Corona in NRW: NRW-Städte verschärfen Regeln – HIER gibt es jetzt sogar ein Verweilverbot

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

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Bis zum 7. März besteht in NRW vorerst der Lockdown. Bislang dürfen nur Kitas und Schulen schrittweise wieder öffnen. Doch Armin Laschet spricht jetzt kurz vor dem Corona-Gipfel nächste Woche Klartext.

Corona in NRW – alle Infos zum Lockdown und den Beschlüssen hier

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Donnerstag, 25. Februar

16.30 Uhr: NRW-Kommunen ziehen die Regeln an!

Gleich mehrere NRW-Städte haben nach vollen Parks und Innenstädten am vergangenen Wochenende die Regeln verschärft, um eine Wiederholung zu verhindern.

Köln:

  • Verbot von Straßenmusik in allen Fußgängerzonen im Stadtbezirk Innenstadt, im Rheingarten, auf der Hohenzollernbrücke und am Rheinboulevard von montags bis bis donnerstags zwischen 15 und 22 Uhr, freitags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 22 Uhr ab sofort verboten
  • Maskenpflicht am Freitag, am Wochenende und an Feiertagen (10-22 Uhr) in mehreren Parks: im Stadtgarten, am Aachener Weiher, im Volksgarten und im Jugendpark

Düsseldorf:

  • Maskenpflichtgebiet ,Altstadt‘ wird am Rheinufer von der Dreieckswiese bis zur Rheinterrasse ausgeweitet und die Maskenpflicht täglich von 10 bis 1 Uhr verlängert
  • Im Maskenpflichtgebiet ,Altstadt‘ sowie der Erweiterung entlang des Rheins gilt zudem freitags zwischen 15 bis 1 Uhr und am Wochenende zwischen 10 bis 1 Uhr ein Verweilverbot
  • Verweilverbot: Menschen dürfen sich „im öffentlichen Raum aufhalten, so lange sie sich fortbewegen, jedoch nicht verweilen, im Sinne von länger stehen bleiben, sich hinsetzen oder zum Beispiel auf eine Wiese legen.“

Dortmund:

  • Ausweitung der Maskenpflicht in Grünanlagen und Parks
  • Ab Samstag gilt samstags, sonntags und feiertags zwischen 12 und 18 Uhr eine Maskenpflicht am Phoenix See (Wege rund um den See),Fredenbaumpark, Westpark, Rombergpark, Revierpark Wischlingen, Hoeschpark, Westfalenpark
  • Abseits der Wegflächen darf die Maske unter Einhaltung des Mindestabtstands abgenommen werden

15.27 Uhr: Weniger Unfalltote wegen Corona

Es sind die positiven Seiten der Pandemie: 2020 gab es ein Rekordtief bei den Verkehrstoten in Nordrhein-Westfalen und im Bund. Nach vorläufigen Zahlen starben im vergangenen Jahr auf NRW-Straßen 430 Menschen - 26 weniger als im Vorjahr. Das sei der niedrigste Stand von Verkehrstoten im Bundesland der gesamten vorliegenden Zahlenreihe seit 1980, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag. 1980 waren in NRW im Straßenverkehr noch 2885 Menschen gestorben. Bundesweit sank die Zahl auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1953.

„Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass wegen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 auf deutschen Straßen deutlich weniger Kilometer zurückgelegt wurden als im Vorjahr“, erklärten die Statistiker. Auch die Zahl der Schwerverletzten ging 2020 im Vorjahresvergleich in NRW um gut ein Zehntel auf 12 110 zurück. Insgesamt verunglückten im bevölkerungsreichsten Bundesland gut 67 000 Menschen im Straßenverkehr - 14,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit liegt der Rückgang in NRW fast genau im Bundesschnitt (-14,6 Prozent).

14 Uhr: Reisebürokette schließt 40 Filialen

„DER Touristik“ setzt bei den Reisebüros den Rotstift an. Die Kette „DER Reisebüro“ schließt 40 ihrer rund 500 Filialen, wie das Unternehmen mit Sitz in Köln am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Vollzeitstellen soll um sechs Prozent verringert werden. Der Abbau soll sozialverträglich und durch ein Freiwilligenprogramm erfolgen. Zudem würden betroffenen Beschäftigten freie Stellen in anderen Filialen angeboten. Die Entscheidung sei aufgrund des Corona-bedingten Buchungseinbruches unumgänglich. Zuvor hatte das Fachblatt „Touristik Aktuell“ berichtet.

08.50 Uhr: Mehrere Corona-Fälle auf Polizei-Wache

Schock für die Polizei Lippstadt! Fünf Polizisten sind mit Corona infiziert. Das hat der Polizeisprecher Holger Rehbock bestätigt. Das Gesundheitsamt hat jetzt für 125 Polizeibeschäftigte einen PCR-Test angeordnet. Die Wache soll aber vorerst nicht geschlossen werden. Bei einer Schließung einer Wache wären Bürger mit Recht um ihre Sicherheit besorgt, heißt es.

Mittwoch, 24. Februar

20.38 Uhr: Corona-Ausbruch in Euskirchener Betrieb

In einem Miele-Werk in Euskirchen bei Köln sind nach Corona-Infektionen 200 Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt worden. Insgesamt 14 Fälle seien bisher bestätigt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Seit Dienstagabend ruhe im Werk die Produktion. Bei sechs der positiv getesteten Fälle sei die besonders ansteckende britische Virusvariante nachgewiesen worden. Alle rund 500 Beschäftigten des Werkes seien mittlerweile getestet worden. Die Ergebnisse würden für Donnerstag erwartet.

Gesicherte Erkenntnisse darüber, auf welchem Weg das Virus in das Werk gelangt sei, lägen nicht vor. Die Ausbreitung beschränke sich auf die Fertigung, während bislang kein Beschäftigter aus anderen Bereichen des 110.000 Quadratmeter großen Werkgeländes positiv getestet worden sei.

20:30 Uhr: NRW startet Impfungen von Prioritätsgruppe zwei

In Nordrhein-Westfalen sind die Impfungen gegen Corona auf weiteres Krankenhauspersonal ausgeweitet worden. Seit dieser Woche könnten Ärzte und sonstiges Klinikpersonal mit regelmäßigem Patientenkontakt den Astrazeneca-Impfstoff erhalten, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Auch Personal der Blut- und Plasmaspendedienste gehöre dazu. Diese Gruppen zählen schon zur zweiten Prioritätsgruppe. Zuvor müssten aber die Impfungen des Klinikpersonals, das einem „sehr hohen“ Risiko auf Intensivstationen und in Notaufnahmen ausgesetzt ist, abgeschlossen werden.

Die konkrete Impfreihenfolge aller Personengruppen innerhalb der Prioritätsgruppe zwei steht nach Angaben des Ministeriums derzeit noch nicht fest. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich am Montag geeinigt, Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen und Kita-Erzieher in der Impfreihenfolge von der Gruppe drei in die Gruppe zwei hochzustufen. Zur Gruppe zwei zählen außerdem viele chronisch Kranke und Menschen über 70 sowie auch Polizisten.

In NRW solle der Impfstart für die Lehrkräfte und Kita-Personal in der ersten Märzhälfte beginnen, hatte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) angekündigt. Um die vorgezogene Impfung gibt es aber bereits Streit. Die Polizei befürchtet, in der Impfreihenfolge nun nach hinten zu rutschen.

18.23 Uhr: Stadt Köln erweitert Impfangebot mit AstraZeneca

Wegen vieler nicht wahrgenommenen Impftermine hat die Stadt Köln sich dazu entschieden, sein Impfangebot für eine Impfung mit AstraZeneca zu erweitern. So sollen Angehörige der ersten und zweiten Prioritätengruppe, die noch kein Impfangebot erhalten haben, die Möglichkeit zu einer Impfung mit AstraZeneca bekommen. Das hat die Stadt am Mittwoch in einer Pressemeldung mitgeteilt. Bisher wurden nur 3.100 Impfdosen von den im Februar verfügbaren 7.844 Impfdosen im Kölner Impfzentrum verimpft. Der AstraZeneca-Impfstoff findet derzeit weniger Akzeptanz als der Impfstoff von BioNTech/Pfizer.

Außerdem weitet die Stadt die Maskenpflicht aus. Im Stadtgarten, am Aachener Weiher, im Volksgarten und im Jugendpark muss freitags, samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 22 Uhr eine Maske getragen werden. Die Maske darf überall dort, wo die Maskenpflicht gilt, auch nicht zum Rauchen abgenommen werden. Zum Essen oder Trinken darf sie lediglich im Stehen und im Sitzen abgenommen werden.

16.30 Uhr: Keine blauen Briefe im Corona-Jahr - doch Sitzenbleiben möglich

Schüler in Nordrhein-Westfalen müssen am Ende dieses zweiten Corona-Schuljahres keine „blauen Briefe“ fürchten. Es würden keine Schreiben zu gefährdeten Versetzungen verschickt, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch. Anders als im vergangenen Schuljahr können leistungsschwache Schüler aber trotzdem sitzenbleiben. Es werde am Ende des Schuljahres „Versetzungsentscheidungen“ geben, sagte die Ministerin. Zugleich würden aber erweiterte Nachprüfungsmöglichkeiten geschaffen. Schüler könnten eine Klasse auch freiwillig wiederholen, ohne dass das auf die maximal zugelassene Verweildauer an der Schule angerechnet werde.

Die Maßnahmen sind im Bildungssicherungsgesetz 2021 enthalten, das vom Kabinett beschlossen wurde und nun in die Verbändeanhörung geht. Mit dem Gesetz sollen laut Gebauer „faire und gerechte Bedingungen in Pandemie-Zeiten“ ermöglicht werden. Den Schülerinnen und Schülern sollten auch in diesem Jahr durch die Pandemie keine Nachteile für ihre Bildungs- und Berufswege entstehen.

Am Ende der Erprobungsstufe nach Klasse 6 sollen dieses Jahr nach Beratung durch die Schule ausnahmsweise die Eltern entscheiden können, ob ihr Kind eine Ehrenrunde dreht oder die Schulform wechselt. Die Klassenkonferenz soll trotzdem eine Aussage dazu treffen, ob ein Schüler an der gewählten Schulform bleiben kann.

16 Uhr: Mitarbeiter von Reul infiziert

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat sich mit einer Mail aus dem Homeoffice laut der „Bild“ bei seinen Mitarbeitern für die zahlreichen Genesungswünsche bedankt. Es gehe ihm „den Umständen entsprechend einigermaßen gut“, wird die Nachricht zitiert. Der Innenminister kämpfe nach wie vor mit den Symptomen, komme aber gut zurecht.

Laut der Nachricht sollen zehn weitere Mitarbeiter aus Reuls Umkreis infiziert sein. Dazu Reul: „Ihnen gilt meine größte Sorge.“ Sie und ihre Kontaktpersonen befinden sich derzeit wie Reul selbst in Quarantäne. Seine Amtsgeschäfte führe er derzeit vom Wohnzimmertisch durch, so der Innenminister.

Für ihn eine lohnenwerte Erfahrung: Dadurch lerne er, „einmal die Widrigkeiten kennen[...], mit denen viele von Ihnen im Homeoffice zu kämpfen haben.“

14.35 Uhr: Eltern von Gymnasiasten fordern Öffnung der Schulen für alle

Die Landeselternschaft der Gymnasien fordert täglichen Präsenzunterricht für alle Klassen in NRW. Mit einer Reduzierung der Unterrichtsstunden sowie Verteilung auf Vor- und Nachmittage wäre das möglich, sagte die Verbandsvorsitzende Jutta Löchner am Mittwoch in Düsseldorf.

Eine aktuelle Umfrage der Landeselternschaft habe alarmierenden Handlungsbedarf zutage gefördert: Demnach erwarten mehr als 40 Prozent der über 41.000 Eltern, die geantwortet haben, mittelgroße bis schwerwiegende Wissenslücken durch den eingeschränkten Unterricht in der Corona-Pandemie.

Fast 30 Prozent der Eltern mit Kindern im 5. Jahrgang gaben an, sich „nahe am Limit“ zu fühlen. Rund 40 Prozent beantworteten die Frage „Wie geht es ihrem Kind?“ mit: Frustriert die fehlenden Sozialkontakte setzen meinem Kind zu“ oder mit „nicht gut“. 1,6 Prozent der Eltern wollen sich sogar ärztliche oder psychologische Hilfe für ihre Kinder suchen.

Hochgerechnet auf eine halbe Million Gymnasiasten in NRW seien Tausende Kinder betroffen, bilanzierte die Landeselternschaft. „Wir können es uns nicht länger leisten, dass die Kinder über Monate zuhause bleiben“, warnte Löchner.

12.41 Uhr: Mehr Impfungen pro Tag ab März – so soll es möglich sein

In Nordrhein-Westfalen sollen von März an 85.000 Corona-Impfungen pro Tag ermöglicht werden. Derzeit könnten schätzungsweise täglich 70.000 Impfungen erfolgen, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Geimpft werde in den 53 Impfzentren und durch mobile Teams. Das Krankenhauspersonal impfe sich eigenständig. Derzeit plane das Ministerium, die bestehenden Impfzentren auszubauen sowie weitere Impfstellen und Schwerpunktpraxen einzurichten. Sondiert werde auch, ab wann die Hausarztpraxen in der Fläche in den Impfprozess integriert werden könnten.

Lehrkräfte und Kita-Personal sollen dann ab der ersten Märzhälfte geimpft werden. Doch darum gibt es Streit: Die Polizei befürchtet, in der Impfreihenfolge nun nach hinten zu rutschen. Die Gesundheitsminister hatten sich am Montag geeinigt, Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen und Kita-Erzieher in der Impfreihenfolge von der Gruppe drei in die Gruppe zwei hochzustufen. Zur Gruppe zwei zählen außerdem viele chronisch Kranke und Menschen über 70 sowie auch Polizisten.

10.59 Uhr: Polizei tauscht Tausende Masken wegen Produktionsfehler aus

Wegen möglicher Produktionsfehler beim Filtermaterial tauscht die NRW-Polizei landesweit 400.000 Corona-Schutzmasken aus. Einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung bestätigte am Mittwoch eine Sprecherin des Innenministeriums. Seit Januar seien in Einzelfällen Fehler an den Masken aufgefallen, die die Schutzwirkung beeinträchtigen könnten. Die Polizeibehörden seien angewiesen, die Schutzmasken gegen fehlerfreie auszutauschen. Das Ministerium prüfe Schadenersatzansprüche gegen Hersteller. Einen Maskenengpass bei der Polizei gebe es aber nicht, sagte die Sprecherin.

Seit Anfang 2020 seien insgesamt rund vier Millionen Masken verschiedener Hersteller an die Behörden geliefert worden. Bei 10.000 Masken davon sei bei einer Laborüberprüfung eine verminderte Filterleistung festgestellt worden. Diese Masken seien erst gar nicht ausgegeben worden, sie würden derzeit eingelagert. Die 400.000 Masken, bei denen sich jetzt mögliche Mängel gezeigt hätten, seien landesweit an alle Polizeibehörden ausgegeben worden. Der Umtausch laufe derzeit noch.

09.24 Uhr: Mülheim an der Ruhr sinkt unter 35er-Marke

Der 7-Tage-Inzidenzwert für Corona-Neuinfektionen in NRW hat sich kaum verändert. Binnen 24 Stunden stieg er leicht von 60,6 am Vortag auf 60,9, wie das Robert Koch-Institut am Dienstagmorgen mitteilte.

Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages lag in NRW bei 1838, es starben 80 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöhte sich die Zahl der Corona-Toten im Bundesland auf 12.800 Menschen.

Innerhalb von NRW bleibt Solingen besonders belastet. Dort stieg der Inzidenzwert von 114,3 am Vortag auf 121,8. Der niedrigste Wert wurde weiter aus Münster (27,3) gemeldet. Unter der 35-er-Schwelle liegt außerdem Mülheim an der Ruhr (34,6).

07.59 Uhr: Impfzentren ändern Öffnungszeiten

Die Impfzentren sollen in Kürze auch vormittags öffnen. Das berichtet die „Rheinische Post“ (Mittwoch) unter Berufung auf die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein. Zusammen mit dem Beginn der Zweitimpfungen in den Impfzentren voraussichtlich ab März sollten die Einrichtungen demnach auch vormittags arbeiten.

Bislang haben die 53 Impfzentren in NRW in der Regel von 14 bis 20 Uhr geöffnet. Das soll sich aber auf Dauer ändern: Der Vertrag zwischen dem Land NRW und den Kassenärztlichen Vereinigungen für die Impfzentren sehe Öffnungszeiten grundsätzlich von 8 bis 20 Uhr vor, und zwar von Montag bis Sonntag.

06.57 Uhr: Einzelhandel bereitet Klagewelle vor

Egal ob MediaMarktSaturn, Obi oder der Modehändler Breuninger: Bei immer mehr Einzelhändlern in Deutschland reißt nach Monaten des Lockdowns der Geduldsfaden. Die Folge: Auf die deutschen Gerichte rollt derzeit eine Klagewelle zu, mit der die Elektronikhändler, Baumärkte und Modegeschäfte ein Ende der Ladenschließungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie erzwingen wollen.

Beispiel MediaMarktSaturn: Deutschlands größter Elektronikhändler hat beim Oberverwaltungsgericht Münster einen Eilantrag auf Aufhebung der Betriebsschließungen in NRW gestellt. Anträge in weiteren Bundesländern sollen folgen. „Die bereits seit mehr als zwei Monaten bestehenden Betriebsschließungen in Deutschland sind unverhältnismäßig. Der Einzelhandel war nachweislich nie ein Infektionshotspot“, begründete Deutschland-Chef Florian Gietl den Schritt.

MediaMarktSaturn ist nicht allein. Auch die Baumarktkette Obi, sowie die Textilketten Peek&Cloppenburg (Düsseldorf) und Breuninger ziehen vor Gericht. „Wir haben Klagen vor den Verwaltungsgerichtshöfen in Baden-Württemberg, in Hessen, in Nordrhein-Westfalen, in Thüringen und Sachsen eingereicht - überall dort, wo wir Häuser haben. Ziel ist die sofortige Aussetzung der Lockdown-Maßnahmen, weil sie nicht verhältnismäßig sind und eine Ungleichbehandlung gegenüber dem Lebensmittelhandel bedeuten“, sagte ein Breuninger-Sprecher. Alternativ fordere das Unternehmen Entschädigungen. „Denn jeder Tag, an dem unsere Stores geschlossen sind, kostet richtig Geld.“ (rad/dpa/afp)

 
 

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