Corona in NRW: AfD-Politiker weigern sich Maske zu tragen – jetzt gehen sie sogar SO weit ++ immer mehr Kitas müssen schließen

Coronavirus: Diese Symptome sprechen für COVID-19

Zahlreiche Menschen auf der Welt haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind Frauen und Männer von einer SARS-CoV-2-Infektion etwa gleich häufig betroffen. Männer erkranken jedoch häufiger schwer als Frauen. Es gibt einige Symptome, die auf eine mögliche Infektion hinweisen können.

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Die Corona-Situation in NRW bleibt trotz „Lockdown light“ angespannt.

So gibt es weiterhin hohe Corona-Inzidenzwerte in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens, viele Städte und Landkreise sind Risikogebiete.

News-Ticker: Coronavirus in NRW

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Aktuelle Corona-Zahlen aus NRW (Stand 17. November 2020)

  • Corona-Neuinfektionen: 4.154
  • Neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19: 66 (ingesamt 2.766)
  • Covid-19-Patienten auf Intensivstationen: 899

(Quellen: Corona-Dashboard des RKI, DIVI-Intensivregister)

Städte und Landkreis in NRW mit besonders hohen Inzidenzwerten:

  • Duisburg: 278,7
  • Herne: 324,7
  • Düren: 266
  • Hagen: 245,4
  • Oberhausen: 208,8

+++ Coronavirus in Deutschland: News-Blog +++

Mittwoch, 18. November 2020

21.32 Uhr: Mülheimer Arzt schlägt Alarm - „Kritische Situation“

Der Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Stephan von Lackum meldet sich jetzt per Video mit eindringlichen Worten bei Facebook. Er appelliert in der Corona-Pandemie an die Bürger. Hier kannst du die komplette Geschichte lesen.

20.34 Uhr: Junger Mann erkrankt an der Grippe - dann kämpft er um sein Leben

Ein Rettungssanitäter aus NRW erkrankte vor sieben Jahren an der Grippe. Die Infektion hätte ihn fast das Leben gekostet. Jetzt erzählt er seine Geschichte, um andere Menschen vor schweren Verläufen von Covid-19 zu warnen. Denn die Symptome sind nahezu identisch. Hier die ganze Geschichte lesen >>>

19.35 Uhr: AfD klagt gegen Maskenpflicht bei Bundesparteitag in NRW

Die AfD wehrt sich juristisch gegen die Plicht, dass die Delegierten beim Bundesparteitag Ende November in Kalkar einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Der Eilantrag sei am Mittwoch eingegangen, sagte eine Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts (OVG) in Münster der Deutschen Presse-Agentur.

Die Stadt Kalkar hatte nach Eingang eines Hygienekonzepts die den Parteitag mit 600 Delegierten und rund 100 Gästen trotz der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Einschränkungen genehmigt. Vorgeschrieben sind in der Messe Kalkar entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln. Der Parteivorstand hatte bereits am 10. November angekündigt, die Verpflichtung, auch am Sitzplatz eine Maske tragen zu müssen, juristisch kippen zu wollen.

Bei dem Parteitag vom 28. bis 29. November geht es vor allem um Sozialpolitik und die Nachwahl von zwei Vorstandsmitgliedern.

17.59 Uhr: Laumann wirbt für große Blutspende-Kampagne

Spenderblut ist auch in der Corona-Pandemie wichtig. Darauf macht NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann mit Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Uniklinik am Donnerstag (10.00 Uhr) aufmerksam. Um die Bevölkerung zum Blutspenden zu motivieren, will das DRK eine Kampagne starten.

Auch während der Corona-Pandemie bräuchten Unfallopfer, Krebspatienten und andere Kranke gespendetes Blut, hieß es. Deswegen seien Blutspendetermine vom Versammlungsverbot der Corona-Schutzmaßnahmen bewusst ausgenommen. Hygienekonzepte sorgten für eine hohe Sicherheit beim Spenden. Ziel sei es, besonders junge Menschen zum regelmäßigen Spenden zu bringen.

17.03 Uhr: Zahl steigt sprunghaft an - immer mehr Kitas werden in NRW geschlossen

Die Zahl der coronabedingten Schließungen von Kindertagesstätten ist in NRW sprunghaft gestiegen. Nach 254 vollständigen oder teilweisen Schließungen im September seien es im Oktober 788 gewesen, berichtete NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) dem Landtag. Das entspricht einer Verdreifachung binnen eines Monats. Im November sei diese Zahl bereits am 11. des Monats fast erreicht gewesen - mit 759 Schließungen.

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen hatte die Landesregierung den Familien die Betreuung ihrer Kinder garantiert. Schulen und Kitas würden nicht noch einmal wie im Frühjahr flächendeckend geschlossen, hatte Stamp versichert.

15.29 Uhr: Oberstufenschüler in NRW schlagen Alarm - „Absolut nicht mehr realistisch“

Vertreter von Schülern, Lehrern, Eltern und Opposition fordern von der NRW-Regierung Klarheit über Leistungsanforderungen im Corona-Jahr. Das Abitur müsse angepasst werden, sagte Sophie Halley von der Landesschülervertretung am Mittwoch in Düsseldorf. „Es ist absolut nicht mehr realistisch, dass der Lehrplan in irgendeiner Weise eingehalten werden kann.“ Dies erzeuge bei den Oberstufenschülern „den größten Druck“.

Auch Vertreter von SPD, Grünen, Lehrergewerkschaften und Elternvereinen, die sich am Dienstagabend bei einem „Schul-Gipfel“ ausgetauscht hatten, unterstützten die Forderung. Der Aufgaben-Pool für zentrale Prüfungen müsse mindestens erweitert werden, damit Lehrkräfte Themen aussieben könnten, die coronabedingt gar nicht im Unterricht behandelt werden konnten.

„Wir brauchen einen besonderen Rechtsrahmen für dieses Schuljahr“, unterstrich die Schulexpertin der Grünen-Landtagsfraktion, Sigrid Beer. „Im Augenblick schwimmen alle.“ Die Landesregierung müsse sich endlich für eine bundesweite Verständigung stark machen, forderte SPD-Fraktionsvize Jochen Ott. „Es ist wie immer im Beamten-Mikado: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren.“ Alle hätten Angst, dafür verantwortlich gemacht zu werden, das Abitur-Niveau abzusenken.

13.50 Uhr: Schlechte Nachrichten für Brautpaare

Schlechte Nachrichten für Brautpaare. Wie bereits in Mülheim geschehen, wird nun auch in Bochum die Zahl der Teilnehmer einer Traaung massiv eingeschränkt. Die Stadt teilt mit: „Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen und um sicher zu stellen, dass auch weiterhin Trauungen beim Standesamt Bochum durchgeführt werden können, wird die Anzahl der zugelassenen Personen bei Trauungen weiter reduziert. Bis auf weiteres sind ab sofort in allen Trauzimmern neben der Standesbeamtin oder dem Standesbeamten nur noch das Brautpaar und zwei weitere Personen zugelassen.“

10.21 Uhr: Jobmarkt im Handwerk entspannt sich

Friseure mussten schließen, Messebauer verloren Aufträge und Metallbauer gingen in Kurzarbeit - im Frühjahr hat die Corona-Pandemie das Handwerk schwer getroffen. Mittlerweile erholt sich die Situation am Jobmarkt. So ist die Zahl der Jobangebote im Handwerk im dritten Quartal wieder um 13 Prozent gestiegen. Das zeigt der Jobatlas von StepStone, für den die Jobplattform regelmäßig mehr als zwei Millionen Stellenausschreibungen auf rund 150 relevanten Online- und Printmedien in Deutschland auswertet. Besonders die Nachfrage im Bauhandwerk ist deutlich gestiegen.

9.30 Uhr: NRW will Mega-Impfpaket bereitstellen

Für Impfungen gegen das Coronavirus will das Land Nordrhein-Westfalen 53 Impfzentren einrichten und plant vorerst mit Kosten von rund 100 Millionen Euro. Das geht aus einer Vorlage des NRW-Finanzministeriums an den Landtag für Donnerstag hervor. Geplant seien je ein Zentrum pro Kreis oder kreisfreier Stadt und mobile Impfteams etwa für Altenheime.

Nach den bisherigen Absprachen bezahlt der Bund den Impfstoff, die Länder finanzieren das Impfzubehör wie Spritze und Kanülen, die Logistik und die Lagerung ab der Anlieferung. Wichtigster Kostenpunkt ist der Betrieb der Zentren, den sich das Land mit den gesetzlichen Krankenkassen teilt. Über die Pläne der Landesregierung hatte zuerst die „Rheinische Post“ (Mittwoch) berichtet.

7.17 Uhr: Polizei kriegt 1,25 Millionen neue Masken

Die 50 000 Beschäftigten der NRW-Polizei werden mit 1,25 Millionen neuen Stoffmasken ausstaffiert. Im letzten halben Jahr hatte das zuständige Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) schon einmal die gleiche Zahl verteilt. Da man die waschbaren Masken nach einiger Zeit aussortieren soll, gibt es jetzt frische.

„Damit geben wir den Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, sich selbst und andere im Arbeitsalltag zu schützen“, sagte der Direktor des LZPD, Thomas Roosen. Die individuelle Anzahl an Masken hängt laut LZPD von der Funktion der jeweiligen Mitarbeiterin oder des jeweiligen Mitarbeiters ab. „Gerade bei der Polizei ist es wichtig, mögliche Infektionsgefahren für die Kolleginnen und Kollegen zu minimieren“, so Roosen.

Dienstag, 17. November 2020

22.30 Uhr: Schauspieler aus Kampagne der Bundesregierung reagiert auf Kritik

Seine Clips erreichten Millionen, wurden sogar im Ausland gefeiert, aber auch kritisiert. Die Rede ist vom „besondere Helden“-Video der Bundesregierung. Der Kölner Schauspieler Hans-Peter Deppe spielt darin Anton Lehmann, der 2020 in Chemnitz im Einsatz war.

Deppe hat im „Express“ auf Kritik an der Kampagne reagiert: „Ich stehe voll und ganz hinter dieser Kampagne, spricht sie doch die Jugendlichen an, bei denen noch nicht angekommen ist, dass sie mithelfen können, die genannten Zahlen signifikant zu senken durch Teilnahme an der Kontakt-Minimierung (und übliche Schutzmaßnahmen) für ein paar Wochen -auf jeden Fall bis die Inzidenzzahl von 168 auf unter 50 gesunken sein wird.“ Deppe betont: „Wir Schauspieler leiden natürlich unter der Schließung aller Theater. Aber 15.878 Fälle sind 15.878 Fälle zu viel, 192 an Corona gestorbene Menschen sind 192 Tote zu viele“.

#17.00 Uhr: Stadt Duisburg ändert Schulanfangszeiten

Aufgrund der anhaltend hohen Corona-Infektionswerte hat der Krisenstab der Stadt Duisburg beschlossen, Veränderungen in den Schulanfangszeiten aller weiterführenden Schulen vorzunehmen.

Ziel ist die Entzerrung der Anreise der Schüler mit dem ÖPNV. Die Maßnahme greift ab Mittwoch. Ab Mittwoch startet der Unterricht dann regional unterschiedlich - und zwar zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr. Dazu wird auch der Fahrplan durch die DVG angepasst. Auch sollen zusätzliche Busse eingesetzt werden.

Die veränderten Schulanfangszeiten gelten zunächst bis zum 18. Dezember. Über eine mögliche Verlängerung gibt es noch vor den Schulferien weitere Informationen, teilte die Stadt am Nachmittag mit.

15.55 Uhr: Dramatische Corona-Lage in Seniorenheimen

Wieder einmal trifft es in der Coronakrise die schwächsten unserer Gesellschaft. Besonders dramatische Beispiele: Im Rhein-Sieg-Kreis gibt es insgesamt 85 Fälle von Corona in zwei Seniorenheimen. 46 Personen sind mm Sankt Antonius-Haus in Siegburg mit Covid-19 infiziert: 34 Heimbewohner, aber auch 12 Pflegekräfte.

Auch im Haus am Eipbach in Eitorf ist die Lage heikel: Hier gibt es 39 Corona-Fälle. Neben 25 Senioren haben sich 14 Mitarbeiter angesteckt. Drei Heimbewohner befinden sich im Krankenhaus.

13.21 Uhr: Millionen Masken in NRW auf Lager

In NRW sind aktuell über 41 Millionen Masken auf Lager, heißt es in einem Bericht des Gesundheitsministeriums an den Landtag. Darunter sind 29,5 Millionen einfacher Mund-Nasen-Schutz und fast 12 Millionen FFP2-, beziehungsweise KN95-Masken.

Die Bestände sollen in den kommenden Wochen mit Lieferungen des Bundes noch ausgebaut werden.

In dem NRW-Zentrallager, das über fünf Standorte verteilt ist, liegen demnach auch 307.000 Handschuhe, fünf Millionen Schutzkittel und 270 Thermometer. Die Vorräte sind für den Fall, dass sich die Corona-Pandemie regional oder überregional verschärft.

12.11 Uhr: Stellvertretender Ministerpräsident Stamp gegen Klassenteilung

Der stellvertretende NRW-Ministerpräsident Joachim Stamp hat die Idee der Klassenteilung zur Pandemie-Bekämpfung als „naive Vorstellung“ bezeichnet.

„Sie können nicht einfach sagen, wir machen jetzt mal halbe Klassen. Sie brauchen dann im Grunde genommen fast das Doppelte an Lehrerinnen und Lehrern, die wir nicht haben“ erklärt der FDP-Familienminister im ZDF-„heute-journal“.

Die Landesregierung stehe in engem Austausch mit Kinderärzten und -psychologen – von ihnen komme der dringende Rat, am Präsenzunterricht festzuhalten.

11.20 Uhr: NRW immer noch weit von 50er-Kennziffer entfernt

NRW liegt bei der wichtigen Kennziffer der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen noch immer weit über dem Bundesdurchschnitt und der Zielmarke von 50. Laut RKI betrug die Sieben-Tage-Inzident im größten Bundesland Deutschlands 166,03.

Damit ist der Wert immerhin erstmals seit dem 2. November unter 170 gesunken – in dem längerfristigen Vergleich ist der Wert 166 aber vorläufig, die Zahl kann sich noch erhöhen.

Der Inzidenzwert von 50 wurde im landesweiten Durchschnitt am 15. Oktober erstmals erreicht – der Höchstwert war am 4. und 5. November 177,9.

Die Fallzahlen in NRW sind auch am Dienstag weiter gestiegen – auf insgesamt 207.224 bestätigte Infektionen (4.405 mehr als am Vortag) und 2.700 Todesfälle (63 mehr als am Vortag).

Besonders heftig wütet das Coronavirus aktuell in Herne. Hier liegt der Inzidenzwert bei 324,7.

7.07 Uhr: SPD und Grüne besprechen Plan B in „Schul-Gipfel“

Bei einem „Schul-Gipfel“ wollen SPD und Grüne am Dienstag bessere Lösung zum Umgang mit der Corona-Pandemie ausloten. Auf Einladung der Oppositionsfraktionen treffen sich Vertreter von Schülern, Lehrern, Schulleitern, Eltern und Kommunen.

Über 160 Teilnehmer von 20 Verbänden haben sich zu der Digitalkonferenz angemeldet, die von Duisburg aus moderiert wird. Die Ergebnisse sollen von den Fraktionsspitzen gemeinsam mit Schul-Akteuren ausführlich am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag vorgestellt werden.

Beim „Schul-Gipfel“ soll besprochen werden, ob ein Wechsel zwischen Präsenz- und Digitalunterricht, gestaffelte Anfangszeiten und entsprechend angepasste Fahrpläne für Busse und Bahnen den Infektionsschutz erhöhen könnten.

„Ich bin nicht mehr bereit zu akzeptieren, dass die Landesregierung unsere Kinder einem fortlaufenden Gesundheitsrisiko aussetzt, ohne einen Plan B dafür zu haben, wie ein sicherer Schulbetrieb in diesen Zeiten gewährleistet werden kann.“

Montag, 16. November 2020

20.45 Uhr: Laschet spricht über die kommenden Wochen

Nach dem Corona-Gipfel mit Kanzlerin Angela Merkel und den anderen Länderchefs hat Ministerpräsident Armin Laschet sich in einer Pressekonferenz zu Wort gemeldet.

Laschet rief die Bevölkerung auf: „Bleiben Sie zuhause!“ Jeder solle seine Kontakte so weit es geht einschränken. „Wir wollen die zweite Welle stoppen. Schulen und Kitas sollen aber offen bleiben“, sagte er.

+++ Corona: Angela Merkel spricht nach Gipfel – und hätte besser geschwiegen +++

„Es ist der härteste Winter, den wir seit Jahrzehnten erlebt haben.“

Und: „Es wird das härteste Weihnachtsfest – sicher – das wir seit Jahrzehnten erlebt haben.“ Er wünsche sich so viel Normalität wie möglich.

20.30 Uhr: Krankenhäuser am Limit – Video aufgetaucht

Krankenhäuser sind am Limit, auch in NRW. Eine Klinik in Hamm (NRW) hat sich deshalb etwas Besonderes überlegt, um die Laune der Mitarbeiter und der Patienten zu heben – und das Ergebnis auf Video festgehalten.

Mit dem Beitrag wolle man auch eine Dankeschön aussprechen für den Zusammenhalt und Teamgeist. Hier mehr lesen – und natürlich sehen >>

17.55 Uhr: 74.000 Schüler in NRW in Quarantäne

Erschreckende Zahl: Fast 74.000 Schüler in NRW befinden sich aktuell nach Informationen der „WAZ“ in Quarantäne. Macht Unterricht so überhaupt noch Sinn?

Die Zahl der von Quarantänemaßnahmen betroffenen Schulen in NRW ist in den vergangenen Tagen jedenfalls weiter gestiegen. Inzwischen können nur noch 80,9 Prozent aller Schulen „regulären Präsenzunterricht für alle Klassen“ anbieten, heißt es in dem Bericht.

17.45 Uhr: 209 Menschen verstoßen in Düsseldorf gegen Corona-Auflagen

Viel zu tun: Die Mitarbeiter des Ordnungs- und Servicedienstes der Landeshauptstadt Düsseldorf (OSD) mussten von Freitag bis Sonntag in zwölf Fällen Ordnungswidrigkeitsverfahren, jeweils gegen eine oder mehrere Personen, einleiten.

Insgesamt 209 Menschen wurden in diesem Zeitraum wegen Verstößen gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und Nichteinhaltung des Mindestabstandes belehrt und 16 Zusammenkünfte von Personen aus mehr als zwei Haushalten aufgelöst.

15.30 Uhr: Vier Lichtblicke auf der Corona-Karte

Die Corona-Karte zeigt: NRW ist flächendeckend rot gefärbt. Alle 53 Städte und Kreise in NRW gelten als Corona-Risikogebiet. Das Land NRW verzeichnet mittlerweile fast überall eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner.

Immerhin: Vier Städte und Kreise weisen am Montag Werte unter 100 aus: der Kreis Soest (90,1), der Kreis Höxter (89,8), der Kreis Coesfeld (85,7) und die Stadt Münster (59,6).

13.30 Uhr: Illegales Fußballturnier in Oberhausen aufgeflogen

In Oberhausen hat die Polizei ein illegales Fußballturnier beenden müssen.

Auf der Platzanlage des SC 1920 und TB Oberhausen an der Mellinghofer Straße hatten sich rund 100 Jugendliche getroffen. Ein Nachbar informierte die Polizei. Pikant: Es waren auch Spieler von Bundesliga-Clubs mit dabei. Hier mehr dazu lesen >>

12.25 Uhr: Berufsschüler aus Essen im Corona-Streik

Schüler des Hugo-Kükelhaus-Berufskollegs in Essen befinden sich seit Montag im Streik. Sie kritisieren laut Radio Essen, dass es in den Klassenräumen zu eng sei und die Belüftung nicht ausreichend. Sie fordern Hybrindunterricht, also eine Aufteilung der Klassen. Die einen würden dann daheim lernen, die anderen hätten Präsenzunterricht. Die Begründung für die Forderung: „Wir haben Angst, Oma und Opa zu infizieren. Angst, uns selber anzustecken.“

10.45 Uhr: Corona-Todesanzeige aus Aachen mit beeindruckender Botschaft

In den Samstagsausgaben der Aachener Zeitung und der Aachener Nachrichten wurde eine außergewöhnliche und sehr emotionale Todesanzeige veröffentlicht. Die Dame verstarb kurz vor ihrem 75. Geburtstag – an einer Corona-Infektion, wie es in der Anzeige heißt.

Die Familie schreibt in der Todesanzeige, die unserer Redaktion vorliegt: „Besonders traurig stimmt die Tatsache, dass sie aufgrund ihrer Vorerkrankungen die letzten 8 Monate zu Hause verbracht hatte und sie sich beim ersten Aufenthalt außerhalb ihrer 4 Wände im Krankenhaus infizierte.“ Die Angehörigen wollen aber den Ärzten und Pflegern keinen Vorwurf machen.

Vielmehr appellieren sie an alle, den Virus ernst zu nehmen und GEMEINSAM (wie es großgeschrieben in der Todesanzeige heißt), einen Weg durch die Krise zu finden. Das sei der einzige Weg aus der Krise. Der Virus dürfe nicht dazu führen, dass sich die Gesellschaft spalten lassen in „Gut oder Böse“. Man müsse wieder lernen, den anderen unvoreingenommen zuzuhören und die jeweiligen Sorgen, auch die „wirtschaftlichen und teils existenziellen Probleme“ ernst zu nehmen. Die Meinungen und Ängste der anderen müssten respektiert werden.

Die Anzeige schließt mit den Worten: „Wir werden den Virus nicht besiegen, aber gemeinsam haben wir eine Chance damit zu leben. Bleibt gesund und passt auf Euch und alle Mitmenschen auf.“

7.35 Uhr: Debatte um Böller-Verbot in NRW zu Silvester wegen Corona

Die Regierungsfraktionen von CDU und FDP im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen wollen, dass Silvester trotz Corona-Pandemie mit Böllern, Raketen und zumindest im kleinen Kreis gefeiert werden kann. „Seit Monaten werden wir in der Politik gefragt, was wir alles absagen wollen oder eher müssen - Bundesliga, Festivals, Sankt Martin, Karneval“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Peter Preuß, der „Rheinischen Post“. „Ich kann Ihnen versichern: Niemand will den Jahreswechsel verbieten.“ Christof Rasche, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion, sprach sich gegen ein Feuerwerksverbot, wie es in den Niederlanden geplant ist, aus. „Privates Feuerwerk und Böllern zu verbieten, wäre aus Sicht der FDP-Landtagsfraktion überzogen.“

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Die Berliner Grünen hatten mit Blick auf die Infektionslage gefordert, an Silvester neben großen Partys auch das Feuerwerk zu verbieten. Deutschland solle dem Vorbild der Niederlande folgen. Die NRW-Grünen sehen das anders: „Wenn vor Ort zentrale Feuerwerke so organisiert werden, dass größere Menschenansammlungen ausbleiben und Abstandsregeln eingehalten werden, können diese eine sinnvolle Alternative zur Böllerei auf öffentlichen Plätzen und Straßen sein“, sagte Landtagsfraktionschefin Verena Schäffer der „Rheinischen Post“.

Zuvor gab es bereits eine Diskussion um das Weihnachtsfest, in die sich Ministerpräsident Armin Laschet einbrachte.

7.25 Uhr: RKI meldet 2.754 Corona-Neuinfektionen in NRW

An Rhein und Ruhr wurden am Sonntag 2.754 neue Coronavirus-Infektionen vermeldet. Damit liegt NRW vor Bayern (2.428) erneut auf den ersten Platz der Bundesländer mit den meisten Neuinfektionen. Zudem gab es 14 neue Todesfälle zu beklagen.

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Während die Corona-Zahlen an Wochenenden in der Regel sinken, weil in den Laboren weniger getestet wird, stieg die Zahl der Covid-19-Patienten in den NRW-Kliniken konstant weiter an. Mittlerweile gibt es 897 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen, am vergangenen Sonntag betrug die Zahl 805. Ein Anstieg um 11,4 Prozent innerhalb von einer Woche.

 
 

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