Essen

Coronavirus lässt etliche Hochzeiten platzen – bleiben Paare auf den Kosten sitzen?

Corona NRW (13.3.)
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Essen. Monatelange Planung, unendliche Vorfreude und nun das: Das Coronavirus lässt die Hochzeit etlicher Paare in NRW platzen. Gäste müssen bei der Eheschließung im Standesamt draußen bleiben. Eine Hochzeit mit großen Gruppen: derzeit absolut tabu.

„Der öffentliche Zugang zum Standesamt wird eingeschränkt“, schreibt etwa die Stadt Essen. „Aufgrund der hohen Infektionsgefahr und der räumlichen Enge werden Eheschließungen ab sofort nur noch in Gegenwart der Trauzeugen durchgeführt.“ Angehörige, Freunde und Arbeitskollegen haben wegen des Coronavirus kein Zugang.

Coronavirus in NRW: Hochzeit ohne Gäste? Paare müssen umplanen

Davon betroffen ist auch Julia. Die Essenerin wollte in der Woche nach Ostern in Essen standesamtlich heiraten. Wegen des Coronavirus steht sie vor der Frage: Ohne Gäste heiraten oder die Hochzeit verschieben? „Es ist schwierig“, sagt die künftige Braut.

Das Problem: Das Standesamt Essen wollte ihr zunächst die Gebühr für die Hochzeit noch mal neu berechnen, wenn sie den Termin verschiebt. Das Paar hatte sich im Oktober angemeldet und muss binnen sechs Monaten heiraten. Wird der Termin verschoben, muss alles noch mal neu angemeldet werden – samt Kosten.

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Am Mittwoch machte das Standesamt nach DER WESTEN-Nachfrage in Essen allerdings eine Kehrtwende: Wegen der besonderen Situation wird betroffenen Paaren – wie Julia und ihrem Verlobten – keine zusätzliche Gebühr angerechnet, wenn sie wegen des Coronavirus ihre Trauung verschieben. Betroffene Paare sollen sich einfach bei dem Standesamt melden.

Das Ja-Wort vor dem Altar fällt in weiten Teilen des Landes ganz aus: „Taufen und Hochzeiten sind grundsätzlich zu verschieben“, ruft das Bistum Essen auf. Gottesdienste wurden komplett gestrichen, nur zum Gebet dürfen Kirchen betreten werden.

Coronavirus: Hochzeiten fallen aus – Gäste müssen daheim bleiben

Im Bistum Münster darf noch kirchlich geheiratet werden – allerdings ohne Beteiligung der Öffentlichkeit und ohne Ministranten – ausschließlich im allerengsten Familienkreis bis zu 20 Personen.

Für die Paare bedeutet die derzeitige Situation, dass sie ihre große Feier mit Familie und Freunden schweren Herzens absagen und verschieben müssen. Außerdem dürfen Restaurants nach 15 Uhr nicht mehr geöffnet sein.

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Steigen dadurch die ohnehin schon hohen Kosten für eine Hochzeit – die wegen des Coronavirus später gefeiert wird – weiter an?

„Das wird davon abhängen, welche Stornierungsbedingungen Sie festgelegt haben“, sagt Thorsten Hellwig, Sprecher vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga NRW. Das werde zwischen Gastronom und Gastgebern individuell geregelt.

Er geht aber davon aus, dass sich Paare und Betreiber in vielen Fällen darauf einigen, die Feier zu verschieben. Für die Gastronomien sind abgesagte Feiern in den Frühlingsmonaten – wie Hochzeiten und Erstkommunionsfeiern – allerdings ein ganz schönes Brett... (jg)

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