Coronavirus in NRW: Laschet will wieder offene Grenzen ++ Trend zeigt: Einbrüche gehen stark zurück

Chronologie der Corona-Pandemie

In drei Monaten wurden eine Million Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Wir zeichnen die Ausbreitung des Virus nach.

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  • Corona in NRW – das Virus grassiert massiv weiter
  • 1.290 Tote hat Nordrhein-Westfalen bereits zu beklagen
  • Mehr als 33.000 Personen haben sich bereits mit dem Virus infiziert
  • Alle aktuellen News und Entwicklungen hier

Das Coronavirus dominiert weiterhin den Alltag in NRW. Seit dieser Woche sind jedoch Zoos, Friseure, Museen und Spielplätze wieder geöffnet. Ein erster Schritt zurück zur Normalität - am Mittwoch sollen weitere Lockerungen folgen.

Auch die Zahl der Toten, die am Coronavirus in NRW gestorben sind, steigt weiter an. Doch die Zahl der Neuinfektionen sinkt langsam - vorerst.

Coronavirus in NRW: Alle neuen Entwicklungen und Nachrichten zu Covid-19 im Newsblog

In unserem Newsblog zu Corona in NRW bringen wir dich stets auf den neuesten Stand.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Hier wirst du live über News, Entscheidungen und Zahlen informiert.

+++ Newsblog aktualisieren +++

Dienstag, 5. Mai

11.53 Uhr: Neuste Zahlen aus Oberhausen

In Oberhausen sind aktuell 68 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt kommt die Stadt auf 226 Coronavirus-Fälle, wovon 157 genesen sind. Eine Person starb an den Folgen. Zurzeit befinden sich noch rund 200 Personen in Quarantäne, 10 Personen sind in stationärer Behandlung.

Der Großteil der Oberhausener hält sich zudem an die Corona-Regeln. Am Montag musste die Polizei lediglich eine Versammlung von acht Person auflösen und sieben Platzverweise erteilen.

10.24 Uhr: Zwei weitere Todesfälle in Essen

Die Stadt Essen meldet zwei weitere Todesfälle. Ein 63-jährige Mann ist am Sonntag im Altenessener Marienhospital verstorben, eine 56-jährige Frau starb am Montag im Uniklinikum. Beide litten unter "erheblichen Vorerkrankungen". Damit steigt die Zahl der Corona-Toten in Essen auf 35.

09.40 Uhr: Corona-Fall an Duisburger Schule

Ein Schüler der Heinrich-Heine-Gesamtschule in Duisburg-Rheinhausen hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der Schüler und seine Freunde befinden sich in Quarantäne. Weil er aber auch an der Abiturvorbereitung des Krupp-Gymnasium teilgenommen hatte, mussten diese gestoppt werden. Mehr dazu erfährst du hier!

08.42 Uhr: Laschet fordert Stufenpläne

Vor dem wöchentlichen Meeting mit der Kanzlerin Angela Merkel fordert NRW-Ministerpräsident Stufenpläne. „Es ist Zeit, dass wir wieder Perspektiven geben für Arbeitnehmer, vor allem aber für Familien und Kinder. Gerade Kinder und Eltern leiden im Moment in hohem Maße. Wir brauchen klare Stufenpläne für Kitas und Schulen, aber auch den Breitensport“, sagte Laschet dem Münchner Merkur.

Bei der Öffnung von Gaststätten ist Laschet vorsichtiger. „Sobald Alkohol im Spiel ist, wird das Abstandsgebot gern vergessen. Aber selbst wenn wir Restaurants noch nicht sofort öffnen, brauchen die Betriebe und ihre vielen Beschäftigten jetzt eine Perspektive“, so Laschet.

07.51 Uhr: Laschet will wieder offene Grenzen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich klar für eine Öffnung der Grenzen zu Frankreich ausgesprochen. Im Interview mit dem „Merkur“ sagte er: „Wir sollten schnell zu einer Öffnung der französischen Grenze kommen, bald nach Ende der Ausgangssperren in Frankreich am 11. Mai. Der wirtschaftliche Wiederaufbau Europas gelingt nur mit offenen Binnengrenzen.“

Glücklich zeigte er sich darüber, dass die Grenzen zu den Niederlanden und Belgien nie geschlossen wurde. „Unser Problem waren ja nicht einreisende Ausländer, sondern die deutschen Heimkehrer aus dem Ski-Urlaub, die das Virus mitgebracht haben“, erklärt Laschet.

07.03 Uhr: Landesgartenschau in Kamp-Lintfort öffnet

Mit zwei Wochen Verzögerung startet heute um 9 Uhr in Kamp-Lintfort die Landesgartenschau. Am Vormittag können die ersten regulären Gäste über die Ausstellung auf einem neu gestalteten Zechengelände schlendern und sich Gärten, Blumen und Park anschauen. Wegen des Corona-Virus soll es Abstandsmarkierungen, Aushänge, Durchsagen, Zutrittsbeschränkungen und Einbahnregelungen geben. Ursprünglich war die Öffnung für den 17. April geplant gewesen.´

06.42 Uhr: Einbruchs-Zahlen sinken während der Corona-Pandemie

Die Coronavirus-Pandemie hat auch einen positiven Effekt. Dadurch, dass die Menschen deutlich häufiger zuhause bleiben, sinkt auch die Zahl der Einbrüche in Deutschland. In NRW ging die Zahl im März und April im Vergleich zu den Vorjahresmonaten deutlich zurück.

Während vom 1. März bis 26. April 2019 genau 3856 Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW registriert wurden, waren es laut Landesinnenministerium im gleichen Zeitraum dieses Jahres 2336. Das entspricht einem Rückgang von fast 40 Prozent.

Montag, 4. Mai

22.14 Uhr: Laschet fordert Staatshilfe für Autobauer

Steht Deutschland vor der Abwrackprämie 2.0? Das fordern zumindest Autokonzerne, um das Geschäft nach Corona wieder anzukurbeln. Dem Ruf nach staatlichen Kaufanreize für Neuwagen schließen sich jetzt auch Ministerpräsidenten der Länder an, wo die größten Werke stehen. Darunter auch Armin Laschet. „Wir brauchen jetzt Konjunkturimpulse“, sagte der NRW-Ministerpräsident bei einem Besuch im Ford-Werk Köln.

Dort standen wegen der Corona-Pandemie wochenlang die Bänder still. Heute liefen die Bänder wieder an. Unter strengen Hygieneauflagen. So müssen alle Personen auf dem Ford-Gelände einen Mundschutz tragen. Ford stelle deshalb etwa 100.000 Schutzmasken pro Tag selbst her. „Damit entlastet der Autohersteller den ohnehin schon stark strapazierten Markt für Schutzausrüstung im Gesundheitswesen“, teilte das Unternehmen mit.

20.34 Uhr: Landesregierung warnt vor nächster Fake-Mail

Die NRW-Landesregierung warnt vor einer neuen Betrugsmasche bei den Corona-Soforthilfen. Es seien E-Mails im Umlauf, mit der Betrüger versuchten, Daten abzugreifen. „Die Mail-Adresse corona-zuschuss@nrw.de.com ist ein Fake! Das beigefügte Schreiben stammt NICHT von der Landesregierung“, hieß es in der Warnung des Ministeriums über Twitter. Offizielle Mail-Adressen des Landes endeten immer auf nrw.de.

Mit der Masche wollen Betrüger Daten abgreifen, indem die Opfer diese in einem Formular vermeintlich an das Finanzamt schicken sollen. Außerdem sollen die Angeschriebenen Teile von bereits erhaltenen Soforthilfen zurückerstatten. Die Betrüger wollen diese Gelder nach Ansicht des Ministeriums auf eigene Konten lenken. Ziel der neuen Angriffe seien daher insbesondere Unternehmen, die bereits Soforthilfen erhalten haben. Aber auch andere Betriebe seien betroffen.

19.21 Uhr: Irre Szenen bei Ikea: „Das ist einfach unfassbar“

Frank Thelen kann nicht fassen, was sich am Samstag bei Ikea in Köln abgespielt hat. Der Investor aus „Die Höhle der Löwen“ ist eigentlich für mehr Corona-Lockerungen. Doch ein Foto, das aufgetaucht ist und die Zustände vor dem NRW-Ikea dokumentiert, geben dem Unternehmer aus Bonn zu denken: „Das ist einfach unfassbar“, twittert er. Was Frank Thelen so aufregt, siehst du hier >>>

18.40 Uhr: Kritik an Plan zur Kita-Öffnung in NRW

Der angekündigte Alleingang von NRW-Familienminister Jochen Stamp sorgt für Kritik. Sowohl die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) als auch die SPD-Opposition warnen vor Schnellschüssen. „Dass jetzt jeder Minister mit seinen eigenen Vorschlägen vorprescht, wirkt kopf- und orientierungslos“, sagte SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Die Landesregierung solle „zur Abwechslung die Ergebnisse der Bund-Länder-Gespräche auch einfach mal abwarten“.

„Bevor eine Kita wieder mehr Kinder aufnimmt, muss klar sein, wie diese sicher und pädagogisch sinnvoll betreut werden“, ergänzte die GEW-Landesvorsitzende Maike Finnern. Nötig seien dafür konkretere Vorgaben der Landesregierung sowie Absprachen in den eigenen Teams und mit Gesundheitsbehörden. „Einige Kitas können nicht einmal den Mindestabstand von 1,50 Meter gewährleisten.“ Gleichzeitig appellierte die Gewerkschafterin an alle Eltern, ihre Kinder nicht noch mit Schnupfen und ähnlichen Erkrankungen zurück in die Kitas zu geben, damit nicht noch mehr Erzieherinnen ausfallen.

Laschet versicherte derweil: „Ich mache keinen Druck.“ Die von der Ministerpräsidentenkonferenz in Auftrag gegebenen Vorschläge aller 16 Jugend- und Familienminister zur schrittweisen Öffnung der Kitas lägen allerdings entscheidungsreif auf dem Tisch.

17.24 Uhr: Frau spuckt Polizistin an und ruft: „Corona“

Widerlicher Vorfall bei einer Verkehrskontrolle in Wanne-Eickel. Streifenpolizisten hielten am Sonntag einen Autofahrer (52) wegen einer fehlenden Umweltplakette an. Darüber regte sich die Beifahrerin (49) massiv auf und spuckte einer Polizistin ins Gesicht. Dabei rief sie: „Corona!“

Für die 49-Jährige ging es sofort auf die Wache. Sie konnte sich weder ausweisen, noch einen festen Wohnsitz in Deutschland nachweisen. Weitere Ermittlungen ergaben, dass gegen die Frau ein Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Diebstahls vorlag. Jetzt hat sie noch eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte am Hals.

Die Staatsanwaltschaft Bochum ordnete einen Covid-Schnelltest an. Bis das Ergebnis feststeht, bleibt sie auf Anordnung des zuständigen Richters in Gewahrsam.

16.14 Uhr: Bildungsgewerkschaft greift Laschet an: „Chaotische Kommunikation“

Unterricht für alle? Oder doch nur für Absolventen? Eine Ankündigung der Schulöffnung für alle Klassen der Grundschule? Dann doch nicht. Bildungsgewerkschaften haben jetzt genug von kurzfristigen Kursänderungen in NRW. „Die Zeit der Unklarheiten, der Eitelkeiten, der kurzfristigen Information und der Alleingänge muss ein Ende finden“, hieß es in einem offenen Brief des Verbands Bildung und Erziehung (VBE an Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) und Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).

Die „chaotische Kommunikation der letzten Tage“ hat laut VBE für Unruhe und Empörung unter Schulleitungen und Lehrern gesorgt. Auch aus der Opposition und der Gewerkschaft GWE werden Stimmen laut, die einen nachvollziehbaren Plan für die weitere Wiedereröffnung der Schulen im Land fordern.

Nach bisheriger Planung des Schulministeriums kehren zunächst frühestens an diesem Donnerstag die Viertklässler zurück in die Klassenräume. Einige Bundesländer haben diesen Schritt bereits an diesem Montag vollzogen.

Ab dem 11. Mai 2020 sollten auch die Klassen 1 bis 3 tageweise wieder Präsenzunterricht genießen, hieß es zunächst am vergangenen Donnerstag. Das hatte Ministerpräsident Armin Laschet aber nur Stunden später wieder relativiert. Eine entsprechende Infomail wurde korrigiert. Die Grünen fordern jetzt einen sofortigen Runden Tisch mit allen Akteuren an, um ein tragfähges Konzept zu erarbeiten, das auch länger Bestand hält.

15.19 Uhr: Karneval soll stattfinden

Eine Karnevalsfeier in Heinsberg gilt als Katalysator für den Ausbruch des Coronavirus in NRW. Die Hoffnung auf Veranstaltungen im nächsten Jahr wollen sich die Karnevalshochburgen in NRW jedoch nicht nehmen lassen. Sie rechnen fest mit einer Session 2021.

Wie die genau aussehen werde, sei noch unklar, teilten die Präsidenten der Kölner, Düsseldorfer, Bonner und Aachener Karnevalisten am Montag mit. So werde etwa über kleinere und digitale Veranstaltungen nachgedacht.

Die nächste Karnevalszeit werde nicht einfach, erklärte der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn. Schließlich lebe der Karneval „von Nähe und Gemeinsamkeit“ - also allem, was durch die Corona-Krise unterbunden wird. „Dennoch sind wir uns sicher, dass es eine Session auch im kommenden Jahr geben wird und muss“, sagte Kuckelkorn. „Der Karneval ist hier in der Region ein Jahrhunderte altes Brauchtum mit einer hohen sozialen Relevanz. Menschen brauchen solche Traditionen und Verbindungen gerade in Krisenzeiten, um daraus auch Stärke und Mut zu ziehen.“

14.05 Uhr: Düsseldorf erhebt wieder Parkgebühren

Die Stadt Düsseldorf hat das zwischenzeitliche kostenlose Parken wieder aufgehoben. Zudem wird der Testbetrieb der Umweltspuren ab dem 6. Mai wieder aufgenommen. Die Stadt begründet dies so: „Inzwischen können Busse und Bahnen unter Zuhilfenahme eines Mundschutzes und weiteren Vorkehrungen wieder genutzt werden", heißt es in einer offiziellen Erklärung und weiter: „Aus Sicht des Infektionsschutzes ist die Sicherheit im Öffentlichen Personennahverkehr gewährleistet."

13.22 Uhr: Zwei weitere Corona-Tote in Hagen

In Hagen sind am Wochenende zwei weitere Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Die beiden Männer waren über 80 Jahre alt und mehrfahr vorerkrankt. Insgesamt sind aktuell 77 Hagenerinnen und Hagener am Coronavirus erkrankt, es gibt 181 genesene und sechs am Coronsvirus verstorbene Personen.

12.38 Uhr: Entwarnung beim 1. FC Köln: Keine weiteren Corona-Fälle

Beim 1. FC Köln ist kein weiterer Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Fußball-Bundesligist am Montag mitteilte, waren alle am Vortag durchgeführten neuerlichen Tests bei der Mannschaft sowie beim Trainer- und Betreuerstab negativ. Nach zuvor positiven Befunden bei zwei Profis und einem Betreuer waren Zweifel am Geisterspiele-Plan der Bundesliga zur Fortsetzung der Saison aufgekommen. Alle drei Infizierten befinden sich in Quarantäne. Am Montagnachmittag wird die Mannschaft von Cheftrainer Markus Gisdol wieder in Gruppen trainieren.

11.15 Uhr: Heinsberg-Studie: Dunkelziffer könnte bei über 1,8 Millionen liegen

Nach den neusten Erkenntnissen der Heinsberg-Studie könnten sich in Deutschland mittlerweile über 1,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Dies ergab eine Schätzung der Universität Bonn. Als Grundlage für die Errechnung der möglichen Dunkelziffer nahmen die Wissenschaftler das Modell der Heinsberg-Studie. Allerdings handelt es sich hierbei nur um eine theoretische Zahl. Zum Vergleich: Aktuell gibt es 165.000 bestätige Corona-Fälle in Deutschland.

Ein Forscher-Team um den Virologen Hendrik Streeck hatte in der Ortschaft 919 Einwohner in 415 Haushalten befragt und Corona-Tests vorgenommen. In dem Ort hatten sich nach einer Karnevalssitzung Mitte Februar viele Bürger mit dem neuartigen Virus infiziert. Die Gemeinde gilt daher als Epizentrum des Virus. Die Situation ist nur bedingt vergleichbar mit anderen Regionen Deutschlands. Darauf weisen die Forscher in ihrer Studie auch hin.

10.13 Uhr: Zoos für Besucher geöffnet

Ab heute dürfen die Zoos in NRW wieder öffnen. Allerdings sind noch nicht alle Tierparks für die Vorschriften gerüstet. Nur der Krefelder Zoo ist ab heute schon wieder offen. Der Duisburger Zoo und die Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen brauchen noch bis zum Wochenmitte, um die Hygeniemaßnahmen umzusetzen. Auch der Zoo Dortmund möchte noch in dieser Woche wieder öffnen.

08.51 Uhr: Bau der Rheinbrücke verzögert sich wegen Corona

Die Schwierigkeiten beim Neubau der Rheinbrücke bei Leverkusen könnten durch die Corona-Pandemie noch größer werden. Der Landesbetrieb "Straßen.NRW" hat die Ausschreibung für die Fertigstellung des Neubaus der Leverkusener Rheinbrücke veröffentlicht. Der Vertrag soll über gut zweieinhalb Jahre laufen - wenn die Corona-Pandemie es zulässt.

08.12 Uhr: Friseure öffnen wieder – DAS musst du wissen

Ab heute dürfen nicht nur Zoos und Museen wieder öffnen, sondern auch Friseure. Der Andrang auf einen Haarschnitt wird wohl erst einmal groß sein. Doch unter normalen Bedingungen können auch Friseure noch nicht arbeiten. Hier erfährst du alles, was du vor deinem ersten Friseur-Besuch wissen musst >>>

07.36 Uhr: IKEA will Konzept überprüfen

Wer am Wochenende in NRW zum IKEA gefahren ist, musste mit einer langen Wartezeit rechnen. Bei dem Möbelhaus bildeten sich riesige Schlangen. Deshalb will der schwedische Möbel-Riese jetzt sein Konzept überprüfen. „Obwohl gestern weniger Kunden als an einem normalen Samstag in unsere Einrichtungshäuser gekommen waren, hatten wir tatsächlich zeitweise Warteschlangen vor einigen unseren Häusern in NRW. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass wir strenge Zugangsbeschränkungen haben und umsetzen“, sagte eine Ikea-Sprecherin der „Rheinischen Post“: „Wir werden selbstverständlich prüfen, ob wir Anpassungen am Sicherheitskonzept für die Situation außerhalb der Häuser vornehmen können.“

06.41 Uhr: NRW-Minister droht mit Alleingang bei Kita-Öffnung

NRW-Familienminister Jochen Stamp von der FDP hat mit einem Alleingang bei der Kitaöffnung gedroht, sollte am Mittwoch keine deutschlandweite Öffnung beschloss werden. „Ich möchte jetzt gerne unseren Weg gehen. Wir lassen uns nicht noch eine Woche vertrösten“, sagte der stellvertretende NRW-Ministerpräsident im Podcast „Morning Briefing“ von Gabor Steingart.

„Wir müssen organisieren, dass Tagespflegepersonen und Erzieher sich sicher fühlen auch in Zeiten der Pandemie“, sagte Stamp. „Aber auf der anderen Seite müssen wir den Kindern möglichst zügig wieder den Zugang verschaffen.“ Dies sei mit einem „improvisierten Betrieb“ der Kitas möglich.

Zudem kritisierte er die Vorgehensweise von Angela Merkel und der Bundesregierung. Er forderte, dass die einzelnen Bundesländer freier entscheiden dürfen. Schließlich verlaufe die Pandemie überall unterschiedlich. Die regelmäßigen Beratungen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten über die Corona-Maßnahmen kritisierte der FDP-Politiker. Es sei „kein Dauerzustand“, dass alleine die Kanzlerin mit den 16 Ministerpräsidenten bestimme, „was geht und was nicht geht“. „Man könnte den Eindruck bekommen, wir sind bei Hofe“, kritisierte Stamp.

Sonntag, 3. Mai

22.31 Uhr: Besuche in Pflegeheime sollen bald wieder möglich sein

Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann will Besuche in Pflegeheimen in der Corona-Krise wieder erlauben. „Ich bin überzeugt, dass man Besuche in Pflegeheimen wieder möglich machen kann und muss“, sagte der CDU-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montag). Dies müsse unter Einhaltung strikter Sicherheitsstandards geschehen, „wohlwissend, dass wir dabei ein zusätzliches Risiko für Bewohner und Pflegekräfte eingehen“. Wann genau dies geschehen solle, blieb zunächst unklar. Zu seiner Einschätzung sei er in Beratungen mit Pflegeforschern und Fachpolitikern aller Fraktionen gelangt, sagte Laumann.

Zwei Wege könne man den Heimen aufzeigen, erklärte der Minister. „Sie können Besuchsmöglichkeiten außerhalb ihrer Einrichtung schaffen“ - etwa auf einer Terrasse im Garten oder in einem Besucherzimmer im Eingangsbereich, sagte er. Zudem lebe die Mehrheit der Pflegebedürftigen in Einzelzimmern. „Es muss doch möglich sein, dass sie dort ihre Angehörigen empfangen können. Wichtig ist dabei, dass festgehalten wird, wer wann da war“.

21.00 Uhr: NRW hat deutschlandweit geringste R-Zahl

NRW hat deutschlandweit die niedrigste Reproduktionszahl. Das teilte Ministerpräsident Armin Laschet auf Twitter mit und beruft sich damit auf eine Studie der Helmholtz-Gesellschaft. Demnach liege die Zahl in NRW bei 0,43.

18.12 Uhr: Deutschlandlied bei Corona-Demo in Dortmund

Es sollte eine Demo gegen die Corona-Einschränkungen sein, doch plötzlich ertönte das die erste Strophe des Deutschlandliedes bei der Demo in Dortmund. Passanten und die Polizei gingen dazwischen. Nicht der einzige Vorfall, wie du hier lesen kannst.

16.46 Uhr: Weiterer Corona-Todesfall in Bochum

In Bochum ist eine Frau an einer Corona-Infektion gestorben. Die 1934 geborene Frau erlag den Folgen des Virus im Krankenhaus. Das teilte die Stadt am Sonntag mit. Damit steigt die Zahl der am Virus gestorbenen in Bochum auf 17.

Insgesamt wurden 440 Menschen in Bochum positiv getestet, davon sind 382 bereits wieder genesen und 40 noch infiziert. Zwei von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt. Eine weitere positiv getestete Person war in der vergangenen Woche ebenfalls verstorben, allerdings nicht an den Folgen der Corona-Infektion.

14.22 Uhr: Nach Corona-Pause: So lief der erste Gottesdienst im Kölner Dom

Im Kölner Dom hat am Sonntag der erste öffentliche Gottesdienst seit dem 14. März stattgefunden. In den vergangenen Wochen habe man sich mit der Übertragung von Gottesdiensten im Internet beholfen, sagte Kardinal Rainer Maria Woelki zur Begrüßung. „Viele haben einfach als Corona-Engel gearbeitet und alte und gefährdete Menschen im Blick gehabt.“ Es sei schön, jetzt auch wieder gemeinsam die heilige Messe feiern zu können.

Es galten zahlreiche Schutzbestimmungen gegen eine Verbreitung des Coronavirus. Zugelassen waren lediglich 122 Teilnehmer, die im Abstand von zwei Metern in den Kirchenbänken saßen. Aufgeklebte Punkte auf dem Boden wiesen den Gläubigen den Weg durch die Kathedrale. Auf gemeinsamen Gesang wurde verzichtet.

13.03 Uhr: 33.412 Coronavirus-Infektionen und 1287 Tote in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind bis Sonntag 33.412 Coronavirus-Infektionen registriert worden. Das waren 212 bestätigte Fälle mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte. Die Zahl der Toten erhöhte sich innerhalb eines Tages um 19 auf 1268 seit Beginn der Pandemie.

Gleichzeitig galten 25.354 Menschen als genesen - ein Anstieg um 486 innerhalb von 24 Stunden. Die Gesamtzahl der Genesenen basiert ausschließlich auf freiwilligen Rückmeldungen.

11.48 Uhr: Neue Chance in der Corona-Krise - Urlaub vor der eigenen Haustüre

NRW-Tourismusregionen hoffen, dass Urlauber in der Corona-Epidemie die Reiseziele vor der eigenen Haustüre wieder entdecken. NRW sei ein Kurzreiseziel, sagte die Sprecherin von Tourismus NRW, Tonia Haag. „Das heißt die Leute fahren hier eher mal so vier Tage hin, aber nicht für den zweiwöchigen Sommerurlaub in normalen Jahren. Wegen der Corona-Krise könne das aber in diesem Jahr anders sein, so „dass wir noch mal vom Sommer stärker profitieren könnten, als das in einem normalen Jahr der Fall wäre.“ Aber selbst wenn der Tourismus wieder starten könnte, werde es immer noch Einschränkungen geben.

10.28 Uhr: NRW-Opern fordern baldige Wiederaufnahme des Vorstellungsbetriebs

Opernhäuser aus Nordrhein-Westfalen haben eine baldige Wiederaufnahme des Vorstellungsbetriebes gefordert. Demnach soll die Politik „einen realistischen und zügigen Zeitplan“ erarbeiten und „dafür in einen direkten und konstruktiven Dialog mit den Kulturschaffenden“ treten. Ziel dieses Dialoges müsse es sein, „den Vorstellungsbetrieb baldmöglichst, jedoch spätestens ab dem 1. September 2020, wiederaufzunehmen“, hieß am Freitag in einer Mitteilung mehrerer Opernhäuser in NRW, die sich auf Initiative des Theaters Dortmunds zusammengeschlossen hatten.

9.58 Uhr: Ab Montag wieder Führerscheinprüfungen in NRW

Nach der wochenlangen Coronapause werden ab Montag wieder Führerscheinprüfungen in Nordrhein-Westfalen stattfinden. Das gab der TÜV Rheinland am Freitag bekannt. So können die Prüfungen zunächst nur in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln, Mönchengladbach, Neuss und Wuppertal abgelegt werden, ab dem 11. Mai auch in weiteren Städten im südlichen Teil des Bundeslandes.

Um den Sicherheitsabstand einzuhalten, werden bei der theoretischen Prüfung weniger Teilnehmer zugelassen als bisher. Dennoch gilt bei der theoretischen und der praktischen Prüfung eine Maskenpflicht, heißt es weiter.

9.12 Uhr: Seniorenheim in Oberhausen: 19 Infizierte!

In einem Seniorenheim in Oberhausen haben sich 19 Personen mit dem Coronavirus infiziert. 14 Bewohnerinnen und Bewohner sowie fünf Pflegekräfte sind betroffen. Die infizierten Bewohner wurden umgehend separiert. Die Wohnbereiche stehen nun unter besonderem Schutz.

8.27 Uhr: Regionaler Bahnverkehr wird wieder ausgeweitet

Nach dem reduzierten Fahrplan wegen der Corona-Krise sollen von Montag an wieder deutlich mehr Nahverkehrszüge in Nordrhein-Westfalen unterwegs sein. Das Angebot auf den Linien von S-Bahn, Regionalbahn und Regionalexpress werde weiter erhöht, Einschränkungen werde es noch in einzelnen Regionen sowie beim Nacht- und Freizeitverkehr geben, teilte das Verkehrsministerium in Düsseldorf am Freitag mit. In den kommenden Wochen solle sukzessive zum Regelfahrplan zurückgekehrt werden.

Wegen der schrittweisen Normalisierung des öffentlichen Lebens würden wieder mehr Fahrgäste die Bahn nutzen, hieß es zur Begründung. Mit der Rückkehr zum gewohnten Angebot würden die wichtigen Pendlerstrecken werktags wieder vollständig bedient. Zum Schutz vor Infektionen ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, in Bahnhöfen und an Haltestellen vorgeschrieben.

7.31 Uhr: Trotz Corona: Grünes Licht für Landesgartenschau

Die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort kann trotz Corona am 5. Mai öffnen. Darauf habe sich die Landesregierung verständigt, teilte das NRW-Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz in Düsseldorf mit. Ursprünglich war die Öffnung für den 17. April geplant gewesen.

Die Organisation der Landesgartenschau hat dem Land ein Corona-Konzept vorgelegt mit geplanten Abstands-Markierungen, Aushängen, Durchsagen, Zutrittsbeschränkungen in geschlossenen Räumen und Einbahnstraßen-Regelungen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und dargestellt, wie wir unter den gegebenen Umständen eine Gartenschau durchführen können“, sagte Andreas Iland von der Geschäftsführung der Schau.

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