Corona in NRW: Ab heute gilt landesweit Schutzstufe 1 – diese Regeln treten in Kraft

Corona-Varianten: Wie entstehen Mutationen und was macht sie gefährlich?

Corona-Varianten: Wie entstehen Mutationen und was macht sie gefährlich?

Was sind eigentlich Corona-Varianten und warum werden sie mit griechischen Buchstaben bezeichnet.

Beschreibung anzeigen

Die Corona-Zahlen in NRW steigen weiter. Mittlerweile liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 17,1 (Stand: 25. Juli). Ein weiterer Anstieg ist zu erwarten. Es werden zudem Befürchtungen laut, die Flutkatastrophe könnte zum Superspreading-Event werden.

In unserem Live-Blog halten wir dich über alle neuen Corona-Entwicklungen rund um NRW auf dem Laufenden.

+++ Live-Blog aktualisieren +++

Montag, 26. Juli

6.56 Uhr: NRW zieht Corona-Bremse wieder an: landesweit Schutzstufe 1

Infolge steigender Corona-Neuinfektionsraten greifen in Nordrhein-Westfalen ab Montag wieder schärfere Infektionsschutzmaßnahmen. Die Landesinzidenzstufe rückt dann von 0 auf 1. Sie gilt, wenn die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen über 10 aber unter 35 liegt, gerechnet auf 100 000 Einwohner. Das bedeutet automatisch strengere Einschränkungen mit überregionaler Bedeutung - auch für Kreise und kreisfreie Städte, die lokal in der Stufe 0 liegen.

Landesinzidenzstufe 1 heißt unter anderem: generelle Maskenpflicht in Innenräumen, also nicht nur in Arztpraxen, Bussen und Bahnen, sondern beispielsweise auch wieder in Gaststätten, Museen, Zoos und Gottesdiensten. Für den Einzelhandel kehrt die Flächenbegrenzung von einem Kunden je zehn Quadratmeter zurück. Volks- und Schützenfeste, Tagungen mit mehr als 1000 Teilnehmern sowie der Betrieb von Diskotheken und Clubs in Innenräumen sind bis zum 27. August untersagt.

In zahlreichen Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens gilt vor Ort bereits Stufe 1, weitere sind an der Schwelle. Düsseldorf wird laut einer Übersicht des Landesgesundheitsministeriums am Dienstag voraussichtlich schon in Stufe 2 springen.

Der Übergang von Stufe 1 auf 2 greift, wenn eine Stadt oder ein Kreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Grenzwert von 35 überschreitet, am übernächsten Tag. Das zieht noch schärfere Auflagen bezüglich Kontaktbeschränkungen, Test- und Abstandspflichten nach sich.

Solingen wird am Montag sogar als erste Kommune in NRW wieder die höchste Stufe 3 (Sieben-Tage-Inzidenz ab 50) erreichen. Die Klingenstadt hatte nach Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Sonntag mit 64,7 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit.

Dort gelten dann die strengsten Einschränkungen der Coronaschutzverordnung: Treffen im öffentlichen Raum sind ohne Begrenzung nur noch für Angehörige aus zwei Haushalten erlaubt. In der Außengastronomie herrscht Test- und Platzpflicht. Im Einzelhandel, der nicht zur Grundversorgung zählt, gibt es eine Reduzierung der Kundenbegrenzung auf eine Person pro 20 Quadratmeter.

Sonntag, 25. Juli

18.50 Uhr: Corona-Zahlen klettern weiter – DIESE Kommune ist jetzt deutschlandweiter Spitzenreiter

Die Corona-Neuinfektionsrate klettert weiter nach oben. Auch am Sonntag verzeichnete das Robert Koch-Institut (RKI) wieder einen Anstieg der Inzidenz - auf nunmehr 17,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Am Vortag hatte der Wert 16,8 betragen.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit hat mit 64,7 weiterhin Solingen. Wegen der rasant steigenden Zahlen legt die Klingenstadt innerhalb weniger Tage einen Durchmarsch durch alle vier Warnstufen der nordrhein-westfälischen Coronaschutzverordnung hin. Am Montag wird sie laut einer Übersicht des Landesgesundheitsministeriums als erste Kommune in NRW wieder die höchste Stufe 3 (Sieben-Tage-Inzidenz ab 50) erreichen.

Damit gelten wieder strenge Einschränkungen: Treffen im öffentlichen Raum sind ohne Begrenzung nur noch für Angehörige aus zwei Haushalten erlaubt. In der Außengastronomie herrscht Test- und Platzpflicht. Im Einzelhandel, der nicht zur Grundversorgung zählt, gibt es eine Reduzierung der Kundenbegrenzung auf eine Person pro 20 Quadratmeter.

Ab Montag gilt auch wieder eine Landesinzidenzstufe 1 (Sieben-Tage-Inzidenz von über 10 bis 35). Damit gelten in zahlreichen Bereichen strengere Regeln bei Maskenpflicht, Abständen und Zusammentreffen; auch in Kreisen und kreisfreien Städten, die lokal in der Inzidenzstufe 0 liegen. In zahlreichen Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens gilt vor Ort bereits Stufe 1, weitere sind an der Schwelle.

Düsseldorf wird voraussichtlich am Dienstag Stufe 2 (über 35 bis 50) erreichen. Die Landeshauptstadt lag am Sonntag mit 39,9 auf Platz zwei der NRW-Höchstwerte, gefolgt von Köln (31,8). Stufe 2 greift am übernächsten Tag nachdem die 35er-Marke drei Tage infolge überschritten wurde. Dann gilt beispielsweise wieder Test- und Platzpflicht in der Innengastronomie. Weit entfernt davon ist der Kreis Unna, der mit 4,8 die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz in NRW auswies.

Samstag, 24. Juli

10.51 Uhr: Neuinfektionsrate steigt - ab Montag gilt die Inzidenzstufe 1

Die Corona-Neuinfektionsrate in Nordrhein-Westfalen klettert ungebremst weiter nach oben. Am Samstag verzeichnete das Robert Koch-Institut für NRW 16,8 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen (Freitag: 16,2). Der Wert wächst kontinuierlich seit dem 9. Juli und liegt auch über der bundesweiten Inzidenz (13,6).

Deswegen gilt ab Montag wieder die Landesinzidenzstufe 1 (Sieben-Tage-Inzidenz von über 10 bis 35). Damit greifen automatisch strengere Infektionsschutzmaßnahmen mit überregionaler Bedeutung - auch in Kreisen und kreisfreien Städten, die lokal in der Inzidenzstufe 0 liegen. Landesinzidenzstufe 1 bedeutet unter anderem generelle Maskenpflicht in Innenräumen, Flächenbegrenzungen im Einzelhandel sowie strengere Auflagen bei Kontaktbeschränkungen und Mindestabständen.

Freitag, 23. Juli

18.21 Uhr: 2020 mehr Menschen gestorben als in Vorjahren in NRW

Im Pandemiejahr 2020 sind in NRW mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der drei Jahre zuvor. Insgesamt starben 2020 in NRW 214.313 Personen, wie das Statistikamt IT.NRW am Freitag berichtete. Der Zuwachs lag bei 3,3 Prozent - in den Jahren 2017 bis 2019 waren es im Durchschnitt 207.487 Sterbefälle. Die Zunahme gehe vor allem auf einen Anstieg der Gestorbenen-Zahlen in der Altersgruppe ab 80 Jahre zurück. Im Jahresverlauf sei es zu Schwankungen gekommen.

Der höchste prozentuale Anstieg entfiel laut Statistik auf den Dezember - mit 21,7 Prozent mehr Todesfällen als im Durchschnitt der Dezembermonate 2017 bis 2019. Es sei unwahrscheinlich, dass das Ansteigen nicht coronabedingt sei, sagte ein Sprecher des Landesamtes. Vor allem die höheren Zahlen in den Monaten Dezember und auch November mit einem Plus von 12 Prozent deuteten klar darauf hin.

10.35 Uhr: Duisburg setzt Sonder-Impfaktion fort

Die Sonderimpfaktionen der Stadt Duisburg werden nächste Woche an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet fortgesetzt. Für die kostenlosen und freiwilligen Erstimpfungen stehen die Vakzine von Johnson&Johnson sowie von Moderna zu Verfügung.

Die Standorte und Termine:

  • Montag, 26. Juli: Vorplatz (Portsmouthplatz) des Hauptbahnhofes, 9 bis 15 Uhr / Corona-Schnellteststelle, Marktstraße/Bahnhofstraße, Meiderich, 9 bis 15 Uhr
  • Dienstag, 27. Juli: Vorplatz (Portsmouthplatz) des Hauptbahnhofes, 9 bis 15 Uhr / Tafel Duisburg, Brückenstraße 30, Hochfeld 10.30 bis 13.30 Uhr
  • Mittwoch, 28. Juli: Jobcenter Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Straße 103, Stadtmitte, 8 bis 14 Uhr / Tafel Duisburg, Gelderblomstraße 2, Meiderich, 10 bis 13.30 Uhr
  • Donnerstag, 29. Juli: Lifesaver-Brunnen, Königstraße, Stadtmitte, 11 bis 17 Uhr / Tafel Duisburg, Brückenstraße 30, Hochfeld, 10.30 bis 13.30 Uhr
  • Samstag, 31. Juli: Mc Donalds, Duisburger Straße 236, Hamborn, 18 bis 23 Uhr

Impfberechtigt sind alle Duisburgerinnen und Duisburger ab 18 Jahren, die eine Meldeadresse im Stadtgebiet haben. Als Nachweis muss ein Ausweisdokument vorgelegt werden, aus dem die entsprechende Anschrift hervorgeht. Empfohlen wird zudem die Mitnahme des Impfausweises. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht erforderlich.


Am Samstag, 24. und Sonntag, 25. Juli, besteht jeweils von 10 bis 18 Uhr im Impfzentrum/Theater am Marientor die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren ohne vorherigen Termin mit BioNTech impfen zu lassen.

10.12 Uhr: Düsseldorf erlaubt Impfungen für Kinder ab 12

Das Düsseldorfer Impfzentrum weitet sein Impfangebot aus und ermöglicht Kindern ab dem 12. Lebensjahr eine Impfung gegen das Coronavirus. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, da die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut eine generelle Impfung aller Kinder ab dem 12. Lebensjahr zurzeit nicht befürwortet.

Die STIKO empfiehlt ausdrücklich nur die Kinder zu impfen, die einem besonderen Risiko ausgesetzt sind. Hier stehen vor allem Mädchen und Jungen im Vordergrund, die eine bestimmte Vorerkrankung haben. Auf der Liste der Vorerkrankungen steht beispielsweise: Trisomie 21, Diabetes mellitus, relevante Immunsuppression und angeborene zyanotische Herzfehler sowie schwere Herzinsuffizienz oder chronische Erkrankungen wie Niereninsuffizienz.

Aber auch die 12- bis 15-Jährigen, die im Umfeld von gefährdeten Menschen, die sich selbst nicht schützen können, leben, kommen für eine Schutzimpfung mit dem Vakzin der Firma Biontech infrage. Sollten bereits ältere Kinder und Jugendliche unter einem arbeitsbedingten erhöhten Expositionsrisiko stehen, kann auch hier eine Impfung gegebenenfalls erfolgen.

Im Rahmen der Woche des Impfens, die Landesgesundheitsminsiter Karl-Josef Laumann ausgerufen hat, muss vor einem Besuch keine zwingende Terminvergabe erfolgen. Hier müssen lediglich ein Impfpass sowie die Ausweisdokumente des Kindes und der Eltern bereitgehalten werden.

Bei einer individuellen Risiko- und Nutzenabwägung und nach vorherigem individuellem und ausführlichem Aufklärungsgespräch durch das erfahrene ärztliche Fachpersonal sowie Zustimmung der Eltern und des Kindes wird eine Impfung mit BionTech durchgeführt. Da diese STIKO-Empfehlung nicht neu ist, ist das auch keine neue Vorgehensweise für das Düsseldorfer Impfzentrum, allerdings wird zur Abbildung der hohen Aufklärungs- und Abstimmungsanforderungen, soweit möglich ein Kinderarzt/eine Kinderärztin im Impfzentrum anwesend sein, um solche Impfungen durchzuführen.

Donnerstag, 22. Juli

21.09 Uhr: Laumann kündigt schärfere Coronamaßnahmen für NRW an

NRWs Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat angesichts der steigenden Zahl von Corona-Infektionen eine Verschärfung der Schutzmaßnahmen angekündigt. Die Sieben-Tage-Inzidenz liege bei 14,4 (Donnerstag) mit steigender Tendenz. „Ab Montag gilt daher vermutlich für das Land wieder die Inzidenzstufe 1 mit ersten zusätzlichen Schutzmaßnahmen“, sagte Laumann dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitagsausgabe).

Während es in der Inzidenzstufe Null keine Kontaktbeschränkungen gibt, treten in der Stufe 1 erste Vorsichtsmaßnahmen in Kraft. So sind Treffen im öffentlichen Raum ohne Test für Angehörige aus fünf Haushalten erlaubt. In einzelnen Städten und Kreisen gilt Stufe 1 bereits, weitere Kommunen folgen ab Freitag.

19.30 Uhr: Solingen mit Inzidenz über 50 - Gesundheitsamt befürchtet weitere Corona-Fälle

Die Solinger Stadtverwaltung geht davon aus, dass ihre Kommune - nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag mit einer Inzidenz von 54,0 „Spitzenreiter“ in NRW - am Sonntag sogar direkt in Stufe 2 steigt. Der Übergang von Stufe 1 auf 2 greift am übernächsten Tag, nachdem eine Stadt oder ein Kreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Grenzwert von 35 überschreitet. In der Innengastronomie gilt dann beispielsweise wieder Test- und Platzpflicht. Der nicht zur Grundversorgung gehörende Einzelhandel unterliegt wieder Personenbeschränkungen.

Das Solinger Gesundheitsamt befürchtet, dass es durch Rettungs- und Aufräumarbeiten infolge des Hochwassers zu weiteren Corona-Infektionen gekommen ist oder noch kommen kann. „Die Corona-Regeln sind in einer solchen Ausnahmesituation nachvollziehbar zeitweise schwierig einzuhalten“, hatte die Stadtverwaltung bereits am Mittwoch erklärt.

11.50 Uhr: Corona trotz Impfung – hier gibt es Fälle

Das Mülheimer Gesundheitsamt berichtet von ersten Fällen von „Impfdurchbruch“ – einer Corona-Infektion trotz vollständigem Impfschutz.

Das Gesundheitsamt weiß von acht Personen, die sich trotz doppelter Impfung mit dem Coronavirus angesteckt haben. Leiter Frank Pisani sagte der „WAZ“: „Zwei von ihnen wurden mit Astrazeneca geimpft, sechs mit Biontech.“ Jeder Fall werde dem Robert-Koch-Institut gemeldet und soll in eine umfassende Studie einfließen.

Allerdings: Wenn man bedenkt, dass fast 89.700 Menschen in Mülheim geimpft wurden, ist die Zahl der „Durchbrüche“ sehr klein.

8.05 Uhr: Impfzentrum Bochum schließt bald – DAS soll dann dort geschehen

Das Corona-Impfzentrum im Ruhrcongress wird bis zum 30. September geschlossen. Das bekräftigt Stadtdirektor Sebastian Kopietz laut „WAZ“. Ab Oktober sollen die Impfungen nur noch von mobilen Teams sowie in den Hausarztpraxen vorgenommen werden.

Der Ruhrcongress könnte im vierten Quartal 2021 wieder für Kultur und Messen genutzt werden – nach dann 19 Monaten, in denen Großveranstaltungen nicht erlaubt waren. Wo jetzt noch geimpft wird, stünden bis zum Jahresende mehrere Hochkaräter auf dem Programm, darunter The Temptations, Patricia Kelly, Beatrice Egli, Paul Panzer, Sascha Grammel, Dieter Nuhr und Helge Schneider.

Allerdings ist natürlich noch offen, welche Besucherzahlen bis dahin erlaubt sein werden.

Mittwoch, 21. Juli

19.13 Uhr: Du willst dich in Essen ohne Termin impfen lassen? So geht es

In Essen gibt es wieder Sonderimpfaktionen in den einzelnen Stadtteilen. Hier kannst du dich noch in dieser Woche impfen lassen:

15.07 Uhr: Fast die Hälfte der Bevölkerung in NRW geimpft

In Nordrhein-Westfalen ist inzwischen fast jeder Zweite vollständig gegen das Coronavirus geimpft. In NRW sind 63,5 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens einmal und 49,8 Prozent vollständig geimpft, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch (Stand 09.35 Uhr) hervorgeht. Pro 100 Einwohner habe das bevölkerungsreichste Bundesland 110,2 Impfdosen verabreicht. Bis Montag seien 121,8 Impfdosen pro 100 Einwohner geliefert worden.

Mit der vollständigen Impfung fast jeden zweiten Einwohners liegt NRW im Bundesländervergleich nach Bremen und dem Saarland an dritter Stelle.

12.21 Uhr: Infektionszahlen in NRW steigen weiter

Die Corona-Zahlen in Nordrhein-Westfalen steigen weiter. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch wurden binnen sieben Tagen 13,8 Ansteckungen pro 100.000 Einwohnern nachgewiesen. Am Tag zuvor hatte der Wert 13,0 betragen. Die Rate ist in NRW seit dem 9. Juli stetig nach oben geklettert. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag mit 11,4 etwas niedriger als in NRW.

Laut RKI kamen in NRW innerhalb von 24 Stunden zuletzt 501 neue Infektionsfälle und ein Todesfall in Verbindung mit dem Coronavirus hinzu. Seit Beginn der Pandemie starben im bevölkerungsreichsten Bundesland bereits über 17.000 Menschen nach einer Infektion.

An der Spitze der Neuinfektionsraten lag auch am Mittwoch Solingen mit einer Inzidenz von 45,8, gefolgt von Düsseldorf mit 33,0 und Köln mit 23,3. Am niedrigsten war der Wert in Remscheid (3,6). Inzwischen liegen nur noch 20 von 53 Kreisen und kreisfreien Städten unter 10. Wenn die Inzidenz stabil unter 10 liegt, erlaubt die seit dem 9. Juli aktualisierte Corona-Schutzverordnung weitreichende Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen.

Dienstag, 20. Juli

16.29 Uhr: Wird die Flut-Katastrophe zum Superspreader-Event?

Nach der Flutkatastrophe sehen die betroffenen Bundesländer erhöhte Corona-Risiken, weil sich Menschen bei Hilfsaktionen oder in Notunterkünften anstecken könnten. „Insbesondere bei der gemeinschaftlichen Unterbringung in Notunterkünften besteht ein erhöhtes Risiko für die Ausbreitung von SARS-CoV-2-Infektionen“, heißt es aus dem NRW-Gesundheitsministerium.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Die Menschen in den Katastrophengebieten haben derzeit ganz sicher andere Sorgen als das Coronavirus, das verstehe ich. Wenn sich die Menschen nun aber insbesondere in den Notunterkünften gegenseitig anstecken, belastet das die angespannten Strukturen vor Ort zusätzlich. Daher geben wir so viel Impfstoff wie gebraucht wird, in diese Regionen.“

Montag, 19. Juli

19.55 Uhr: NRW-Städte planen Weihnachtsmärkte trotz Corona

Während wir 2020 drauf verzichten mussten, soll es 2021 wieder soweit sein: Eine dpa-Umfrage hat ergeben, dass zahlreiche Städte in NRW ihre Weihnachtsmärkte trotz Corona planen. „Wir gehen davon aus, dass der Markt stattfinden kann“, sagte beispielsweise eine Sprecherin des Weihnachtsmarkts am Kölner Dom.

In Dortmund, Düsseldorf, Aachen und Bochum äußerten sich die Veranstalter in der Umfrage ebenfalls vorsichtig optimistisch. „Wir planen relativ normal, die Aussteller wollen alle wieder mitmachen“, erzählte Patrick Arens von den Dortmunder Schaustellern.

11.28 Uhr: Stadt Duisburg will städtische Schnelltestzentren schließen

Die Stadt Duisburg schließt bald alle städtischen Corona-Schnelltestzentren. „Da mittlerweile ausreichend Teststationen privater Anbieter im Stadtgebiet zur Verfügung stehen und die Nachfrage stark zurückgegangen ist, werden die sieben städtischen Corona-Schnellteststellen zum 31. Juli geschlossen“, teilte die Stadt auf Facebook mit.

Folgende städtische Schnellteststellen werden geschlossen:

  • Theater am Marientor, Mitte
  • Bürgermeister Wendel Platz, Homberg
  • Glückaufplatz, Rheinhausen
  • August-Bebel-Platz, Hamborn
  • Viktoriastraße/Parallelstraße, Hamborn
  • Marktstraße/Bahnhofstraße, Meiderich
  • Buscher Straße, Großenbaum

Mittwoch, 14. Juli

20:12 Uhr: Positiver Coronatest nach Diskobesuch in Essen

Nachdem auch in Essen die Lockerungen der aktuellen Coronaschutzverordnung und der Inzidenzstufe 0 in Kraft getreten waren, hatte am vergangenen Freitag eine Diskothek in der Essener Innenstadt geöffnet. Insgesamt 383 Personen nutzten diese Gelegenheit und strömten zum Feiern dorthin. Unter ihnen waren auch 186 Essenerinnen und Essener.

Im Anschluss gab es prompt mehrere Verdachtsfälle einer Corona-Infektion. Bei einem der Gäste bestätigte sich dieser heute, denn der PCR-Test fiel positiv aus. Alle anderen Menschen, die am Freitag mit der positiv getesteten Person gefeiert hatten, wurden bereits vom Gesundheitsamt kontaktiert. All jene, die nicht vollständig geimpft sind, müssen sich nun in Quarantäne begeben. Das teilte die Stadt Essen mit.

Zwar war beim Einlass in die Diskothek ein negativer Testnachweis verlangt worden, das Ordnungsamt prüft nun jedoch ein Ordnungswidrigkeitenverfahren, da der Partyveranstalter kein durch die Stadt genehmigtes Hygienekonzept vorweisen konnte.

15.49 Uhr: Pop-up-Impfstellen eröffnen in Düsseldorf

Wie die Stadt Düsseldorf bekanntgegeben hat, wurde heute morgen um 10 Uhr eine Maßnahme für ein "niedrigschwelliges und unbürokratisches Imfangebot" gestartet. Somit besteht nun neben der Möglichkeit das hiesige Impfzentrum zu besuchen auch die Chance, sich an drei sogenannten impfen zu lassen.

Das Besondere: Alle Menschen ab einem Alter von 16 Jahren können dort ganz spontan ohne Termin erscheinen und sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Für die Aktion kooperiert die Stadt Düsseldorf mit der Heinrich-Heine-Universität. Dort befindet sich eine der größten mobilen Impfstellen, in der pro Tag rund 450 Erstimpfungen durchgeführt werden sollen. Das Angebot richtet sich jedoch nicht nur an Studierende, sondern alle Impfinteressierten.

Die Maßnahme läuft noch bis zum 23. Juli - allerdings ist das Zentrum nur werktags zwischen 10 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Das Pop-up-Impfzentrum an der Universität hat sei Mittwoch, 14. Juli, um 13 Uhr geöffnet.

11.21 Uhr: Rund 1.000 Infizierte nach Musikfestival in Utrecht

Bei einem Musikfestival in Utrecht haben sich rund 1000 Besucher mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden vom Dienstagabend könnten die Zahlen noch steigen. Die Organisatoren reagierten geschockt und betonten, dass sie sich an alle Auflagen gehalten hätten. Zuerst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet.

Rund 20 000 Menschen hatten das zweitägige Open-Air-Festival „Verknipt“ (Durchgeknallt) am 3. und 4. Juli besucht. Am ersten Tag infizierten sich mindestens 448 Besucher, und am zweiten Tag weitere 516, wie die Nachrichtenagentur ANP berichtete.

Festivalbesucher mussten nachweisen, dass sie geimpft oder negativ getestet waren. Nach Angaben der Veranstalter wurde streng am Eingang kontrolliert. Für Besucher seien Zeitfenster eingerichtet worden, um Andrang zu verhindern.

Die Niederlande hatten zunächst zum 26. Juni fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben und auch Großveranstaltungen erlaubt, sofern Besucher über ein negatives Testergebnis oder einen Impfnachweis verfügten. Nach einem explosionsartigen Anstieg der Infektionen wurden einige Lockerungen wieder aufgehoben. Zuletzt infizierten sich rund 8000 Menschen innerhalb von 24 Stunden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei über 300 Infektionen auf 100 000 Einwohner.

10.50 Uhr: Dortmund auf Inzidenzstufe 0 – wo musst du noch Maske tragen?

Mit ihrer aktuellen Inzidenz von 6,8 befindet sich Dortmund in der „Inzidenzstufe 0“. Jetzt gilt die Maskenpflicht nur noch in Bereichen, „auf deren Nutzung auch Personen, die noch kein Impfangebot wahrnehmen konnten, zwingend angewiesen sind“ – also der ÖPNV, Taxen, Schulbusse oder der Einzelhandel.

„Betreiberinnen und Betreibern anderer Angebote und Einrichtungen können deren Nutzung allerdings weiterhin vom Tragen einer Maske abhängig machen, strengere Regeln also selbst festlegen“, wird Stadtsprecher Michael Meinders von den „Ruhrnachrichten“ zitiert.

Eine Maskenpflicht gilt weiterhin:

  • für Mitarbeiter, die körpernahe Dienstleistungen anbieten, z.B. in der Gastronomie
  • für Besucher und Mitarbeiter in allen städtischen Gebäuden
  • für Besucher von Kultureinrichtungen (außer an festen Sitz- oder Stehplätzen)
  • für Besucher von Sporthallen, für die Sportler selbst vom Gebäudeeingang bis zu den Umkleiden
  • für Schwimmbad-Besucher vom Eingang bis zur Umkleide
  • für Zoobesucher in den Gebäuden

8.33 Uhr: Duisburg sagt Impfungen wegen Unwetter ab

Die Unwetterwarnung am heutigen Mittwoch hat in Duisburg für eine Absage der Impfaktion auf dem Rheinhauser Wochenmarkt und auf der Königstraße am Lifesaver geführt.

Alternativ soll daher ab 10 Uhr im „Forum“ auf der Königsstraße 48 eine Impfaktion stattfinden. Das teilte die Stadt Duisburg auf Facebook mit.

Dienstag, 13. Juli

11.00 Uhr: Gesundheitsministerium lässt Astrazeneca-Bestände erfassen, damit sie nicht verfallen

Wegen mangelnder Nachfrage bleibt NRW aktuell auf den Astrazeneca-Beständen sitzen. Damit keine Dosen verfallen, hat das Gesundheitsministerium jetzt angekündigt, die Lagerbestände mitsamt Verfallsdaten erfassen zu lassen.

Auch, wenn hierzulande viele Menschen Astrazeneca bedauerlicherweise nicht mehr haben wollen, gebe es weltweit noch Millionen, die gar keine Vakzine zur Verfügung hätten, so NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Daher sei es nicht verantwortbar, Dosen verfallen zu lassen.

Die Reserve im Landeslager soll bis Ende Juli zunächst um bis zu 20.000 auf dann 900.000 Dosen verkleinert werden. „Aktuell fließen täglich circa 1700 Dosen aus dem Landeslager an die Impfzentren ab. Damit werden im Wesentlichen ausstehende Zweitimpfungen bedient“, so ein Ministeriumssprecher. In den Beständen der Impfzentren drohe derzeit kein Verfall von Mindesthaltbarkeitsdaten. Laumann hatte darauf hingewiesen, dass auch für Nachimpfungen noch Stoff gebraucht werde. „Die Dritt-Impfungen werden ja kommen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.“

Falls dennoch Astrazeneca-Dosen übrig bleiben sollten, sollen diese gespendet werden – die letzte Entscheidung darüber liegt allerdings beim Bund, der die Impfstoffe besorgt und bezahlte habe, stellt Laumann klar. In NRW haben sich bereits erste regionale Initiativen gebildet, die dafür werben, Vakzine nach Afrika zu spenden.

(red, dpa)