Corona in NRW: Gottesdienst wird Superspreader-Event ++ ernste Lage in den Innenstädten

5 Tipps gegen die Einsamkeit im Corona-Lockdown

5 Tipps gegen die Einsamkeit im Corona-Lockdown

In gewisser Weise droht Einsamkeit in 2020 wohl fast jedem, besonders in der zweiten Lockdown-Isolation. Social Distancing kann für manchen eine psychologische Herausforderung darstellen. Hier die hilfreichsten Tipps gegen Einsamkeit:

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Corona in NRW hat den Alltag fest im Griff. Trotz Teil-Lockdown sind die Infektionszahlen nicht gesunken, jetzt soll der „Jahreswechsel-Lockdown" kommen, um dieses Ziel zu erreichen.

Das würde bedeuten: Wegen Corona wird in NRW alles bis auf lebensnotwendige Geschäfte wie Supermärkte und Apotheken geschlossen. Ob es soweit kommt, das entscheidet sich wohl noch diese Woche.

Hier liest du die neuesten Entwicklungen zusammengefasst.

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News-Ticker: Coronavirus in NRW

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Samstag, 12. Dezember

20.30 Uhr: Gottesdienst in Freikirche endet mit mehr als 60 Infizierten

Riesen-Ausbruch in Lippe: Am 22. November fand dort laut "Westfalen-Blatt" ein freikirchlicher Gottesdienst mit 165 Teilnehmern statt. Der Gottesdienst wurde dabei offenbar zum Superspreader-Event: 65 Personen wurden anschließend positiv getestet. Das berichtete der Landrat Axel Lehmann (SPD) gegenüber dem "Westfalen Blatt".

In Lippe stieg der Inzidenzwert innerhalb einer Woche um 120 auf 312. Die Stadt hatte daraufhin strenge Regeln erlassen.

15.30 Uhr: Handelsverband NRW zu kurzfristigem Lockdown: „Katastrophe“

In der Debatte um verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen und mögliche Geschäftsschließungen vor Weihnachten hofft der Handelsverband Nordrhein-Westfalen auf eine frühzeitige Ankündigung der Maßnahmen. „Es sollte keine Aktion von heute auf morgen wie im ersten Lockdown werden, damit die Kunden nicht in Panik verfallen und sich gut darauf vorbereiten können“, sagte eine Sprecherin des Verbands am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. So könne ein Ansturm mit langen Schlangen vor Geschäften ausbleiben. Den habe der Verband auch für Samstag befürchtet, denn der Tag vor dem dritten Advent sei traditionell der kaufstärkste.

Eine Schließung der Läden vor den Feiertagen wäre „eine Katastrophe“, so die Sprecherin weiter. Das Weihnachtsgeschäft sei die umsatzstärkste Zeit des Jahres, in der die Händler teilweise ein Viertel ihrer Einnahmen verbuchen. Auch ohne harten Lockdown sei aktuell bereits wenig los in den Innenstädten. Laut eigenen Umfragen liege die Frequenz in diesem Jahr lediglich bei 40 Prozent.

15.00 Uhr: Ansturm auf die Innenstädte?

Der erwartete Ansturm beim Weihnachtsgeschäft mit Abstands- und Maskenverstößen in NRW-Innenstädten am Samstag ist bislang vielerorts ausgeblieben. In Köln gebe es noch keine besonderen Vorkommnisse, sagte eine Sprecherin der Stadt am frühen Nachmittag. Das Ordnungsamt sei mit verstärkten Kräften im Einsatz, um die Corona-Verordnungen zu kontrollieren und gegebenenfalls mit Unterstützung der Polizei Sanktionen sowie Sperrungen durchzuführen. „Momentan ist noch alles handelbar und unproblematisch“, ergänzte ein Sprecher der Polizei. Die Innenstadt sei zwar voll, Auffälligkeiten gebe es jedoch nicht.

Auch in Düsseldorf war zunächst alles ruhig. Derzeit sei das Ordnungsamt allein im Einsatz, da die Menschen sich an die Regeln hielten, berichtete ein Sprecher. Ab dem Nachmittag würden dann Kräfte der Polizei unterstützend eingreifen - bisher sei das nicht nötig gewesen. In Münster seien ebenfalls Beamte unterwegs, Einsätze habe es aber bislang nicht gegeben, so ein Polizeisprecher. Die Innenstadt sei auch wegen des schlechten Wetters nur mäßig besucht.

Etwas anders sieht es in Dortmund aus: Dort bildeten sich lange Schlangen vor der City Galerie. Die Menschen warteten auf Einlass.

Auch auf dem Westenhellweg drängt es sich dicht an dicht.

14.30 Uhr: NRW-Impfzentren bald betriebsbereit

Der Aufbau der 53 Corona-Impfzentren in NRW ist auf der Zielgeraden. Das Land NRW hatte die Kreise und Städte angewiesen, die Zentren bis zum 15. Dezember betriebsbereit einzurichten. Im Impfzentrum Essen, das mit zwölf Impfstraßen eines der größten in NRW ist, findet am Samstag ein Testlauf statt.

Geprüft wird nach Angaben einer Stadtsprecherin, ob die geplanten Abläufe in der Messehalle reibungslos funktionieren. Unter den Testpersonen ist auch ein Rollstuhlfahrer. Da noch kein Impfstoff zugelassen ist, kann der Ablauf nur simuliert werden. In Essen sollen später einmal bis zu 2400 Menschen pro Tag geimpft werden können - auch am Wochenende. Wann es losgeht, ist noch offen.

Freitag, 11. Dezember

18.55 Uhr: Nach Aussetzung von Präsenzpflicht – SPD fordert Rücktritt von Gebauer

Die SPD-Opposition im Landtag hat den Rücktritt von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) gefordert. Es brauche einen personellen Neustart in der Schulpolitik des Landes NRW, erklärten Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, und Jochen Ott, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, am Freitagabend.

Gebauer habe das Vertrauen, das es zur Bewältigung der Corona-Krise brauche, nachhaltig beschädigt. Die amtierende Schulministerin sollte mit ihrem Rückzug einen neuen Dialog mit Kommunen, Schulen, Lehrerinnen und Lehrern, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern ermöglichen. Die vergangenen Wochen und Monate hätten in der Schulpolitik für Chaos, Verwirrung und Verunsicherung gesorgt. „Die heutige Schulmail, die die Schulen wieder nach Schulschluss erreicht hat, bringt das Fass zum Überlaufen.“

Bisher hatte Gebauer stets betont, es solle trotz der Pandemie möglichst aus Gründen der Bildungsgerechtigkeit für alle Schüler beim Präsenzunterricht bleiben. Nur in Einzelfällen solle „schulscharf“ digital unterrichtet werden. Das ändert sich nun angesichts dramatischer Infektionszahlen.

Die Kritiker sprechen von einer „panikhaften Kehrtwende“. Der über Wochen dogmatisch abgelehnte Distanzunterricht solle es nun doch richten.„Wir sollten den Jahreswechsel nutzen, um personell und inhaltlich dieser Pandemie an den Schulen mit einem Plan zu begegnen“, so die SPD-Politiker.

Gebauer kündigte weiter an, dass es nach den Weihnachtsferien zwei zusätzliche unterrichtsfreie Tage geben werde, so dass bis zum 10. Januar schulfrei ist. Die Landesregierung hatte schon vor Wochen entschieden, dass die Ferien zudem zwei Tage früher beginnen, also der 18. Dezember der letzte Schultag ist.

16.40 Uhr: Droht jetzt der Vor-Lockdown-Ansturm in den Innenstädten?

Jetzt soll alles ganz schnell gehen. Armin Laschet hat am Freitag den „schnellstmöglichen“ Lockdown gefordert. Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte sollen bundesweit noch vor Weihnachten schließen. Am Sonntag wollen Bund und Länder eine flächendeckende Entscheidung treffen.

Droht wegen des anstehenden Lockdowns ein regelrechter Kundenansturm auf den Einzelhandel an diesem Wochenende? Karl-Josef Laumann will das unbedingt verhindern. Für diesen Samstag und die kommenden Tage hat der der NRW-Gesundheitsminister verschärfte Kontrollen Corona-Regeln im Handel angekündigt.

Dabei würden Polizeikräfte die Ordnungsbehörden „verstärkt unterstützen“, erklärte Laumann am Freitag. Wegen der Lockdown-Diskussionen sei mit einem „erheblichen Kundendruck“ zu rechnen. Der Einzelhandel dürfe aber nicht zu einem „zusätzlichen Infektionsbeschleuniger“ werden, betonte Laumann. Deshalb würden die Einhaltung von Maskenpflicht und Abständen scharf kontrolliert und Verstöße sanktioniert.

Zuständig für die Kontrollen seien die Ordnungsbehörden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Aber auch die Polizei sei gehalten, verstärkt einzuschreiten, wo Corona-Regeln nicht beachtet würden. „Bitten um Amts- und Vollzugshilfe werden wir entsprechen“, sagte der Ministeriumssprecher.

15.44 Uhr: So geht es in Kitas weiter

Nicht nur an Schulen wird ab Montag die Präsenzpflicht aufgehoben. Auch die Betreuung von Kindern in Kitas und Kindertagespflegeeinrichtungen soll auf ein Mindestmaß heruntergefahren werden. Die Betreuung in Kitas werde zwar grundsätzlich ermöglicht - allerdings mit einem klaren Appell an alle Eltern. Mehr dazu hier >>>

12.09 Uhr: Keine Partys an Silvester

Partys an Silvester? Nicht mit Armin Laschet. Der NRW-Ministerpräsident will keine öffentlichen Feiern zulassen. An Silvester sollen außerdem wieder die aktuell geltenden Beschränkungen gelten, dass sich in der Öffentlichkeit nur fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen. An den Lockerungen der Kontaktbeschränkungen über Weihnachten wolle Laschet aber festhalten.

12.03: Viele Schüler müssen ab Montag nicht mehr zur Schule

Für das Land NRW gelten ab Montag bereits verschärfte Corona-Regeln. So wird die Präsenzpflicht an Schulen am Montag nach Angaben von Ministerpräsident Armin Laschet vorerst enden. Schüler ab Klasse acht werden auf Distanz unterrichtet. Für Schüler der unteren Schulklassen werde weiter Regelunterricht angeboten. Eltern werden allerdings dazu angehalten, ihre Kinder nicht in die Schule zu schicken. Die Schulferien werden um zwei Tage verlängert.

Für Schüler aus den jüngeren Klassenstufen solle es noch ein „regelhaftes Angebot“ geben, sagte Laschet. Eltern könnten ihre Kinder aber zu Hause behalten (mehr Details und Reaktionen auf die Entscheidungen dazu hier >>>). Das sei als eine Art „Vorquarantäne“ vor Weihnachten gedacht. Dann müssten noch härtere Maßnahmen folgen.

11.38 Uhr: Laschet will Lockdown vor Weihnachten

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf auf einen bundesweiten Lockdown noch vor Weihnachten dringen. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) werbe dafür, mit den Einschränkungen sogar früher zu starten, als die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina vorgeschlagen habe, hieß es.

Er wolle ein klares, wirksames Signal, um die Zahl der Neuinfektion spürbar zu senken, da die ernste Lage jetzt konsequentes Handeln verlange. Nach dem Willen der NRW-Regierung solle es „schnellstmöglich“ eine Konferenz der Ministerpräsidenten geben, in der ein möglichst zügiger bundesweiter Lockdown vereinbart werde.

09.03 Uhr: Kreis Düren plant Ausgangssperre

Wegen steigender Corona-Zahlen plant der Kreis Düren eine nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr. In diesem Zeitraum soll die Wohnung nur noch bei triftigen Gründen verlassen werden dürfen. Dazu zählt etwa der Job, die Gesundheit oder Lebensmitteleinkäufe. Das berichtet der WDR.

An weiterführenden Schulen soll bereits ab Montag Distanz- oder Wechselunterreicht stattfinden. Kontakte sollen auf ein Mindestmaß reduziert werden. Der Kreis Düren wartet hinsichtlich der Ausgangssperre auf die Zustimmung der Landesregierung.

08.18 Uhr: Trendwende gestoppt – Schallmauer durchbrochen

Es war ein kurzes Intermezzo: In den letzten Tagen sank der 7-Tage-Inzidenzwert in NRW langsam ab. Doch am Donnerstag die ernüchternde Nachricht. Landesweit schoss der Wert wieder in die Höhe, von 141,1 auf 153,4. Das RKI registrierte in den letzten 24 Stunden 7.034 Neuinfektionen. Damit ist die Schallmauer von insgesamt 300.000 landesweiten Infektionen seit Ausbruch der Pandemie durchbrochen. NRW beklagte in den letzten 24 Stunden 120 Tote im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Donnerstag, 10. Dezember

17.05 Uhr: Innenminister Reul fordert bevorzugte Impfung von Polizisten

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) fordert, dass Polizisten bevorzugt gegen Corona geimpft werden. Reul zu „Bild“: „Es wäre ein Unding, wenn Polizistinnen und Polizisten nicht zu den ersten Gruppen zählen würden, die geimpft werden. Sie sorgen für unser aller Sicherheit. Und die kann nur gewährleistet werden, wenn die Polizisten gesund sind.“

Aktuell sind die Polizisten in der Priorisierungs-Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) erst in der 5. von 6. Impf-Runden vorgesehen.

16.33 Uhr: Drogerie ruft Masken zurück

Die in NRW weit verbreitete Drogeriekette „Müller“ hat einen Mund-Nasen-Schutz des Herstellers Media Chain Products zurückgerufen. Betroffen ist die schwarze „7-Monatsschutzmaske viral Protect“ in den Größen M und L, die seit dem 30. Oktober verkauft worden sei.

Der Grund: starker Geruch. Ob ein Gesundheitsrisiko bestehe, sei nicht bekannt, teilte „Müller“ mit. Die Rückgabe sei in jeder Filiale möglich. Der Kaufpreis werde erstattet, auch ohne Vorlage des Kassenbons.

16.04 Uhr: „Querdenker“ wollen Autobahnen blockieren

Der Verfassungsschutz hat mittlerweile ein Auge auf sie geworfen. Die Behörde nimmt eine „Steigerung in der Bereitschaft zur Gewaltanwendung“ wahr. Die Rede ist von den selbst ernannten „Querdenkern“. Die Bewegung hat jetzt die Blockade von Autobahnen angekündigt. Wann und wo sie zuschlagen wollen, das erfährst du hier >>>

14.39 Uhr: Patientin stirbt auf NRW-Intensivstation – dann muss die Polizei anrücken

In Recklinghausen ist es auf einer Intensivstation Anfang der Woche zu turbulenten Szenen gekommen. Nachdem dort eine Frau mit einer Covid-Erkrankung gestorben war, sollten zwei Familienangehörigen die Möglichkeit zum Abschied gegeben werden. Es kam eine Großfamilie. Dann die Polizei. Hier erfährst du mehr >>>

12.22 Uhr: Erschreckende Zahlen nach Querdenker-Demos

Bedenkliche Entwicklung bei Querdenker-Demos in NRW: Rund zehn Prozent der Teilnehmer sind nach Einschätzung NRW-Verfassungsschutzes Rechtsextreme oder Reichsbürger. „Es gibt eine Radikalisierung, je länger die Maßnahmen dauern“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul der „Neuen Westfälischen“.

Immer mehr Rechtsextremisten entdeckten die Proteste für sich. „Hier laufen Impfgegner neben Verschwörungsideologen, da hält der Rechtsextremist sein Plakat neben Bürgerinnen und Bürgern, die Angst um ihr Geschäft haben oder ihre Enkel gern wiedersehen wollen“, sagte Reul. Eine einheitliche „Anti-Corona-Bewegung“ gebe es nicht.

Der Verfassungsschutz hat bislang 400 Querdenker-Demos in NRW gezählt. Am Mittwoch wurde bekannt, dass Baden-Württemberg als erstes Bundesland eine Gruppe der sogenannten Querdenker vom Verfassungsschutz beobachten lässt.

Mittwoch, 9. Dezember

20.30 Uhr: Neuer Maßnahmen-Katalog für Hotspots

Das Gesundheitsministerium hat einen Maßnahmenkatalog für Gemeinden mit besonders hohen Corona-Neuinfektionsraten vorgelegt. „Schulscharf“ sollte dort auch Unterricht auf Distanz erwogen werden, sagte Minister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Düsseldorfer Landtags. Die jüngsten Schüler und die Abschlussklassen benötigten aber weiterhin Präsenzunterricht vor Ort. Ein versetzter Unterrichtsbeginn sei sinnvoll.

Nach Gesprächen mit allen Städten und Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 200 habe das Ministerium darüber hinaus folgende Empfehlungen in einem „Raster“ zusammengefasst: verschärfte Kontaktbeschränkungen auf maximal zwei Personen im öffentlichen Raum, erweiterte Maskenpflicht - zum Beispiel auch auf den Grundschulunterricht, vor Schulen oder in der Nachmittagsbetreuung.

Möglich seien auch weitere Schließungen von Kultur-, Sport- und Bildungsangeboten. Dazu könne das Aussetzen des Schulsports zählen - soweit nicht prüfungsrelevant. Die Nutzung von Spielplätzen könne auf einen Zeitraum bis 16.30 Uhr begrenzt werden, damit sich anschließend dort keine Jugendlichen treffen. Diese Altersgruppe sei neben sehr alten Menschen auch besonders von Ansteckung betroffen.

Weitere Optionen: Alkoholkonsumverbot im öffentlichen Raum sowie Personenbegrenzungen bei Trauungen und Beerdigungen. In Bussen und Bahnen sollten in stark betroffenen Kommunen keine Stehplätze mehr angeboten werden, sondern nur noch weit voneinander entfernte Sitzplätze. Dies erfordere einen Ersatzverkehr.

Laumann beklagte außerdem Defizite bei der Kontrolle der Corona-Schutzauflagen in den Gemeinden. Das betreffe etwa die Anzahl der Kunden in Supermärkten. Jedes Ordnungsamt müsse sich fragen lassen: „Kontrollierst Du Knöllchen oder die Coronaschutzverordnung?“ Auch die Polizei könne stärker helfen.

08.50 Uhr: Virologe äußerst besorgt

Armin Laschet will den „Jahreswechsel-Lockdown“, betont dies auch nochmal im ARD-Morgenmagazin. Doch ein Virologe, den das Magazin befragt hat, sieht das ganz anders.

Er fordert den Lockdown sofort, denn „aus virologischer Sicht sollte man nicht bis Weihnachen warten“. Dafür seien die Zahlen viel zu hoch, auch die Intensivbettenbelegung sei deutlich gewachsen. Allerdings verstehe der Virologe, dass man bei der Entscheidung ganzheitlich denken sollte und viele Faktoren darin einfließen würden.

Dienstag, 8. Dezember

22.07 Uhr: Mehr Corona-Tote pro Woche als Verkehrstote pro Jahr? Professor mit krasser Aussage

Michael Hallek, Professor für Innere Medizin, schätzt die aktuelle Corona-Situation in Deutschland als „dramatisch“ ein. Im Interview mit der „Aktuellen Stunde“ (WDR) sagte der Internist: „Wir haben in einer Woche mehr Covid-Sterbefälle als Verkehrstote im ganzen Jahr.“

Die aktuellsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts belegen diese Aussage bisher jedoch nicht. Die aktuellsten Zahlen zu den Corona-Todesfällen beziehen sich auf die 45. Kalenderwoche (2. bis 8 November) – in diesem Zeitraum starben laut RKI 1.067 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2019 war mit 3.059 Todesfällen dagegen rund dreimal so hoch.

„Wir müssen eine gute Sprache sprechen und nicht in jedem kleinen Bezirk noch eine kleine andere Regel. Weil das für den Bürger völlig unverständlich ist“, appellierte Internist Michael Hallek mit.

Montag, 7. Dezember

10.30 Uhr: Grünes Licht für Event

Trotz Corona darf das Sternsingen in NRW Anfang 2021 stattfinden. Damit dürfen Sternsinger unter Einhalten strenger Hygieneregeln von Haus zu Haus ziehen. Burkhard Kämper vom Katholischen Büro NRW sagte der„Rheinischen Post“ am Montag: „Wir haben in enger Abstimmung mit der Staatskanzlei einen entsprechenden Hygieneplan konkret unter Berücksichtigung der Rechtslage in NRW erarbeitet.“ Ein Sprecher der NRW-Staatskanzlei bestätigte: „Aufgrund entsprechender Schutzkonzepte und unter Vorbehalt der Entwicklung des Infektionsgeschehens ist es zulässig, dass Sternsinger mit den von den Kirchen festgelegten Beschränkungen ihren Segen erteilen können.“

Dem Plan zufolge dürfen fünf Personen (inklusive erwachsener Begleitperson) in einer Gruppe laufen, um Spenden und Süßigkeiten zu sammeln. Sollten Autos eingesetzt werden, gilt im Fahrzeug Maskenpflicht. Singen ist nur im Freien erlaubt. Die Sternsinger dürfen keine Wohnungen oder Häuser betreten. Wenn die Mindestabstände nicht eingehalten werden können, muss sie auch draußen einen Mund-Nase-Schutz tragen.

(DER WESTEN mit dpa)