Coronavirus: Hamsterkäufe in NRW-Städten! SO reagieren Aldi und Lidl

Das ist das Coronavirus

Das Coronavirus hält die Welt in Atem. Auch Deutschland ist eines der am stärksten von dem Virus betroffenen Länder.

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Wegen der Angst vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus und einer daraus folgenden Quarantäne fangen viele Menschen an, Lebensmittel und andere Produkte zu hamstern.

Auch im Ruhrgebiet kaufen manche Menschen lange haltbare Produkte wie Konserven oder Nudeln sowie Toilettenpapier in Massen. Müssen sich die Menschen in NRW in den nächsten Wochen wegen der Coronavirus-Panikkäufe auf leere Regale einstellen?

Wir haben bei Aldi und Lidl nachgefragt.

Coronavirus in NRW: Hamsterkäufe - so reagieren Aldi und Lidl

Die Menschen in NRW sind besorgt: Nicht nur Mundschutz und Desinfektionsmittel stehen auf der Einkaufsliste ganz weit oben – auch Konserven, Nudeln, Mehl, Backmischungen oder Zucker werden bei den Supermärkten und Discountern wie Lidl und Aldi gerade aus den Regalen gerissen.

Auf Twitter dokumentieren die Nutzer die teils leeren Regale. In Heinsberg, wo der erste Coronavirus-Patient in NRW bestätigt wurde, scheint die Lage besonders angespannt. Inzwischen sind mehr als ein Dutzend weiterer Patienten bestätigt, Schulen und Kitas geschlossen. Menschen werden gebeten, zu Hause zu bleiben und Großveranstaltungen zu meiden.

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Bilder zeigen leergeräumte Regale

Entsprechend groß war der Ansturm auf Lebensmittel in der Stadt. Doch auch aus anderen Städten in NRW posten Nutzer auf Twitter Bilder von leergefegten Regalen. Beispielsweise aus Erkrath bei Wuppertal.

„So sieht es gerade in einem von drei Aldis in unserem 45.000-Einwohner-Städtchen aus: Konserven und Eingemachtes Mangelware, kaum noch Ravioli, einzelne Brotsorten sind ausverkauft, keine Spaghetti mehr“, schreibt der Nutzer zu seinem Bild. Ähnlich soll es auch in Hilden aussehen.

Auf den Fotos: mutmaßlich ein Edeka, bei dem Zwieback und Knäckebrot leergeräumt wurden, sowie ein dm, bei dem ein Ständer mit Hygieneartikeln komplett ausverkauft war.

Wie reagieren die Geschäfte?

Der Ansturm auf haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel ist natürlich auch Aldi, Lidl, dm und Co. nicht verborgen geblieben. „Wir beobachten, dass die Nachfrage stark steigt“, heißt es beispielsweise von Kerstin Erbe, dm-Geschäftsführerin und verantwortlich für das Ressort Produktmanagement. Man arbeite bereits daran, „die Verfügbarkeit der Produkte in unseren dm-Märkten sicherzustellen.“

Alle weiteren Informationen rund um das Coronavirus in NRW erhältst du auch hier in unserem >>>Newsblog.

Ähnlich sieht es auch bei Lidl aus. „Besonders Artikel aus dem Trockensortiment wie beispielsweise Konserven und Nudeln sowie aus dem Hygienebereich wie beispielsweise Toilettenpapier und Desinfektionsmittel werden aktuell stark nachgefragt“, erklärt Melanie Pöter von der Pressestelle des Unternehmens. Auch hier arbeite man intensiv mit Lieferanten und Logistikpartnern, um eine Warenversorgung sicherzustellen.

Aldi gibt Entwarnung

Auch in den Filialen von Aldi Nord und Aldi Süd arbeitet man mit Hochdruck daran, die Versorgung mit allen Waren aufrecht zu erhalten. „Bei einigen Artikeln ist jedoch bereits jetzt absehbar, dass sich die Liefermenge zum Verkaufsstart reduzieren wird und somit diese Artikel bei hoher Nachfrage schneller vergriffen sein könnten“, so Nastaran Amirhaji, Pressesprecherin von Aldi Süd. Zudem könne man nicht mit Sicherheit voraussagen, ob Artikel verzögert oder gar nicht angeliefert werden: „Wir bitten bei unseren Kundinnen und Kunden hierfür um Verständnis.“ Für Produkte, die gerade besonders nachgefragt werden, wolle man die Lagerbestände kurzfristig erhöhen.

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Aldi-Nord-Sprecher Christian Salmen erklärte, man verzeichne „vereinzelt höhere Absatzmengen bei haltbaren Lebensmitteln und Hygieneprodukten“. Dies könne dazu führen, dass „Artikel zeitweise in unseren Märkten vergriffen sind.“ Salmen gibt jedoch Entwarnung: „Die Versorgungssicherheit unserer Märkte ist derzeit sichergestellt. Weitreichende Lieferengpässe für Lebensmittel und Near-Food-Produkte (z.B. Hygieneprodukte) können wir zum jetzigen Zeitpunkt ausschließen.“

Desinfektionsmittel in Filialen

Für den Schutz ihrer Angestellten haben Aldi Nord und Aldi Süd ihre Mitarbeiter bereits über vorbeugende Maßnahmen informiert. In den Waschräumen stelle man beispielsweise Desinfektionsmittel bereit. Auch Prüfe man die Teilnahme der Mitarbeiter an Messen, internationalen Großveranstaltungen oder Auslandsreisen „genauer als üblich.“

In welchen Regionen und Geschäften in NRW besonders viele Hamsterkäufe getätigt werden, wollten die Discounter jedoch nicht Preis geben. Man mache zu einzelnen Regionen keine Angaben, heißt es beispielsweise von Lidl.

Hamsterkäufe? „Es besteht kein Grund zur Sorge“

Die Sorge vor Engpässen in Deutschland ist weiterhin groß. Das sei aber nach Ansicht von Verkehrsminister Andreas Scheuer kein Anlass für panische Hamsterkäufe.

„Es besteht kein Grund zur Sorge, dass Lebensmittelknappheit herrschen könnte“, sagte er der „Bild“ am Samstag (14.3.) nach Gesprächen mit allen großen Discountern. Aber: Deutschland stehe vor enormen logistischen Schwierigkeiten. Mehr dazu liest du hier >>> (dav)

 
 

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