NRW: Zoll packt aus! DAS schmuggeln Kriminelle während Corona-Pandemie

Der Zoll hat trotz Corona-Lockdown mächtig viel zu tun, zieht immer wieder Schmuggelware aus dem Verkehr.
Der Zoll hat trotz Corona-Lockdown mächtig viel zu tun, zieht immer wieder Schmuggelware aus dem Verkehr.
Foto: imago images / Panthermedia

Jetzt packt der Zoll in NRW aus!

Das Coronavirus wütet noch immer auf der Welt, rund 1,4 Millionen Menschen sind bislang laut der renommierten Johns-Hopkins-Universität (USA) an oder mit Covid-19 gestorben. Deutschland hat über 14.400 Todesopfer zu beklagen. Die zweite Welle hat die Bundesrepublik voll im Griff, landesweit gilt ein Teil-Lockdown, um die Zahl der Ansteckungen zu verkleinern. Entsprechend sind auch persönliche Kontakte reduziert worden, gleichzeitig sind Reisen und der touristische und gewerbliche Grenzverkehr zurückgegangen.

Doch für den Zoll in NRW bedeutet das mitnichten eine ruhigere Arbeitszeit!

NRW: Zoll packt aus! Kriminelle schmuggeln DAS während Corona-Pandemie

Denn eines steht fest: Wo kriminelle Energie schlummert, steckt auch viel Fantasie und Kreativität! Und DIE beschäftigen den Zoll Tag für Tag aufs Neue, auch in Corona-Zeiten. Doch was wird aktuell am meisten geschmuggelt? Gibt es eklatante Unterschiede zum Schmuggelverhalten aus der Vor-Corona-Zeit? Eine Sprecherin der Generalzolldirektion antwortet auf DER WESTEN-Anfrage: „Insbesondere auf den Bezirk des Hauptzollamts Köln sind erhöhte Sicherstellungszahlen von Drogen im Post- und Paketverkehr wahrzunehmen.“

Pikant: Auch im Postverteilzentrum für Postsendungen aus den Niederlanden sei die Anzahl der sichergestellten Briefsendungen „bemerkenswert“ angestiegen. Die Sprecherin weiter: „Zahlreiche Sicherstellungen deuten hier auf verstärkten Online-Drogenhandel hin.“

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Das ist der Zoll in Deutschland:

  • nationale Behörde, die Zoll- und Steuerabgaben beziehen sowie grenzüberschreitenden Warenverkehr überwachen
  • bekämpft auch Schwarzarbeit und Geldwäsche
  • untersteht dem Bundesfinanzministerium
  • die Generalzolldirektion besteht aus neun Direktionen, Hauptsitz in Bonn
  • rund 39.000 Mitarbeiter sind beim Zoll beschäftigt

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Drogen werden noch immer privat geschmuggelt

Im grenzüberschreitenden Individualverkehr auf dem Landweg ist überdies die Zahl der Sicherstellungen rückläufig, allerdings würden Kontrolleinheiten des Zolls sowie die Bundespolizei immer wieder Personen mit Drogen aufgreifen. Nach wie vor würden dabei Drogen in Hohlräumen von Autos versteckt werden, einige Schmuggler transportieren sie aber dreist offen im Fahrzeug oder im oder am Körper.

Die Sprecherin: „Es sind nicht nur Drogen. Auch der Schmuggel von verbrauchsteuerpflichtigen Waren wie Zigaretten oder Wasserpfeifentabak hält an, ebenso wie die Einfuhr gefälschter Konsumwaren.“

„Gute“ Nachrichten gibt es dennoch

Allerdings gebe es auch „gute“ Nachrichten, und das trotz Corona. Denn die großen Post- und Pakethubs der Flughäfen Frankfurt und Leipzig verzeichnen aktuell einen Rückgang an Sicherstellungen verbotener Waren und Gegenstände. Bislang sei der überwiegende Teil der Drogen-Sicherstellungen im Transitverkehr oder bei Umladungen beispielsweise mit den Zielen Mexiko, Thailand oder Laos erfolgt.

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Die Zollsprecherin stellt klar: „Ob hieraus tatsächlich aber eine pandemiebedingte Lageentwicklung abzuleiten ist, muss weiter beobachtet werden.“ Na, positiv wäre das aber ja durchaus...

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Die Corona-Fallzahlen in Deutschland bewegen sich trotz des Lockdown light auf einem kritischen Niveau. Wohin geht der Trend? Alle wichtigen Entwicklungen zum Coronavirus gibt es hier im News-Ticker.