Corona in NRW: Risikogebiet Duisburg verkündet strenge Regeln! +++ Mehrere Coronafälle an Schulen in Herne

Duisburg ist seit Montag Corona-Risikogebiet.
Duisburg ist seit Montag Corona-Risikogebiet.
Foto: imago images

Das Leben in NRW ist durch Corona weiterhin massiv eingeschränkt. Im bevölkerungsreichsten Bundesland steigen die Zahlen der Neuinfektionen mit Corona weiter an. Das beschäftigt aktuell auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel.

In einigen Städten in NRW gab es wegen der hohen Ansteckungsgefahr bereits deutliche Konsequenzen für das öffentliche Leben.

+++ Corona in NRW: RKI meldet brisante Infektionszahlen ++ Krasser Trend auf Intensivstationen +++

Corona in NRW: Neue Regeln

Um die Pandemie im kommenden Herbst und Winter im Griff zu behalten, gibt es seit dem 1. Oktober neue Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Wer diese nicht befolgt, setzt nicht nur sein Leben und das anderer Menschen aufs Spiel, sondern muss mit saftigen Strafen rechnen.

Alle Infos hier im Newsblog.

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Montag, 12. Oktober:

13.59 Uhr: Mehrere Coronafälle an Herner Schulen

An Schulen in Herne hat es eine Reihe von Coronafällen gegeben. Betroffen sind die Michaelschule, Josefschule, Südschule, Hans-Tilkowski-Schule, Schule an der Börsinghauser Straße, Gymnasium Wanne, Gesamtschule Wanne. Die Schulen seien informiert worden, Betroffene in Quarantäne.

Ansonsten zieht die Stadt Herne ein positives Fazit des Wochenendes. Die 35 angemeldeten Feiern sind von der Ordnungsbehörde kontrolliert worden. Dabei wurde festgestellt, dass bis auf acht alle von den Gastgebern abgesagt worden waren. Bei den durchgeführten Feiern gab es weder in Hinblick auf die Gästezahl - es gilt seit Samstag eine Beschränkung auf 25 Personen - als auch auf Hygienekonzept und Listen der Anwesenden Beanstandungen. Die Stadt Herne kündigt an zudem stichprobenartig bekannte Räume darauf kontrollieren, ob dort unangemeldete Feiern stattfinden.

11.55 Uhr: Strengere Regeln in Duisburg

Nachdem Duisburg am Montag den kritischen Inzidenzwert von 50 überschritten hat, hat die Stadt am Morgen eine Reihe von Maßnahmen verkündet.

  • Die maximale Größe für Feiern außerhalb privater Wohnungen wird ohne Ausnahme auf 25 Personen festgelegt. Wer dagegen verstößt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 250 Euro.
  • Wer Räumlichkeiten vermietet oder eine Feier veranstaltet, die nicht den aktuellen Coronaregeln entspricht, muss mit Bußgeldern bis zu 2500 Euro rechnen.
  • Es gilt eine Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden und auf Märkten.
  • Die maximale Gruppengröße im öffentlichen Raum beträgt fünf Personen - nicht nur im Freien, sondern auch in Gaststätten und Restaurants. Eine größere Anzahl darf nur zusammenkommen, wen sie aus einem gemeinsamen Haushalt stammt.
  • Bei Sportveranstaltungen gilt ab sofort eine Zuschauergrenze von 150 (statt bisher 300)

8.42 Uhr: Niederländer sollen nicht nach NRW kommen

Die NRW-CDU appelliert an Niederländer, aus Infektionsschutzgründen in der Vorweihnachtszeit besser nicht zu Besuch in die Großstädte zu kommen. „Wir heißen unsere Nachbarn sonst immer gern in NRW willkommen – aber in diesem Jahr muss unser Appell in die Niederlande lauten: Bitte bleibt daheim“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Peter Preuß, der „Rheinischen Post“.

Solche präventiven Warnungen findet Preuß auch sinnvoll. „Städte wie Köln und Düsseldorf haben zudem Handhabe etwa über die Begrenzung von Reisebus-Anmeldungen“, sagte Preuß.

6.25 Uhr: Duisburg ist jetzt Risiko-Gebiet

Duisburg ist jetzt Risiko-Gebiet! Die Stadt hat die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Wie aus den Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen hervorgeht, liegt der Wert bei 50,1. Seit Beginn der Corona-Krise haben die Gesundheitsämter in der Stadt 3251 nachweisliche Infektionen gemeldet.

Sonntag, 11. Oktober:

15.29 Uhr: Laschet kündigt neue Corona-Regeln in NRW an! Private Feier mit maximal 50 Gästen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kündigte nach einer Sondersitzung des nordrhein-westfälischen Kabinetts neue Corona-Regeln für NRW an. Wichtigster Punkt: Private Feiern werden auf maximal 50 Gäste begrenzt. Das gilt NRW-weit auf für Städte und Kreise, die keine Risikogebiete sind. Die Begrenzung gilt für Feiern in Lokalen oder Gaststätten. Für Privatwohnungen gibt es keine Regelungen. Laschet appelierte jedoch: "Verzichten Sie jetzt auf Feiern im privaten Raum."

Zudem bat Laschet darum, auf Reisen in den Herbstferien zu verzichten. Eine gesetzliche Reise-Einschränkung gebe es jedoch nicht.

Weitere Regelungen sollen spätestens ab 1. November NRW-weit für alle Städte und Kreise, welche die kritischen Inzidenzwerte von 35, beziehungsweise 50, überschreiten. Damit wolle man die Handlungsweisen in NRW vereinheitlichen.

Die Maßnahmen in der Übersicht:

  • Kontaktbeschränkungen: maximal fünf Personen dürfen sich gemeinsam im öffentlichen Raum treffen
  • Bußgeldkatalog: soll einheitlich gelten
  • Sperrstunde: Öffnungszeiten von Bars und Restaurants werden eingeschränkt
  • Großveranstaltungen: Events (wie zum Beispiel Konzerte) im Freien mit mehr als 500 Menschen, in geschlossenen Räumen mit mehr als 250 Personen, werden abgesagt
  • Partys: Feiern nur noch mit maximal 25 Personen

Diese Maßnahmen gelten allerdings wie erwähnt nur, wenn der kritische Inzidenzwert überschritten wird.

9.24 Uhr: Allgemeinverfügung tritt ab Montag in Essen in Kraft

Ab Montag, 12. Oktober, tritt aufgrund der hohen Zahlen in Essen eine neue Allgemeinverfügung der Stadt mit weiteren Einschränkungen für das öffentliche Leben in Kraft. Die Allgemeinverfügung regelt, dass private Veranstaltungen im öffentlichen Raum ab Montag nur noch mit maximal 25 Personen zulässig sind. Veranstalter von Feiern müssen eine Gästeliste führen und diese auch während der Feier aktualisieren.

„Die Regelung gilt für private Feiern in angemieteten Räumen, Gaststätten oder Restaurants. Sie gelten auch für Beerdigungen. Ausnahmegenehmigungen sind nicht möglich“, teilt die Stadt Essen am Sonntag mit. Und weiter: „Wichtig ist außerdem, dass ab Montag eine Gruppe nur noch aus höchstens sechs Personen bestehen darf. Bisher waren es 10 Personen aus unterschiedlichen Haushalten.“

Zudem gilt in städtischen Gebäuden ab Montag eine Maskenpflicht.

Auch für Reisende hat die Überschreitung des Inzidenzwertes nun Auswirkungen. In einigen Bundesländern gilt bereits ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus Risikogebieten innerhalb Deutschlands. Reisende müssen ein negatives Testergebnis vorweisen. Dieses darf nicht älter als 48 Stunden sein.

8.10 Uhr: Essen jetzt Risikogebiet

Auch die Stadt Essen hat nun die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen überschritten.

So stieg die Zahl am Sonntag auf 57,3 an. Das bedeutet nun Konsequenzen für die Bewohner der Großstadt im Ruhrgebiet. Unter anderem gelten nun strengere Gesetze bei Partys.

Samstag, 10. Oktober:

17.42 Uhr: Nächster NRW-Kreis reißt kritischen Inzidenzwert

Nächstes Risikogebiet in NRW! Der Kreis Recklinghausen hat den kritischen Inzidenzwert von 50 überschritten. Allein heute gab es etwa 80 Neuinfektionen. In Recklinghausen gelten somit strengere Corona-Maßnahmen:

  • Feiern mit maximal 25 Gästen
  • Treffen im öffentlichen Raum maximal mit fünf Personen
  • Wer in den Urlaub fahren will muss unter Umständen ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen. Es darf nicht älter als 48 Stunden sein

Der Kreis selbst hat sich noch für weitere Maßnahmen entschieden. Unter anderem Mund-Nasen Schutz an weiterführenden Schulen, für Erzieherinnen in Kitas und im Ganztag, Maskenpflicht in Fußgängerzonen und Verbot von Shisha-Rauchen im öffentlichen Raum.

15.53 Uhr: Run auf Testzentren in NRW

Menschen mit Reiseplänen aus nordrhein-westfälischen Corona-Risikogebieten haben an diesem Samstag für Andrang bei Testzentren gesorgt. Anlaufstellen am Kölner Hauptbahnhof und am Flughafen Köln/Bonn seien gut ausgelastet, sagte ein Stadtsprecher am Samstagmittag. Besonders der Hauptbahnhof war demnach am Samstag wegen der zentrale Lage in der Innenstadt für Abstriche besonders gefragt.

„Im Moment merken wir, dass die Leute vermehrt ankommen, insbesondere sind das Personen, die in den Urlaub fahren wollen“, berichtete der Sprecher in Köln. Es müssten Wartezeiten von bis zu zwei Stunden in Kauf genommen werden. Das Testzentrum in der Stadt Remscheid wird nach Angaben einer Sprecherin seit seiner Eröffnung Mitte der Woche sehr stark frequentiert. Die Nachfrage habe noch einmal angezogen, seit klar sei, dass die Tests für die Urlauber kostenfrei seien. „Es bilden sich unglaubliche Schlangen“, sagte die Sprecherin am Samstag.

Hintergrund: In den meisten Ländern dürfen Urlauber aus Gebieten mit Neuinfektionszahlen über der kritischen Grenze von 50 nur dann beherbergt werden, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können.

7.11 Uhr: Essens OB Kufen findet deutliche Worte

Wird es auch in Essen eine Sperrstunde und ein Alkoholverbot geben? Oberbürgermeister Kufen findet in der „WAZ“ deutliche Worte. Eine Sperrstunde für die Gastronomie oder Alkoholverbote, wie sie etwa München umsetzte, seien in Essen bislang kein Thema. Es gebe zwar Verstöße gegen die Corona-Regeln. „Wir sehen aber bislang nicht, dass die Kneipenszene in Rüttenscheid beim Infektionsgeschehen eine größere Rolle spielt“, so Kufen zur „WAZ“.

Freitag, 9. Oktober:

22.52 Uhr: Zahlen beinahe auf Rekord-Hoch

Der bisherige Höhepunkt der Corona-Pandemie lag in NRW am 2. April. An dem Tag wurden dem Robert-Koch-Institut 1.270 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Die aktuellen Zahlen zeigen, wie bedrohlich die Lage wieder geworden ist. So lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen heute bei 1.124.

18.41 Uhr: Drastische Maßnahmen in Köln

Während in Essen vorerst noch keine Sperrstunde geben soll, hat Köln Oberbürgermeisterin Henriette Reker deutlich strengere Regeln für die größte NRW-Stadt eingeführt. So ist in Köln das Trinken von Alkohol nach 22 Uhr im öffentlichen Raum ab sofort untersagt. An den Wochenenden darf an Hotspots kein Alkohol mehr verkauft werden. Außerdem dürfen sich künftig höchstens fünf Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen - bisher waren es zehn. Und in der Fußgängerzone gilt ab sofort eine Maskenpflicht.

Für Köln hatte das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit (LZG) den Wert am Freitag mit 49,8 (plus 4,4 im Vergleich zum Vortag) angegeben.

17.27 Uhr: Corona-Schock in Essen

Schlechte Nachrichten für alle Essener. Die Ruhrgebietsstadt hat am Freitag erstmals kurzzeitig den Corona-Inzidenzwert von 50 erreicht. Am Wochenende soll der Wert erneut erreicht werden. Und das ausgerechnet zu den Herbstferien. Das hat unmittelbare Konsequenzen für alle, die eine Reise geplant haben. Mehr dazu erfährst du hier >>>

16.15 Uhr: Merkel: Ausschluss von Zuschauern bei Fußballspielen möglich

Im Kampf gegen das Coronavirus sollen in den größten deutschen Städten zusätzliche Eindämmungsmaßnahmen greifen.

Kommt der Anstieg der Infektionszahlen damit nicht spätestens binnen zehn Tagen zum Stillstand, seien auch weitere gezielte Beschränkungsschritte unvermeidlich, um öffentliche Kontakte weitergehend zu reduzieren, heißt es in einem Ergebnispapier nach Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Vertretern der elf größten Städte am Freitag. Aus NRW nahmen Vertreter aus Düsseldorf, Köln, Dortmund und Essen teil.

Merkel nannte als Beispiele Größenbeschränkungen für bestimmte Gruppen oder den Ausschluss von Zuschauern bei Fußballspielen. Es sei zu sehen, „dass die Zahl der Kontakte unmittelbar mit der Zahl der Infizierten zusammenhängt, wenn man eine bestimmte Schwelle von Infektionen erreicht hat“. Dann müsse man überlegen, in welchen Bereichen die Verringerung von Kontakten am leichtesten falle.

15.13 Uhr: Erweiterte Maskenpflicht und Alkoholverbote!

Außerdem haben sich die Bürgermeister der Großstädte mit Angela Merkel auf strengere Regeln geeinigt, wenn die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen über 50 pro 100.000 Einwohner steigt. Dann drohen eine erweiterte Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum. Auch Sperrstunden und Alkoholverbote stehen im Raum, wie aus einem Beschlusspapier vom Freitag hervorgeht.

15.05 Uhr: Merkel schickt Bundeswehr in Risikogebiete!

Besonders in großen Städten steigt die Zahl der Neuinfektionen derzeit rapide an. Um die Lage in den Griff zu bekommen, tagt derzeit Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Bürgermeistern von Großstädten. Ein Beschluss: Die Bundeswehr und das Robert Koch-Institut sollen künftig Experten in Corona-Hotspots schicken. Das gilt, wenn in sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert wurden.

In vielen größeren NRW-Städten, wie Essen, Duisburg und Hamm ist dieser Wert schon lange erreicht. Laut Merkel habe die Bundeswehr noch weitere Reserven und kann weiteres Personal entsenden. Außerdem sollen Medizinstudenten in Uni-Städten eingesetzt werden.

12.00 Uhr: Keine Strafe für Schüler, die nach Ferien in Quarantäne müssen

Schüler, die nach den Herbstferien wegen Urlaubs in einem Corona-Risikogebiet erstmal in Quarantäne müssen, werden dafür nicht bestraft.

Das betonte das Bildungsministerium in einem Schreiben an alle Schulen in NRW. „Das dem privaten Lebensbereich zuzurechnende Urlaubsverhalten ist durch schulrechtliche Maßnahmen (Bußgeldverfahren, Ordnungsmaßnahmen) nicht zu sanktionieren“, heißt es.

Dagegen drohe Schülern, die eine Quarantäne missachten, ein Hausverbot durch die Schule. Denn: „Unabhängig von den rechtlichen folgen stellt ein solches Verhalten einen schweren Verstoß gegen die Pflicht zur gegenseitigen Rücksichtnahme in der Schule dar.“

10.49 Uhr: Darum wird Essens OB Thomas Kufen trotz RKI-Empfehlung nicht getestet

Wirbel um Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen: Der saß Freitag vor einer Woche mit Kulturdezernent Muchtar Al Ghusain eine Stunde lang zusammen in einem Raum – zwei Tage später, am Sonntag, wurde Al Ghusain positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Das RKI empfiehlt einen Corona-Test ausdrücklich dann, wenn Personen mit einer infizierten Person länger als 30 Minuten in einem Raum waren – also auch für Thomas Kufen.

Trotzdem blieb ein Test des OBs bisher aus – obwohl gerade die Stadt Essen sich aktuell dem kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner rasant annährt.

Grund für den fehlenden Test: „Sie werden in Essen erst dann getestet, wenn sie symptomatisch sind, darin weichen wir in Abstimmung mit der Virologie der Universitätsmedizin von den RKI-Empfehlungen ab“, wird Gesundheitsdezernent Peter Renzel in der „WAZ“ zitiert.

Außerdem habe Thomas Kufen weit genug entfernt von dem infizierten Muchtar Al Ghusain gesessen.

07:52: Köln und Essen nur knapp unter wichtiger Grenze

Mit Köln und Essen liegen zwei nordrhein-westfälische Großstädte in der Corona-Pandemie nur noch ganz knapp unter der wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für Köln am Freitag mit 49,8 an (plus 4,4 im Vergleich zum Vortag), für Essen mit 48,4 (plus 5,0). Dafür gab es einen massiven Anstieg in Herne: Die Ruhrgebietsstadt kam auf einen Wert von 56,2 (plus 22,4 im Vergleich zum Vortag) und gilt damit jetzt als Corona-Risikogebiet.

06:50 Uhr: Hochzeitsfeier in Dortmund - Gäste kamen aus DIESEN Städten

Am Wochenende fand in Dortmund trotz neuer Corona-Auflagen eine Hochzeitsfeier mit 380 Gästen statt, die das Ordnungsamt und die Polizei auf den Plan rief. (Was der Bräutigam dazu zu sagen hat, kannst du hier lesen >>>) Laut dem Westfälischen Anzeiger erklärte ein Sprecher der Stadt Dortmund, dass die feiernden Leute größtenteils aus Berlin, Leipzig, Schwelm, Siegen, Wanne-Eickel, Heinsberg und Hückelhoven gekommen seien.

Donnerstag, 8. Oktober:

20.49: Siegburg schließt alle Schulen

Die Stadt Siegburg bei Bonn hat wegen hoher Corona-Infektionszahlen alle Schüler vorzeitig in die Ferien geschickt. Die Schulen blieben an diesem Freitag geschlossen, schrieb die Verwaltung am Donnerstag auf ihrer Homepage. Für alle Schüler beginnen die Herbstferien damit einen Tag früher. Auch für die Kita-Betreuung gelten Einschränkungen. Zudem empfahl die Verwaltung den Bürgern, im gesamten Stadtgebiet auch draußen eine Maske zu tragen

In Siegburg hatten sich in den vergangen sieben Tagen 69 Menschen pro 100.000 Einwohner angesteckt. Der Kreis führt den Anstieg unter anderem auf einen Ausbruch in einer christlichen Gemeinde zurück – für 350 Mitglieder der Gemeinde sei Quarantäne angeordnet worden.

20.06 Uhr: Weniger kostenlose Tests für Lehrer und Erzieher

Mitarbeitern von Schulen und Kitas stehen nach den Herbstferien weitere kostenlose Corona-Testmöglichkeiten zur Verfügung – allerdings seltener als bisher. Bis zu den Weihnachtsferien können sich Beschäftigte in Schulen und der Kindertagesbetreuung bis zu dreimal auf das Virus testen lassen, teilte die Landesregierung am Donnerstag mit. Der Zeitpunkt sei frei wählbar. Bislang hatten Lehrer und Erzieherinnen im neuen Schuljahr alle 14 Tage einen Abstrich machen können. Insgesamt hätten 241 326 Beschäftigte freiwillig das Angebot wahrgenommen - 153 771 davon an Schulen. Die Positivrate sei mit 0,2 äußert niedrig, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Schulen und Kitas seien keine Hotspots, betonte der Minister. Mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen müssten die Testkapazitäten allerdings ressourcenschonend eingesetzt werden. So werde für die Tests immer auch medizinisches Personal benötigt, dass dann in der Regelversorgung fehle, begründete Laumann die Anpassung der Testmöglichkeiten.

17.42 Uhr: Bielefeld bittet Bundeswehr um Hilfe!

Nach einem positiven Coronabefund bei einem Mann in Bielefeld hat die Stadt Amtshilfe bei der Bundeswehr angefordert. Grund: Der Infizierte war zuvor am Wochenende zu Gast auf zwei Hochzeiten mit jeweils 150 Gästen, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.

Für die nötige Nachverfolgung müsse das Personal im Gesundheitsamt massiv aufgestockt werden, sagte Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger. „Nicht alles, was erlaubt ist, ist vernünftig. Wir müssen alle gemeinsam aufpassen, dass uns die Situation nicht aus den Händen gleitet“, sagte Nürnberger.

17.30 Uhr: Merkel setzt sich mit Bürgermeistern dieser Städte zusammen

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird sich am Freitag erstmals mit den Oberhäupter von elf besonders betroffenen deutschen Großstädten in einer Konferenz zur dramatischen Corona-Lage in Deutschland beraten.

Aus NRW betrifft das die folgenden Städte: Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen. Hinzu kommen die Oberhäupter von Berlin, Hamburg und Bremen, München, Frankfurt am Main, Leipzig und Stuttgart.

Hintergrund sind Experten-Warnungen, die glauben, dass sich die Lage verschärfen könnte, wie zuletzt in den europäischen Metropolen Paris, Brüssel oder Madrid.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher gegenüber der BILD: „In den Metropolen entscheidet sich die Pandemie!“

Wenn dem wirklich so ist, muss Merkel sich jetzt mit den Entscheidungsträgern der deutschen Metropolen zusammenschließen und beraten, wie es weiter geht.

11.41 Uhr: Stadt Duisburg beklagt nächsten Toten

Wie die Stadt Duisburg am Morgen mitteilt, ist erneut ein Duisburger Patient an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Dadurch steigt die Zahl der Opfer in Duisburg auf 72. Ingesamt hätten sich seit Ausbruch der Pandemie 3.062 Menschen infiziert. Aktuell seien 241 Menschen infiziert. Somit liegt der Inzidenzwert bei 42,1.

07.43 Uhr: Zahlen steigen weiter – Wuppertal über Inzidenzwert

Die Infektionszahlen in NRW steigen weiter. Besonders betroffen bleibt nach RKI-Zahlen vom Mittwoch weiterhin die Stadt Hamm. Diese steht mit 94,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche auch bundesweit weiterhin an der Spitze.

Mittlerweile ist von den 53 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW in fast jedem fünften Verwaltungsgebiet die Vorwarnstufe von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten.

Nach Hamm ist Remscheid NRW-weit am stärksten betroffen. Die Stadt lag mit einem Wert von 61,3 weiterhin über der wichtigen Grenze. Ab diesem Wert müssen die Behörden in NRW zwingend weitergehende Einschränkungen für das öffentliche Leben erlassen.

Am Mittwochabbend teilte dann auch die Stadt Wuppertal mit, dass nun auch dort der Grenzwert überschritten sei. Der Krisenstab werde am Donnerstagmorgen über Maßnahmen beraten.

Knapp unter der Grenze lagen laut RKI Solingen und Hagen (beide 47,7). Dahinter folgten Gelsenkirchen (43,0), Duisburg (42,1), Essen (39,6), Köln (39,6) und Leverkusen (38,5).

Mittwoch, 7, Oktober

15.07 Uhr: Hagen beschließt harte Maßnahmen für öffentliches Leben

Die Stadt Hagen hat aufgrund steigender Neuinfektionen neue Maßnahmen für das öffentliche Leben beschlossen. Seit Dienstag gibt es 43 positiv bestätigte Neuinfektionen mit COVID-19 in Hagen. Damit überschreitet Hagen mit einem Wert von 55,6 (beziehungsweise 105 Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen) die 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. "Das ist eine sehr ernstzunehmende Entwicklung. Unsere Aufgabe ist es, schnell und konsequent zu handeln, um die steigenden Infektionszahlen abzuwenden. Dafür ist jede Hagenerin und jeder Hagener gefragt: Tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz und halten Sie sich bitte an unsere neuen Regeln!", sagt Oberbürgermeister und Krisenstabsleiter Erik O. Schulz.

Deshalb wurden folgende Regeln beschlossen, die zunächst vom 8. bis 22. Oktober gelten:

Gruppengröße von 5 Personen in der Öffentlichkeit

Es dürfen sich nur noch maximal fünf Personen in der Öffentlichkeit treffen. Ausnahmen regelt die Coronaschutzverordnung beispielsweise bei direkten Verwandten oder Personen aus einem Haushalt.

Anzeige und Genehmigungspflicht von privaten Festen

An privaten Festen außerhalb von Wohnungen dürfen ab dem 08.10.2020 bis maximal 25 Personen teilnehmen. Bei einer Teilnehmerzahl von 5 bis 10 erwarteten Personen gilt eine Anzeigepflicht. Anzeigepflichtig sind die Personen, die zu einem solchen Fest einladen.

Bei einer Teilnehmerzahl von 11 bis 25 Personen gilt ab dem 08.10.2020 eine Genehmigungspflicht. Die Genehmigungsanträge sind von den Personen zu stellen, die zu einem solchen Fest einladen. Anzeigen und Genehmigungsanfragen nimmt das Hagener Ordnungsamt unter E-Mail ordnungsamt@stadt-hagen.de entgegen.

Mund-Nasen-Schutz für Erwachsene in Kitas

Innerhalb von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen haben erwachsene Personen während des Aufenthaltes in der Einrichtung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sofern ein Abstand zu anderen Personen von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. Dies gilt ausdrücklich auch beim Umgang mit zu betreuenden Kindern.

Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in Schulen

Hier gelten weiterhin die Regeln vom 05.Oktober 2020: Somit besteht für Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen eine Maskenpflicht während des Unterrichts und während der Betreuung immer dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.

In Grundschulen gilt diese Pflicht weiterhin nicht, solange sich die Klassen im Klassenverband im Unterrichtsraum aufhalten. Die weiteren Vorschriften der Coronabetreuungsverordnung bleiben unberührt.

Für Lehrkräfte, Betreuungskräfte und sonstiges Personal, besteht eine Maskenpflicht auch bei Konferenzen, Besprechungen und auf Sitzplätzen im Lehrerzimmer, falls der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen nicht eingehalten werden kann

Maximal 150 Zuschauer bei Sportveranstaltungen

Das Betreten von Sport- oder Wettbewerbsanlagen ist für maximal 150 gleichzeitig anwesende Zuschauer zulässig, sofern geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zum Infektionsschutz und zur Steuerung des Zutritts sichergestellt sind.

Außerhalb von festen Sitzplätzen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. In geschlossenen Sport- und Wettbewerbsanlagen gilt auch an festen Sitzplätzen eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann.

Maximal 200 Zuschauer bei Kulturveranstaltungen

Kulturveranstaltungen, Konzerte und Aufführungen sind auf Grundlage eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes bis maximal 200 Zuschauern zulässig. Es besteht die Pflicht zum ständigen Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann.

13.08 Uhr: Harte Vorwürfe gegen die Regierung

Die SPD im Landtag hat der schwarz-gelben Landesregierung Verschwendung trotz der Corona-Krise vorgeworfen. Die Ausgaben der Staatskanzlei seien von 125 Millionen Euro im Jahr 2016 auf knapp 360 Millionen im Jahr 2021 fast verdreifacht worden, sagte SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty am Mittwoch zum Haushaltsentwurf 2021. Innerhalb von drei Jahren seien mehr als 770 neue Stellen in der Ministerialbürokratie geschaffen worden.

Das Land lasse in der Corona-Krise die Kommunen „brutal im Regen stehen“, kritisierte Kutschaty. Diese hätten durch Corona massive Mehrbelastungen. Doch anstatt die Finanzen angesichts der coronabedingten massiven Gewerbesteuerausfälle aus dem Rettungsschirm auszugleichen, gebe es nur neue Kredite für die Kommunen. Der 25 Milliarden Euro umfassende Corona-Rettungsschirm „ist schon längst nicht mehr ein Rettungsschirm für die Menschen in unserem Land, es ist ein Rettungsschirm für die Landesregierung“, meinte Kutschaty.

11 Uhr: Umstrittenes Großkonzert in Düsseldorf: Entscheidung gefallen!

Nach langem hin und her wurde der Termin für das von vielen Musikfans heiß ersehnte Großkonzert mit Sarah Connor, Rea Garvey und weiteren Stars in Düsseldorf auf den Spätherbst verschoben. Damals hatte es Kritik gegeben, weil das Konzert trotz Pandemie stattfinden soll – mit erhöhten Hygienemaßnahmen.

Jetzt gibt es endlich eine neue Entscheidung dazu dem Event. Du kannst sie >>> hier <<< bei uns nachlesen.

Dienstag, 6. Oktober

10.06 Uhr: Passagier schimpft über Kontrollen am Flughafen Düsseldorf

Maske abnehmen am Düsseldorfer Flughafen? Diese Ansage bekam wohl ein Passagier im Rahmen einer Sicherheitskontrolle am Airport. „Wieviel Sinn und Zweck hat es, überall auf das Tragen von Masken hinzuweisen UND dann bei der Sicherheitskontrolle zu verlangen, diese Maske ohne (!) Abstand durch das Sicherheitspersonal abzunehmen?“, fragt er wütend bei Facebook.

Wie das Personal diese Vorgehensweise rechtfertigt, hat die Bundespolizeiinspektion des Flughafens gegenüber DER WESTEN erklärt <<<.

07.14 Uhr: Rückkehrer aus deutschen Risikogebieten müssen in NRW nicht in Quarantäne

Wer aus einem inländischen Corona-Risikogebiet nach Nordrhein-Westfalen reist, muss im bevölkerungsreichsten Bundesland nicht in Quarantäne gehen. „Städte oder Kreise innerhalb Deutschlands, die hohe Inzidenzen aufweisen werden als „besonders betroffene Gebiete“ kategorisiert. Diese Kategorisierung bedeutet primär keine Einschränkungen für Reisende aus oder in diese Städte/Regionen“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums der „Rheinischen Post“ (Dienstag) und der Deutschen Presse-Agentur.

In NRW liegen die Städte Hamm und Remscheid über dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Montag, 5. Oktober

18.02 Uhr: Weihnachtsmarkt in Essen findet statt

Der traditionelle Weihnachtsmarkt in Essen soll stattfinden - trotz aktuell gestiegener Corona-Fallzahlen. Geplant sei ein Markt mit größeren Abständen zwischen den Ständen und der Einrichtung von „Glühweingärten“, berichtete die Essen Marketing Gesellschaft (EMG) am Montag. Für das vorgelegte Hygienekonzept habe die Stadt grünes Licht gegeben. Ein Besuch solle sicher, besinnlich und „vor allem schön“ werden. „Wenn wir uns alle an die geltenden Hygieneregeln halten, können wir auch einen tollen Weihnachtsmarkt genießen“, erklärte EMG-Geschäftsführer Richard Röhrhoff. Der Start ist für den 13. November geplant. Letzter Tag soll der 23. Dezember sein. Um genügend Platz zu haben, soll die Fläche gegenüber den Vorjahren leicht ausgeweitet werden.

Damit der Weihnachtsmarkt stattfinden kann, wird einiger Aufwand betrieben: So werden die Gastrobetriebe mit den „Glühweingärten“ in die Außenbereiche des Markts verlagert. Alle Besucher dort müssen sich registrieren. Speisen und Getränke soll es auch „to go“ geben. In den Warteschlangen müssen Besucher eine Maske tragen. Sie dürfen nur an den zugewiesenen Sitz- und Stehplätzen abgenommen werden. Nach jedem Besucherwechsel müssen alle Kontaktflächen desinfiziert werden. „Beim Schlendern in den Budengassen muss kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. An den Ständen schon“, hieß es weiter.

11.45 Uhr: Hagen steht kurz vor kritischem Wert

In Hagen sind die Werte auf 34,4 Infizierte pro 100.000 Einwohner gestiegen. Damit steht die Stadt in NRW kurz davor, neue Maßnahmen greifen lassen zu müssen. Ob diese eintreten, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Unter anderem in Köln (38,8), Leverkusen (38,5), Duisburg (41,3) und Solingen (39,5) sind die Werte ebenfalls schon über den kritischen Wert gestiegen.

09.21 Uhr: Essen übersteigt kritischen Wert - jetzt kommen neue Maßnahmen zum Einsatz

Die Corona-Infektionen sind über das Wochenende in Essen stark angestiegen. Wie die Stadt am Montag mitteilte, wurden vom 28. September bis einschließlich 4. Oktober 39,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert. Damit greift die landesweit gültige sogenannte Corona-Bremse.

In den vergangenen sieben Tagen haben sich 226 Menschen neu mit dem Virus infiziert, bestätigt die Stadt Essen. Viele davon an Schulen und Kitas. Das bedeutet: Private Feiern im öffentlichen Raum sind nur noch mit maximal 50 Gästen möglich.

Wie das verbot umgesetzt werden soll und was die Stadt Essen nun als Konsequenz durchsetzt, ist noch nicht bekannt.

06.20 Uhr: Herbstferien rücken näher - das müssen Lehrer nun wissen

Lehrer müssen bei einer Urlaubsreise in ein Corona-Risikogebiet die danach fällige Quarantäne bis Ende der Herbstferien abgeschlossen haben. Sonst können drastische Konsequenzen drohen. Darauf hat das NRW-Schulministerium hingewiesen. „Private Reisen können zwar (...) nicht untersagt werden, allerdings können bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet dienst- oder arbeitsrechtliche Konsequenzen (...) in Betracht kommen“, heißt es in einem Schreiben des Ministeriums.

Schülerinnen und Schüler, die über das Ferienende hinaus in Quarantäne bleiben, müssen nicht befürchten, dass ihnen dies als Schwänzen angerechnet wird. Das Urlaubsverhalten sei hier dem privaten Lebensbereich zuzurechnen, urteilt das Ministerium. Die Herbstferien in NRW beginnen am 12. Oktober.

Die Schülerinnen und Schüler werden darauf hingewiesen, dass ihnen ein Betreten des Schulgeländes verboten werden kann, wenn sie nach einer Reise in ein Risikogebiet nicht die Quarantänebestimmungen einhalten, sondern einfach wieder zur Schule gehen. „Unabhängig von den rechtlichen Folgen stellt ein solches Verhalten einen schweren Verstoß gegen die Pflicht zur gegenseitigen Rücksichtnahme in der Schule dar.“

Sonntag, 4. Oktober

08.05 Uhr: Duisburg auf Platz 3 bei Infektionen

Die Ruhrgebietsstadt Duisburg vermeldet steigende Corona-Zahlen. Der Inzidenzwert stieg in der Stadt am Freitag auf 40,1. Damit landet Duisburg landesweit auf Platz 3 bei Infektionen. Davor liegen Hamm (100,5) und Remscheid (55,9).

07.55 Uhr: NRW-Firmen streichen Weihnachtsfeiern

Die Gastronomie in Nordrhein-Westfalen erwartet am Jahresende deutliche Umsatzrückgänge, weil wegen der Corona-Pandemie zahlreiche Weihnachtsfeiern gestrichen werden. „Nach einer stichprobenartigen Umfrage bei Gastwirten und Caterern fallen 80 bis 90 Prozent der Feiern aus“, sagte Dehoga-NRW-Sprecher Thorsten Hellwig der dpa. „Das sind mehr als empfindliche Einbußen.“ Beziffern konnte Hellwig das Umsatzvolumen durch Weihnachtsfeiern nicht - angesichts von über 44.000 Gaststätten, davon 5200 Kantinen und Caterer in Nordrhein-Westfalen, dürfte es sich aber um Millionen handeln.

Samstag, 3. Oktober

11 Uhr: Mehr als 18.000 Schüler in Quarantäne

Zweieinhalb Wochen vor Beginn der Herbstferien haben sich zwischenzeitlich mehr als 18.000 Schüler und 1700 Lehrer in Nordrhein-Westfalen coronabedingt in Quarantäne befunden. Das geht aus den jüngsten Zahlen des NRW-Schulministeriums zum Stichtag 24. September hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Am Präsenzunterricht in den Schulen konnten hingegen zu dem Zeitpunkt deutlich mehr als 2 Millionen Schülerinnen und Schüler teilnehmen.

10.45 Uhr: 150 Moscheen in NRW öffnen Türen für Besucher - trotz Corona

Rund 150 Moscheen in Nordrhein-Westfalen öffnen am Samstag zum Tag der Offenen Moschee (ab 10.00 Uhr) wieder ihre Türen für Besucher - trotz Corona und unter Einhaltung der Pandemie-Auflagen. Der Begegnungstag steht unter dem Motto „Glaube in außergewöhnlichen Zeiten“ und soll Besucher verschiedener Religionen über das muslimische Gemeindeleben angesichts der Pandemie informieren, hieß es in einer Mitteilung.

Freitag, 2. Oktober

19.49 Uhr: Schulen in Bochum am Dienstag dicht

Die Stadt Bochum hat entschieden, die Schulen in ganz Bochum am Dienstag geschlossen zu halten. Grund dafür sind die Warnstreiks von Reinigungskräften und Hausmeister – dadurch kann das Corona-Hygeniekonzept in den Schulen nicht aufrecht erhalten werden.

18.40 Uhr: Niederländische Grenzprovinzen sind Risikogebiete

Wer am morgigen Feiertag in NRW einen Shoppingtrip in das Nachbarland Niederlande plant, sollte das noch einmal überdenken. Das RKI hat am Freitag die gesamte Niederlande zum Risikogebiet erklärt – darunter die NRW-Grenzprovinzen Groningen, Overijssel und Gelderland.

Nur die Provinz Limburg, mit den bekannten Touristenstädten Venlo und Roermond bildet die Ausnahme der Grenzprovinzen und gilt nicht als Risikogebiet. Trotzdem bitten die Bürgermeister vor Ort deutsche Touristen darum, am Wochenende von einem Besuch abzusehen, wie du >>> hier lesen kannst.

06.56 Uhr: In diesen Städten sind große Feiern ab SOFORT untersagt

Die neuen Corona-Regeln haben unmittelbar Auswirkungen für einige Städte in NRW. So liegen mehrere Städte und ein Kreis laut Robert Koch-Institut (RKI) über dem ersten Corona-Schwellenwert für Einschränkungen von Feiern in Gaststätten und Publikum bei Fußballspielen. Werte oberhalb der Marke von 35 Infizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wies das RKI am Donnerstag für Köln (36,4), Duisburg (36,9), Gelsenkirchen (40,7) und den Oberbergischen Kreis (35,6) aus.

Remscheid (59,5) und Hamm (95,5) liegen nach der Übersicht mit Stand Mitternacht (Donnerstag) weiter über der Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Bei den RKI-Zahlen kann es allerdings eine Zeitverzögerung durch den Meldeweg geben. Die Kommunen verfügen über aktuelle Daten als erste, sie können damit möglicherweise schon wieder neuere Werte ausweisen als das RKI.

Nach der neuen Corona-Schutzverordnung sind ab einem Wert von 35 Infizierten pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen Feiern in Gaststätten nur noch mit bis zu 50 Teilnehmern erlaubt. Bei einer Zahl von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner dürfen nur noch 25 Gäste feiern.

Wenn du wissen willst, was noch wichtig zu Corona ist: HIER geht es zu weiteren Corona-Meldungen der vergangenen Tage >>>

 
 

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