Coronavirus: NRW-Schüler außer sich vor Wut – „Wir haben Angst...“

Coronavirus: Diese Festivals und Veranstaltungen fallen aus

Von Bundesliga-Spielen bis Wacken: Im Sommer 2020 gibt es keine großen Veranstaltungen. Wir zeigen im Video auch, was sie mit Tickets tun, die wegen des Coronavirus wertlos werden.

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Es ist wohl eines der Streitthemen schlechthin in NRW. Im März waren die Schulen landesweit dicht gemacht worden. Das Ziel: Die Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus so schnell wie möglich eindämmen und senken.

Mehr als einen Monat später scheint das weitgehend erreicht. Die Zahl der Neuinfektionen steigt aktuell bei weitem nicht mehr so stark an wie es zu Beginn der Coronavirus-Pandemie der Fall war. Deswegen hat sich das Land für Lockerungen entschieden – viele Schüler fühlen sich dadurch jedoch zu Versuchskaninchen degradiert. Sie wehren sich gegen die Entscheidung, dass die Abiturprüfungen stattfinden sollen.

In einem emotionalen Video haben sie sich deswegen an die Politik und die Öffentlichkeit gewandt. Die zentrale Botschaft: „Wir haben Angst.“

Coronavirus: Schüler mit emotionaler Botschaft

Sie kommen von Gesamtschulen und Gymnasien aus Essen, Moers, Duisburg, Gelsenkirchen, Leverkusen, Dortmund oder Köln. Aus ganz NRW und sogar Teilen Niedersachsens melden sich die Abiturienten und Abiturientinnen in dem sechsminütigen Clip zu Wort.

Sie finden: Die Öffnungen der Schulen kommt zu früh, das Schreiben der Abiturprüfungen ist unverantwortlich.

Dabei beziehen sie sich auch auf eine Aussage von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP), der zufolge man lernen müsse, mit Angst in Deutschland zu leben.

„Wir haben Angst“

Die Schüler entgegnen: „Wir brauchen in Deutschland nicht lernen, mit Angst zu leben. Wir leben mit der Angst seit Beginn der Krise. Wir haben Angst, Angst um unsere Großeltern, die mit uns in einem Haus leben. Angst um die Existenzen unserer Eltern. Angst vor Todesfällen im Bekanntenkreis. Angst, die Prüfungen nicht zu bestehen.“

Die Sekunden, in denen die Schüler so offen über ihre Sorgen sprechen, sind beklemmend. Hier kannst du dir den kompletten Beitrag anschauen:

Durchschnittsabitur2020

Emotionaler Appell

Weitere Aussagen aus dem Video, die betroffen machen:

  • „Durch die derzeitige Situation können wir Stresssituationen zu Hause nicht vermeiden. Viele Schüler müssen sich um ihre Geschwister kümmern, weil ihre Eltern arbeiten müssen.“
  • „Wir haben uns auf unsere Mottowochen, unsere Zulassungen, unsere Abistreiche und unsere Abibölle gefreut – das alles werden wir nicht mehr erleben. Warum müssen wir dann unsere Abiturprüfungen schreiben?“
  • „Wir sollen ab dem 23. Aril 2020 wieder mit unseren Mitschülern in der Klasse sitzen. Aber Politiker verhandeln in Telefonkonferenzen. Ist das nicht ein bisschen paradox?“
  • „Es ist unverantwortlich gegenüber Schülern, Eltern und Lehrern“

Sie machen sich zudem Sorgen um fehlende Waschbecken, die Nutzung von Mundschutz und Desinfektionsmittel, die im Krankenhaus viel dringender gebraucht werden würden oder die chaotische Vorbereitung auf die Prüfungen.

Petition fordert Durchschnittsabitur

Deswegen fordern die Schülerinnen und Schüler ein Abschlusszeugnis, das auf den bisherigen Halbjahreszeugnissen beruht. Ein sogenanntes Durchschnittsabitur. „Bitte habt ein Herz für uns und versteht unsere Sorgen und Ängste.“

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Das Video ist Teil einer Petition, in der neben dem Durchschnittsabitur auch die Schulschließungen bis Ende Mai gefordert werden. Die Petition findest du >>> hier. (dav)

 
 

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