäulen folgen, sagte Laschet weiter.

17.30 Uhr: Für diese Schüler gilt ab Donnerstag wieder die Schulpflicht

Für einige Tausend Schüler gilt ab Donnerstag in NRW wieder die Schulpflicht. Dazu gehören nach Angaben des Schulministeriums Schüler in Abschlussklassen an weiterführenden Schulen, Förderschulen und Berufskollegs, die vor Prüfungen stehen.

Eine Ausnahme bilden die vor dem Abitur stehenden Abiturienten: Sie können die Schule ab Donnerstag freiwillig besuchen. Zuvor hatte es Unklarheiten bei einigen Betroffenen geben. Schüler mit Vorerkrankungen können nach Rücksprache von der Schulpflicht befreit werden. Durch diese Regelung finde für maximal zehn Prozent der Schüler ab Donnerstag in NRW wieder verpflichtender Unterricht statt, hieß es am Sonntag aus dem Schulministerium.

17.00 Uhr: Gottesdienste sollen wieder möglich sein

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, dass Kirchen, Moscheen und Synagogen wieder für Gottesdienste geöffnet werden. Er werde in den nächsten Tagen „die Frage von Gottesdiensten erneut erörtern“, kündigte Laschet am Sonntag im Deutschlandfunk an.

Es sei ein „massiver Grundrechtseingriff, dass Religionen sich nicht mehr in Synagogen, in Kirchen zum Gebet treffen dürfen“, sagte der Düsseldorfer Ministerpräsident. „Wenn man Läden wieder öffnet, darf man auch in Kirchen beten.“

16.10 Uhr: Zufriedenheit mit Landesregierung gestiegen – Einwohner für Maskenpflicht

In der Corona-Krise ist die Zufriedenheit der Bürger in Nordrhein-Westfalen mit ihrer Landesregierung deutlich gestiegen. 70 Prozent der Wahlberechtigten stellten dieser ein positives Zeugnis aus, heißt es in dem aktuellen NRW-Trend, den das Forschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins „Westpol“ erstellt hat. Das sind 26 Prozentpunkte mehr als noch im November.

Außerdem würde mehr als die Hälfte der Bürger in Nordrhein-Westfalen eine allgemeine Maskenpflicht und die freiwillige Nutzung von Corona-Apps im weiteren Umgang mit der Pandemie befürworten, wie dimap ebenfalls ermittelte. 60 Prozent der Befragten, die repräsentativ für die NRW-Bevölkerung sind, würden eine allgemeine Pflicht zum Tragen von Schutzmaßnahmen befürworten, um mehr Normalität in der Corona-Krise zu ermöglichen. 63 Prozent halten auch die freiwillige Nutzung von Apps, mit denen sich Infektionsketten nachverfolgen lassen sollen, für eine gute Idee.

15.35 Uhr: Politiker fordert verkaufsoffene Sonntage ab sofort

Zur Stärkung des in der Corona-Krise geschwächten Einzelhandels hat der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Carsten Linnemann verkaufsoffene Sonntage gefordert. „Wir müssen sofort das Sonntagsöffnungsverbot für Geschäfte lockern“, sagte Linnemann der „Rheinischen Post“ mit Blick auf bisher nur eingeschränkte Möglichkeiten vor allem für Lebensmittelläden zum Verkauf auch an Sonntagen.

Es sei nötig, einen zusätzlichen Tag zum Verkauf der Waren zu nutzen, „damit der Einzelhandel die Verluste ein Stück weit auffangen kann“, sagte der Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsunion. Er sprach sich ferner für weitere offene Debatten darüber aus, wie der Staat die persönlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen in der Corona-Krise wieder zurückfahren soll. „Wir müssen Exit-Szenarien diskutieren“, sagte der CDU-Politiker. Er sei froh, dass NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) diese Debatte schon vor Ostern angestoßen habe: „Sonst wären wir noch nicht so weit wie jetzt.“

15 Uhr: Düsseldorf verteilt Hygienie-Kits im Nahverkehr

In Asien gehören sie bereits zum Alltag, auch in NRW werden es täglich mehr: Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS). Die Stadt Düsseldorf verteilt ab Montag sogenannte Hygiene-Kits, um geschützt den öffentlichen Nahverkehr nutzen zu können.

100.000 Masken werden zur Verfügung gestellt, die Feuerwehr hat sie in die Kits verpackt.

Ab Montag, 20. April, werden an den großen Haltestellen des ÖPNV Stände aufgebaut, an denen die Hygiene-Kits verteilt werden. „Die Gesundheit unserer Fahrgäste und Mitarbeiter hat höchste Priorität“, betont Klaus Klar, Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor der Rheinbahn. „Da wir von einer steigenden Fahrgastzahl ausgehen, möchten wir sicherstellen, dass wer mit der Rheinbahn fährt, auch gut und sicher an sein Ziel kommt. Deshalb begleiten wir an hoch frequentierten Haltepunkten den Einstieg durch Service-Mitarbeiter, so dass in unseren Fahrzeugen genug Platz bleibt, um den Mindestabstand einzuhalten. Außerdem empfehlen wir das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wie wir ihn auch zur Verfügung stellen, sollten Fahrgäste keinen eigenen Schutz dabeihaben.“

13.30 Uhr: Zahl der Infizierten steigt nur leicht an

Von Samstag auf Sonntag ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Nordrhein-Westfalen nur verhältnismäßig leicht angestiegen. Das Gesundheitsministerium zählte am Sonntagmittag 29.580 Infizierte, wie aus einer Mitteilung hervorging. Am Vortag waren es 29.155. Die Zahl der zuvor positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Todesfälle erhöhte sich auf 882, das sind 20 mehr als noch am Samstag. Erfreulicherweise stieg die Zahl der Genesenen deutlich stärker an: Am Sonntag waren bereits 18.036 Genesene bekannt und damit gut 500 mehr als am Vortag.

Auf den Intensivstationen waren am Sonntag 2988 Betten frei, 1959 davon mit Beatmungsgeräten. 630 Intensivbetten waren zum Meldezeitpunkt von Covid-19-Erkrankten belegt, davon wurden 472 künstlich beatmet, etwas weniger als noch am Samstag.

12.45 Uhr: Hernerin ergattert Klopapier und wird bestohlen

Einer Frau aus Herne wurde die Geldbörse gestohlen, als sie sich gerade in einem Supermarkt befand. In diesen wurde Klopapier geliefert und in die Regale eingeräumt. Als die Kunden sich an das Regal drängelten, um Klopapier zu ergattern, passierte es.

Die Frau ergatterte zwar das ersehnte Toilettenpapier, musste aber an der Kasse dann feststellen, dass ihr die Geldbörse gestohlen worden war im Gedränge. Bei der Anzeigenerstattung konnte sich die Frau an vier 30 bis 40 Jahre alte Menschen - ein Mann und drei Frauen - erinnern. Das Quartett gehörte augenscheinlich zusammen und kam der Hernerin in dem Gedränge sehr nahe.

11.40 Uhr: So soll die Schulöffnung gelingen

Vor der schrittweisen Öffnung in der kommenden Woche hat das Schulministerium die Schulen in Nordrhein-Westfalen über die notwendigen Hygienevorgaben informiert. Die zentrale Regel dabei lautet: Abstand halten. So müssen die Lerngruppen etwa so aufgebaut werden, dass zwischen den Schülern untereinander und den Lehrern der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Außerdem sollen Schüler oder Lehrer mit Symptomen von Unterricht sowie Prüfungen ausgeschlossen werden. Es sei außerdem darauf zu achten, dass Trinkflaschen oder Gläser nicht gemeinsam genutzt würden. Außerdem sehen die Vorgaben ausreichende Waschbecken und Seifenspender vor, damit Hände regelmäßig gewaschen werden können. Darüber hinaus wird die generelle Corona-Etikette - also Niesen und Husten in den Ellbogen und aufs Händeschütteln verzichten - empfohlen. Auf eine generelle Maskenpflicht in Schulen verzichtet das Land.

Das Schulpersonal hat nun bis Mittwoch Zeit, die Maßnahmen umzusetzen. Ab Donnerstag sollen die ersten Abiturienten, bei denen die Prüfungen kurz bevorstehen, auf freiwilliger Basis wieder in die Schule kommen dürfen.

10.50 Uhr: Land NRW gibt Richtlinien zum Kontaktverbot heraus

Ab Montag dürfen Geschäfte mit weniger als 800 Quadratmetern unter bestimmten Bedingungen wieder öffnen. Außerdem dürfen auch Geschäfte wie Buch - und Fahrradläden aufmachen, die größer sind.

Das Land NRW hat nun Details zu den Bedingungen herausgegeben. Nach Einzelhandelserlass ist die Fläche maßgeblich, die für den Kunden zugänglich ist und die im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Verkaufsvorgang steht. Pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche im Sinne des Einzelhandelserlasses NRW darf jeweils ein Mensch gleichzeitig eingelassen werden.

8.30 Uhr: Ordnungsamt muss Versammlungen in Essen auflösen

Das Ordnungsamt in Essen musste am Freitag zahlreiche Versammlungen von Menschen auflösen. Besonders schlimm sei es im Stadtteil Altendorf gewesen. Dort hatten sich rund um den Niederfeldsee mehrere Menschen zusammen in die Sonne gesetzt. Es mussten Platzverweise erteilt werden.

Auch im Stadtgarten, der Brehminsel und im Löwental mussten die Ordnungskräfte einschreiten.

Wie viele Verstöße es waren, wird am Montag bekanntgegeben.

Samstag, 18. April

22.31 Uhr: Polizei Oberhausen warnt vor Enkeltrick

Die Polizei Oberhausen warnt über Twitter vor einer neuen sogenannten Enkeltrick-Masche. Demnach würden Betrüger am Telefon davon berichten, dass der Sohn der angerufenen schwer an Corona erkrankt sei und ein teures Medikament aus Amerika brauche. Bei mindestens zehn Senioren und Seniorinnen hatten es die Betrüger mit der Masche versucht.

Die Polizei empfiehlt, im Falle eines solchen Anrufs direkt die 110 zu wählen.

19.00 Uhr: Keine Sitzenbleiber in NRW!

Am Mittag wurde bekannt: Schülerinnen und Schüler in Hessen müssen während der Corona-Krise nicht um ihre Versetzung bangen. NRW hat jetzt nachgezogen. Auch hier sollen Schüler im laufenden Schuljahr grundsätzlich in die nächsthöhere Jahrgangsstufe versetzt werden.

Ein Sitzenbleiben wäre damit für Schüler und Schülerinnen in NRW ausgeschlossen - egal wie schlecht die Noten vor den Schulschließungen ausgesehen haben.

18.30 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Essen und Dortmund – Polizei Duisburg mit dringender Warnung

Auf Twitter veröffentlichte die Stadt Essen nun aktuelle Zahlen zum Coronavirus. Demzufolge sind aktuell 255 Personen in der Stadt erkrankt, 391 bereits genesen und 30 Personen gestorben. In Dortmund sind seit gestern fünf weitere Personen mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle auf 596. 393 sind jedoch bereits wieder genesen. Die große Anzahl derer, die das Virus also bereits überstanden haben, machen Hoffnung.

Ebenfalls auf Twitter warnte die Polizei Duisburg vor einer gefährlichen Betrugsmasche. So würden Betrüger im Namen des Bundesgesundheitsministerium Mails mit Schadsoftware verschicken. Diese hätten den Betreff: „Dies ist das geänderte Mitarbeiter-Antragsformular für Krankheit innerhalb des Arbeitnehmergesetzes"

16.00 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Bochum – Stadt mit Checkliste für Einzelhandel

In Bochum wurden insgesamt 402 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Davon sind aktuell noch 106 infiziert.

Zudem hat die Stadt eine Checkliste für Geschäfte im Einzelhandel herausgegeben. Sie umfasst zwei Punkte. Zum einen die „Regelung des Kundenzuflusses“ mit Aspekten wie „Abstandslinien als Signal für Kunden“ oder „Mindestabstand zwischen geöffneten Kassen“, zum anderen „Hygienemaßnahmen“ wie „Kundendurchsagen zur Einhaltung der Schutzmaßnahmen“ oder „Schutzvorrichtung (z.B. Plexiglasscheiben) zum Schutz des Kassenpersonals und der Kunden“. Die Liste soll als Orientierung für Einzelhändler gelten.

15.20 Uhr: Zahl der Infizierten steigt deutlich

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist in Nordrhein-Westfalen erneut gestiegen. Insgesamt habe es seit Beginn der Pandemie 29.155 Infektionen gegeben, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Samstag mit. Das sind knapp 550 mehr bekannte Fälle als noch am Freitag. Die Zahl der zuvor positiv auf das Coronavirus getesteten Todesfälle stieg auf 862 an - um 54 im Vergleich zum Vortag. Genesen sind 17.502 Menschen, das sind 478 mehr als am Freitag.

Auf den Intensivstationen waren am Samstag noch 2.904 Betten frei, 1.942 davon mit Beatmungsgeräten. 632 Intensivbetten waren zum Meldezeitpunkt von Covid-19-Erkrankten belegt, davon wurden 486 künstlich beatmet.

13.35 Uhr: Städtetag fordert Schulen später zu öffnen

Der Städtetag NRW hat angesichts der wegen Corona notwendigen Hygienemaßnahmen das Land aufgefordert, die Schulen frühestens ab dem 27. April wieder zu öffnen. „Bereits ab dem 23. April zu starten, stellt die kommunalen Schulträger vor erhebliche Probleme“, sagte der Städtetags-Vorsitzende und Hammer Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann am Samstag. Der aktuelle Plan des Landes sieht vor, dass ab Donnerstag (23. April) Schüler, die vor Abschlussprüfungen stehen, die Schule freiwillig wieder besuchen können.

„Die Schulen müssen grundgereinigt werden, die hygienischen Voraussetzungen für den Schutz vor Infektionen geschaffen, Räume vorbereitet und der Schülerverkehr organisiert werden.“ Dafür brauche man mindestens den Vorlauf von einer Arbeitswoche. Auch die Hygiene-Vorgaben und die Größe der zulässigen Lerngruppen müssten vom Land noch weiter konkretisiert werden.

12.10 Uhr: Abstand im öffentlichen Nahverkehr gefordert

Überall im öffentlichen und auch am besten im privaten Raum sollen 1,5 Meter Abstand zum nächsten Menschen gehalten werden. Im öffentlichen Nahverkehr ist das oft nicht möglich. Jetzt fordert der Deutsche Bahnkunden-Verband, dass es auch im ÖPNV eine Regelung dafür geben muss.
Das beginne zum Beispiel bei der Verstärkung des Schulbusangebotes in ländlichen Regionen, damit die Schüler den Mindestabstand einhalten können.

Außerdem fordert der Verband, dass Verkehrsunternehmen das Platzangebot mindestens verdoppeln. Nur so könnten Fahrgäste den Abstand einhalten. Zudem schlagen sie vor, die Sitzbänke in Bussen und Bahnen umzubauen. Die Mehrkosten sollen durch Kommunen und Aufgabenträger übernommen werden.

10.12 Uhr: Erster Mensch in Herne gestorben

Zum ersten Mal ist ein Mensch in Herne wegen des Coronavirus gestorben. Bisher hatte die Stadt keine Todesfälle zu beklagen, nun muss sie den ersten Covid-19-Toten beklagen.

Insgesamt gibt es 122 Infizierte in Herne, davon gelten 60 Menschen als wieder gesund.

9.30 Uhr: Tragen der Schutzmasken beim Autofahren verboten

Trotz der Coronavirus-Pandemie gibt es in NRW keinen Freibrief für Autofahrer zum Tragen von Schutzmasken. Polizisten würden je nach Einzelfall entscheiden, ob das Tragen einer Atemschutzmaske am Steuer medizinisch gerechtfertigt sei, teilte das NRW-Innenministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit.

Der Schutz der Gesundheit habe oberste Priorität. Wenn die Polizei aber Anhaltspunkte dafür habe, dass die Verdeckung des Gesichts bewusst genutzt wird, um Ordnungswidrigkeiten zu begehen, könne sie dennoch ein Bußgeld verhängen. Grundsätzlich dürfen Autofahrer ihr Gesicht nicht so sehr verdecken, dass es nicht mehr erkennbar ist.

Freitag, 17. April

21.36 Uhr: „Fridays For Future“ will bei Schulstart streiken

Die Umweltbewegung „Fridays For Future“ hat Schülerinnen und Schüler dazu aufgerufen, bei Wiederbeginn der Schule zu streiken. Auf Twitter schrieb die Organisation: „Der Gesundheitsexperte Armin Laschet will die Schulen in NRW nächste Woche öffnen – was die Leute davon halten, seht ihr ja unter #SchulboykottNRW.“ Unter dem Hashtag hatten zahlreiche Nutzer ihren Unmut über die Lockerungen der Schutzmaßnahmen geäußert.

„Wir sagen: Bleibt am 24.04 zuhause, schützt eure Mitmenschen & macht beim #NetzstreikFürsKlima mit! So bekämpfen wir beide Krisen“, so die Organisation. Bis zum 4. Mai ist die Teilnahme am Unterricht noch freiwillig.

20.30: Unbekannte klauen tausende Schutzmasken

Unbekannte haben rund 3000 Schutzmasken aus der Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Paderborn geklaut. Das berichtet die Polizei. Die Diebe brachen zwischen Donnerstag und Freitag die Tür zur Kleiderkammer auf. Dort durchsuchten sie einige Kisten und verteilten den Inhalt auf dem Boden. Die Kartons mit den 3000 medizinischen Schutzmasken nahmen sie mit, so ein Polizeisprecher. Das DRK hatte zunächst eine höhere Anzahl geklauter Masken vermutet. Hinweise auf die Täter gab es bisher noch nicht.

19.53 Uhr: IKEA öffnet am Montag trotz Sondergenehmigung nicht

Trotz der Sondererlaubnis des Landes wird die Möbelkette IKEA ihre Filialen in NRW am Montag noch nicht öffnen. Man wolle den nötigen Vorkehrungen für den Gesundheitsschutz gerecht werden und dies sei so kurzfristig nicht zu leisten, sagte eine Sprecherin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Natürlich wollen wir aber so schnell wie möglich wieder öffnen.“ Ob dies in der kommenden Woche geschehen könne, sei aber noch unklar.

Mit einer Sondererlaubnis für Möbelhäuser und Babyfachmärkte beschreitet NRW einen eigenen Weg, der deutlich über die Vorgaben des Bundes hinausgeht.

17.01 Uhr: Keine Verkürzung der Sommerferien in NRW

Wegen des wochenlangen Unterrichtaufalls hatte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) eine Verkürzung der Sommerferien ins Spiel gebracht. Die Kultusminister der Länder unterstützen diesen Vorschlag jedoch nicht.

Auch Nordhrein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) sagte, in ihrem Land würden die Sommerferien nicht verkürzt. Solche Erwägungen gebe es in ihrem Ministerium nicht.

16.29 Uhr: Todesfall in Oberhausener Altenheim

Eine Bewohnerin des Martha-Grillo-Seniorenzentrums in Oberhausen ist an einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben. Das berichtet die „WAZ“. Die 91-Jährige wurde demnach am Donnerstag ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie heute starb.

Sämtliche Mitarbeiter und Bewohner des Heimes sollen nun auf eine mögliche Covid-19-Erkrankung getestet werden.

16 Uhr: Düsseldorf eröffnet neues Diagnosezentrum

Die Landeshauptstadt Düsseldorf verlagert den Standort des Diagnostikzentrums zur Siegburger Straße. Dadurch sei es möglich, weiterhin rund 800 Tests am Tag durchzuführen. Das neue Zentrum öffnet am Mittwoch, dem 22. April.

Alle Menschen, die in Düsseldorf wohnen oder arbeiten und zugleich über Krankheitssymptome wie zum Beispiel trockenen Husten, Halsschmerzen, Atemnot oder Fieber klagen, können sich an das Infotelefon 0211-8996090 wenden. Dort werde, wenn nötig, mit jedem Anrufer ein Termin für den Coronatest vereinbart.

11.15 Uhr: Schönes Wetter am Wochenende: Viele Kontaktverbots-Verstöße?

Am Wochenende droht den Ordnungsämtern in NRW wieder viel Arbeit. Für den Westen werden für Samstag und Sonntag viel Sonne und steigende Temperaturen vorausgesagt – das hatte in der Vergangenheit zu einer steigenden Zahl von Verstößen gegen das „Social Distancing“ geführt. Erneut werden die Ordnungsämter – teils mit Unterstützung der Polizei – für die Einhaltung des Kontaktverbots patroullieren. Es drohen empfindliche Strafen.

8.45 Uhr: Soforthilfe soll heute wieder starten

Am Freitag sollen nach der Aussetzung des Hilfsprogramms wegen Betrugsfällen Selbstständige und Unternehmer die Corona-Soforthilfen des Landes NRW wieder beantragen können. Das NRW-Wirtschaftsministerium hatte das Soforthilfe-Programm für Selbstständige und kleine Unternehmen am Gründonnerstag zunächst gestoppt, nachdem eine Betrugsmasche aufgeflogen war, bei der über „Fake-Websites“ Daten abgegriffen und mit falschen Kontoverbindungen an das Ministerium weitergeleitet worden sein sollen.

Das Antragsformular solle im Laufe des Tages wieder auf der offiziellen Seite des Ministeriums online verfügbar sein, kündigte das Wirtschaftsministerium an.

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6.45 Uhr: Wegen Corona? Ordnungsamt-Autos angezündet

Drei Fahrzeuge des Ordnungsamts in Bielefeld haben in der Nacht zu Freitag gebrannt. Es war augenscheinlich Brandstiftung, wie ein Polizeisprecher am Morgen sagte. Da ein Zusammenhang zur Corona-Krise, in der das Ordnungsamt maßgeblich an der Einhaltung der Kontaktverbote beteiligt ist, nicht auszuschließen sei, ermittle auch der Staatsschutz, hieß es weiter.

Einen der drei Wagen hätten die Feuerwehrkräfte vor der Zerstörung bewahren können, die anderen beiden seien massiv beschädigt. Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Brandstifter blieb bisher erfolglos. Die Fahrzeuge waren vor dem Ordnungsamt im Ravensberger Park geparkt. Die Schadenshöhe sei noch nicht bekannt.

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(DER WESTEN/dpa)

 
 

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