Corona in NRW: Frau will 2. Impftermin für Schwiegervater verschieben – das endet im Desaster

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

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Auch in NRW ist die 7-Tage-Inzidenz unter 70 gefallen – die Hoffnungen der Menschen steigen, die Corona-Pandemie scheint endlich unter Kontrolle zu kriegen.

Viele NRW-Städte führen Öffnungsschritte durch, auch Schulen sollen bald dauerhaft in den Präsenzunterricht zurück kehren. Nur noch vier Städte und Landkreise liegen über 100.

News-Blog: Corona in NRW

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Corona in NRW (Stand 23. Mai):

  • 7-Tage-Inzidenz: 69,4
  • Neue Covid-19-Fälle: 1.648
  • Todesfälle: 9
  • Todesfälle insgesamt: 16.482

>> Quelle: RKI

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Sonntag, 23. Mai

21.19 Uhr: Mehr Freiwillige spenden Blut in NRW im Lockdown

Nach teils drastischen Einbrüchen unter anderem wegen der Corona-Pandemie hat sich die Situation beim Blutspenden etwas stabilisiert. Trotz des jüngsten Lockdowns seien in diesem Jahr bisher viele Spender zu den Blutspendeterminen gekommen - ganz anders als beim ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr, sagte der Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) West, Stephan David Küpper, der dpa. Einige große Kliniken dagegen berichteten von einer nach wie vor spürbar geringeren Spendenbereitschaft. Zwar herrsche kein akuter Mangel an Blutkonserven, der Bedarf sei aber unverändert hoch.

14.11 Uhr: Campingplätze in NRW erleben Ansturm

Nach monatelanger Zwangspause haben wieder geöffnete Campingplätze in NRW über das Pfingstwochenende einen Ansturm erlebt. „Die Gäste sind froh, trotz des ja eher schlechten Wetters rauszukommen“, sagte Leo Ingenlath, Präsident des Campingverbandes NRW am Samstag. Allerdings seien Kurzentschlossene nur vereinzelt zum Zuge gekommen, berichtete er. „Viele Campingplätze haben eine Stammkundschaft. Die hatten bereits vor Wochen reserviert und immer wieder nachgefragt“, erklärte Ingenlath. „Nur ganz gelegentlich werden dann doch wieder Plätze frei, etwa wenn Leute wegen eines negativen Schnelltests absagen müssen.“

Überall dort, wo die Inzidenz mehrere Tage stabil unter 100 liegt, dürfen Campingplätze wieder unter Auflagen öffnen. Das trifft zum langen Pfingstwochenende immerhin auf gut die Hälfte aller Kreise und kreisfreien Städte in NRW zu. Übernachtungen auf den Plätzen können dort jedoch nur negativ Getestete, vollständig geimpfte oder genesene Personen buchen. Die Betreiber müssen dafür sorgen, dass die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.

13.53 Uhr: Erste Museen an Pfingsten wieder geöffnet

Nach monatelanger Zwangspause wegen der Corona-Pandemie haben einige Museen in NRW-Städten mit niedrigen Inzidenzwerten wieder geöffnet. „Wir haben darauf gebrannt, wieder die Türen zu öffnen“, sagte eine Sprecherin des Essener Museums Folkwang am Sonntag. Dort können Menschen seit Samstag mit einem vorab gebuchten Online-Termin und unter Auflagen wieder empfangen werden. 420 Besucher hätten das Angebot am Samstag genutzt: „Das ist ein wirklich guter Start“, sagte die Sprecherin.

Die Bundeskunsthalle in Bonn machte am Pfingstsonntag zum ersten Mal wieder auf. „Es ist großartig, weil man merkt, wofür man arbeitet, nämlich für die Besucher“, sagte Museumssprecher Sven Bergmann am Sonntag. Die Kontingente für Pfingstsonntag und -montag seien bereits ausgebucht. Auch das eher durchwachsende Wetter am Wochenende spiele da bestimmt eine Rolle. „Alles, was indoor möglich ist, wird sicherlich gerne genommen“, sagte Bergmann.

Am Pfingstsamstag hatte zudem die Kunstsammlung NRW in Düsseldorf für Publikum wieder geöffnet. Beide Häuser K20 und K21 der Kunstsammlung könnten besucht werden, hatte die Landesgalerie in Düsseldorf mitgeteilt. Der Besuch von Museen und Kunstausstellungen ist unter Auflagen möglich, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter der Marke von 100 liegt.

11.03 Uhr: Frau will Termin verschieben – es wird zum Desaster

Eine Frau aus dem Kreis Wesel erlebte ein Desaster. Für ihren 80-jährigen Schwiegervater wollte sie einen neuen 2. Impftermin ausmachen, doch das war nicht so einfach. Wie der WDR berichtet, hatte die Schwiegertochter den 2. Termin kurzfristig absagen müssen, weil ihr Schwiegervater ins Krankenhaus musste. Mehrmals probierte sie anschließend einen neuen Termin auszumachen, vergebens.

So verstrich die Frist für die 2. Impfung. Nun musste sie eine neue Erstimpfung beantragen. Heißt: Der Schwiegervater hat keinen vollen Impfschutz um muss am Ende sogar drei Impfdosen bekommen. „Das ist doch Verschwendung!“, sagt sie.

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, die für die Terminvergabe zuständig ist, sagte, dass es ein Einzelfall sei. In der Regel lassen sich Termin aus dringenden Gründen telefonisch verschieben. Eine Sprecherin empfiehlt, in solchen Fällen direkt beim Impfzentrum anzurufen. Dort habe man „einen Gesamtüberblick über die verfügbaren Impfstoffmengen und Terminkapazitäten“.

10.02 Uhr: Inzidenz wieder gesunken

Der Inzidenzwert in NRW ist erneut gesunken und liegt nun bei 69,4. Gestern lag er bei 73,4. Nur noch vier Landkreise und Kreisfreie Städte liegen über 100. Es sind: Hagen (123,0), Remscheid (115,9), Bielefeld (104,4) und Mettmann (100,9). 9 Todesfälle kommen hinzu.

Samstag, 22. Mai

20.48 Uhr: Corona-Regeln in Bochum und Gelsenkirchen ändern sich

In Bochum und Gelsenkirchen gelten ab Montag neue Corona-Regeln, denn die Bundesnotbremse greift dort dann wegen der Inzidenzwerte nicht mehr. Unter anderem fällt die Ausgangssperre weg. Was du sonst noch beachten musst, erfährst du hier bei uns >>>

17.52 Uhr: Düsseldorf macht die längste Theke der Welt auf! Das ging vor Ort

Party in der Düsseldorfer Altstadt! „Wir hatten schon einen regen Zulauf“, sagte ein Sprecher der Polizei am Samstagmorgen. Polizei und Ordnungsamt waren im Einsatz, um etwa am Rheinufer und an der „Kö“ die Einhaltung von Abstandsregeln und Maskenpflicht zu kontrollieren. Größere Einsätze habe es aber nicht gegeben, sagte der Polizeisprecher.

Wie eine Sprecherin der Stadt am Nachmittag mitteilte, wurden jedoch mehrere Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Nichtbeachtung der Maskenpflicht und der Mindestabstände eingeleitet. Kurz nach Mitternacht habe man in einer Straße der Altstadt eine Menschenansammlung auflösen müssen. Die Räumung sei friedlich verlaufen.„Die Stadt war gut gefüllt aber nicht überfüllt“, sagte Isa Fiedler, Sprecherin der Düsseldorfer Altstadtwirte zum Start ins Pfingstwochenende.

Gelegentlicher Regen habe der „besonderen Stimmung“ am Freitagabend keinen Abbruch getan. „Bei Gästen und Kollegen hat man einfach diese Befreiung gespürt“, sagte Fiedler. Schlangen gab es nicht nur an den Biergärten und Lokalen mit Tischen vor der Tür, sondern auch an den Corona-Teststellen: Zugang zu den geöffneten Außenbereichen gibt es nur für Negativ-Getestete, vollständig Geimpfte oder Genesene.

Der Düsseldorfer Gastronom Frank Engel, der mehrere Lokale in der Altstadt betreibt, zeigte sich positiv überrascht über den regen Zulauf am Freitagabend - „obwohl das Wetter nur mäßig mitgespielt hat“. Selbst zum Start in den windigen und regenreichen Samstag hätten es sich einige „hartgesottene Stammgäste“ nicht nehmen lassen, auf der Terrasse Platz zu nehmen. „Diese Kombination aus Pandemiebedingungen, Regen und Wind ist für uns das Schlimmste: Da fliegt ihnen alles vom Tisch und die Regenschirme und Markisen kann man auch nicht richtig nutzen“, sagte er. Doch ganz unabhängig von den Umsatzaussichten, will er so viele Gäste erfreuen, wie möglich: „Ich mache das aus Leidenschaft und wenn ich die Möglichkeit habe, auch nur drei Gästen das Angebot zu machen, dann tue ich das“, sagte Engel.

15.26 Uhr: In den ersten drei Juni-Wochen wohl nur Zweitimpfungen

In den Impfzentren NRWs werden in den ersten drei Juni-Wochen voraussichtlich fast nur Zweitimpfungen möglich sein. Das geht aus den Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums zu bisher absehbaren Impfstoff-Mengen für die Zentren hervor. Ein Ministeriumssprecher verwies am Freitag gleichzeitig darauf, dass die Hausärzte im Juni nach den Ankündigungen des Bundes deutlich mehr Impfdosen erhalten sollen. Aus einer bisher bekannten Übersicht des Bundes geht aber nicht hervor, in welchem Umfang die Impfdosen bei den Hausärzten für Zweitimpfungen der Patienten benötigt werden.

Für die Impfzentren in NRW ergibt sich nach der Auskunft des Ministeriums folgendes Bild: Es stehen voraussichtlich 588.000 Zweitimpfungen in der Kalenderwoche 22 (ab 31. Mai), 441.000 Zweitimpfungen in der Kalenderwoche 23 (ab 7.6.) und 473.000 Zweitimpfungen in der Kalenderwoche 24 (ab 14.6.) an. Gleichzeitig erhalte das Bundesland vom Bund 530.000 Impfdosen pro Woche.

„Das bedeutet, dass die in den ersten drei Juni-Wochen zur Verfügung stehenden Impfstoffdosen nahezu vollständig für Zweitimpfungen benötigt werden“, erläutert ein Ministeriumssprecher am Freitag. Allerdings würden längst nicht alle Zweitimpfungen in den Impfzentren wahrgenommen – etwa, weil jemand einen früheren Termin bei seinem Hausarzt habe. Daher könnten möglicherweise auch in den ersten drei Juni-Wochen in den Impfzentren Erstimpfungen angeboten werden.

Erst aber der Kalenderwoche 25 (ab 21.6.) geht das NRW-Ministerium wieder von einer größeren Zahl an Erstimpfungen in den Impfzentren aus: 140.000. In der Kalenderwoche 26 (ab 28.6.) werden es nach den bisherigen Zahlen 230.000 Erstimpfungen in den Impfzentren sein. Der Ministeriumssprecher verwies darauf, dass die Landesregierung die Impfkampagne im April deutlich beschleunigt habe. „Das führt nun dazu, dass deutlich mehr Zweitimpfungen in den Impfzentren anstehen.“

12.36 Uhr: Nach Techno-Party in Köln – Studenten entschuldigen sich

Nachdem 26 Personen in Köln am 17. April eine illegale Techno-Party feierten, kommt jetzt die Entschuldigung. Vorwiegend Medizinstudenten und eine Lehrerin haben trotz Ausgangssperre Examens-Abschlussparty geschmissen. Dabei sollen auch Drogen konsumiert worden sein, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet. Das Ordnungsamt leitete Bußgeldverfahren ein.

In einer Stellungnahme über eine Rechtsanwältin entschuldigen sich die Teilnehmer für ihre Verhalten. Sie hätten „insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Lage mit mehr Weitsicht agieren müssen“.

Die Teilnehmer erklären außerdem, dass alle zum Zeitpunkt vollständig geimpft waren und nach der Feier negativ getestet worden. Das sei aber „keinesfalls als Ausrede für eine Missachtung von Corona-Schutzmaßnahmen zu verstehen“.

Die Bezirksregierung findet die Stellungnahme „glaubhaft und nachvollziehbar“. Man gehe davon aus, dass sich sowas nicht wiederholen. Deswegen hat es keine weitreichenden Folgen für die Medizinstudenten. Die anwesende Lehrerin müsse aber noch zu einem „klärenden Dienstgespräch“ antreten.

11.39 Uhr: Trotz Regen – viel Zulauf

Die Öffnung der Außengastronomie hat trotz mäßigen Wetters am Freitagabend viele Menschen in die Düsseldorfer Altstadt gelockt. „Wir hatten schon einen regen Zulauf“, sagte ein Sprecher der Polizei am Samstagmorgen. Polizei und Ordnungsamt waren im Einsatz, um etwa am Rheinufer und an der „Kö“ die Einhaltung von Abstandsregeln und Maskenpflicht zu kontrollieren. Größere Einsätze seien aber ausgeblieben, sagte der Polizeisprecher.

In gut der Hälfte aller kreisfreien Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen liegen zum Pfingstwochenende die Sieben-Tage-Inzidenzen stabil unter 100. Die Gastronomen dürfen deshalb wieder ihre Restaurantterrassen und Biergärten öffnen. In Münster, wo die Sieben-Tages-Inzidenz stabil und deutlich unter 50 gesunken ist, dürfen Gaststätten auch drinnen wieder öffnen. Mehr zu den Öffnungen in NRW hier <<<

8.56 Uhr: Inzidenzwert sinkt erneut

Der Inzidenzwert in NRW ist erneut gesunken und liegt nun bei 73,4. Am Vortag lag er bei 74,1. Aktuell liegen nur noch fünf Landkreise und Kreisfreie Städte über der 100er-Marke. Es sind Hagen (143,6), Remscheid (125,7), Mettmann (109,8), Bielefeld (102,9) und Köln (102,8). Der niedrigste Inzidenzwert ist weiterhin in Münster mit 19,7.

Freitag, 21. Mai

17.43 Uhr: NRW will Volksfeste im Spätsommer ermöglichen

Mit einem Hygienekonzept könnten im Spätsommer nach Ansicht der NRW-Minister Andreas Pinkwart (FDP) und Karl-Josef Laumann (CDU) erste regionale Volksfeste unter freiem Himmel stattfinden. „Sinkende Infektions- und steigende Impfzahlen schaffen in vielen Bereichen Öffnungsperspektiven“, erklärten die Ministerien in Düsseldorf. Setze sich die positive Entwicklung stabil fort, seien weitere Lockerungen für den späten Sommer oder Herbst möglich.

Zuvor hatten sich Wirtschaftsminister Pinkwart und Gesundheitsminister Laumann mit dem Präsidenten des Deutschen Schaustellerbundes, Albert Ritter, über Öffnungsperspektiven für Volksfeste ausgetauscht.

Pinkwart machte Veranstaltern und Besuchern Mut: „Bei einem weiteren Rückgang des Infektionsgeschehens bestehen für traditionelle, regionale Volksfeste unter freiem Himmel gute Aussichten für den Spätsommer“. Voraussetzung sei ein Hygienekonzept.

Gesundheitsminister Laumann verwies darauf, dass die im vergangenen Jahr erprobten temporären Freizeitparks ein gutes Beispiel seien, „wie bei begrenzter Besucherzahl und entsprechendem Hygienekonzept das Infektionsrisiko minimiert werden kann“. Ritter erklärte, Schausteller bräuchten keine langen Vorlaufzeiten.

Donnerstag, 20. Mai

17.38 Uhr: Nach Einschätzung des Branchenverbandes Dehoga NRW werden am Pfingstwochenende nur gut ein Drittel der Gastronomen von ihren Öffnungsmöglichkeiten der Außenbereiche Gebrauch machen. Solange die Innengastronomie geschlossen bleiben muss, weil die Inzidenzen noch nicht weit genug gesunken sind, sei „das wirtschaftliche Risiko, auch wegen des vorhergesagten schlechten Wetters, schlicht zu hoch“, heißt es in einer Stellungnahme des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) NRW am Donnerstag.

Liegen in Nordrhein-Westfalen die Sieben-Tage-Inzidenzen stabil unter 100, dürfen Gaststätten draußen wieder Besucher bewirten. Das ist zum Pfingstwochenende in gut der Hälfte der Kreise und kreisfreien Städte der Fall. Innenbereiche können erst ab einer Inzidenz 50 geöffnet werden.

„Einerseits freuen wir uns, durch Öffnungen wieder einen ersten Schritt in Richtung Normalität tun zu können und unseren Gästen ein Angebot zu machen. Andererseits lohnt es sich häufig einfach nicht“, sagte Dehoga-Regionalpräsident Haakon Herbst. Insbesondere bei Temperaturen um 13 Grad und sehr hoher Regenwahrscheinlichkeit „werden Aufwand und Ertrag noch weiter auseinanderklaffen“, warnte er.

Daher mache sich der Verband weiterhin für eine gleichzeitige Öffnung von Innen- und Außengastronomie stark. Dort wo Gäste inzwischen wieder in Räumen bewirtet werden dürfen, wie in Münster, seien auch deutlich mehr geöffnete Restaurants und Gaststätten zu erwarten.

Mittwoch, 19. Mai

16.15 Uhr: „Existenzbedrohend“ – Bürgermeisterin beschwört FDP-Landesminister in einem offenen Brief

Gladbecks Bürgermeisterin Bettina Weist wendet sich in einem offenen Brief an Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart. Die SPD-Politikerin appelliert an den FDP-Minister, dass es schnell Lockerungen für Gastronomie und Einzelhandel geben müsse, wenn die Inzidenzwerte unter 100 liegen. Sie setze sich ein für „eine Wiederbelebung unserer Innenstädte".

Weist schreibt, dass sie nicht verstehe, wieso die NRW-Landesregierung, anders als andere Bundesländer, verlange, „dass Kundinnen und Kunden auch künftig nur mit einem aktuellen negativen Testergebnis bedient werden dürfen, wenn sie nicht vollständig geimpft oder genesen sind“. Einzelhandel und Gastronomie würden über „ausgereifte Hygienekonzepte“ verfügen. Die Testpflicht sei aber ein „massives Hindernis" für sie.

Deshalb bittet die Bürgermeisterin Pinkwart dringend darum, seinen „Einfluss innerhalb der Landesregierung geltend zu machen, um diese existenzbedrohende Benachteiligung des nichtprivilegierten Einzelhandels und der Gastronomie“ schnell aufzuheben.

12.30 Uhr: Landesweiter Präsenzunterricht ab 31. Mai

Ministerpräsident Armin Laschet kündigte am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag an, dass alle Schüler ab dem 31. Mai in den Präsenzunterricht zurück kehren sollen.

Das gelte für alle Schulformen und bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100.

12.20 Uhr: Laschet stellt frühere Öffnungen in Aussicht

Wegen der sinkenden Infektionszahlen in NRW hat Ministerpräsident Armin Laschet frühere Öffnungen in Aussicht gestellt. Wenn das Infektionsgeschehen weiter sinke, würden die nächsten Öffnungsschritte nicht – wie bisher geplant – erst am 4. Juni gemacht, sondern eine Woche früher zum 28. Mai. Das teilte der CDU-Vorsitzende am Mittwoch im Landtag mit.

Die Landesregierung werde nach Pfingsten über die Corona-Lage beraten – eventuell seien dann frühere Öffnungen möglich.

10.05 Uhr: Düsseldorf fünf Tage lang unter Inzidenz von 100

Die Corona-Zahlen in NRW sinken weiter. Auch in Landeshauptstadt: Düsseldorf lag fünf Tage in Folge unter dem kritischen Inzidenzwert von 100, wie das Robert-Koch-Institut am Mittwoch mitteilte. Somit darf laut der Verordnung die Außengastronomie ab Freitag wieder öffnen.

Nur noch acht der 53 Kreise und kreisfreien Städte liegen derzeit noch über der Inzidenz-Marke von 100. Über dem Wert von 165, ab dem Präsenzunterricht in Schulen verboten ist, liegt weiterhin nur noch Hagen mit nun 175,4.

Münster (16,5) sowie in den drei Kreisen Coesfeld (34,5), Soest (35,5) und Siegen-Wittgenstein (49,8) beträgt die Inzidenz sogar unter 50.

Dienstag, 18. Mai

18.55 Uhr: Kölner Original an Corona gestorben

Trauer am Rhein: Ein Kölner Original ist an den Folgen seiner Corona-Erkrankung gestorben. Es handelt sich um den bekannten Hotelier Eckbert Köhler, einst Chef des Hotel Königshof am Dom. Der „Kölner Express“ bezeichnet Köhler als einen „der beliebtesten und schillerndsten Hoteliers der Stadt“.

Der 73-Jährige war bekannt dafür, Gäste auch mal höchstpersönlich mit dem hoteleigenen Rolls Royce am Flughafen Köln/Bonn abzuholen. Sein Sohn erklärte dem „Express“ nun, dass sein Vater in einer Düsseldorfer Klinik verstarb, weil in Köln für ihn kein Krankenhausbett mehr zur Verfügung stand.

Köhler habe zwar Vorerkrankungen gehabt, so sein Sohn, mit seinem Ableben habe aber niemand gerechnet.

16.21 Uhr: Hausärzte fürchten Impf-Ansturm noch mehr Aggressivität durch Patienten

Der WDR berichtet, dass Hausärzte die Entscheidung der NRW-Landesregierung, alle Impfstoffe ab dem 7. Juni freizugeben, kritisieren. Oliver Funken, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Nordrhein, befürchtet einen regelrechten Ansturm auf die Praxen. Das könnte den Frust noch erhöhen, denn es steht nicht mehr Impfstoff zur Verfügung.

Weiter sagt Funken, dass es bereits aktuell schon eine aggressive Stimmung bei der Impf-Nachfrage gebe. Einige Hausarztpraxen würden Probleme bei der regulären Versorgung der Patienten melden, weil so viel Zeit für das Impfen draufgeht.

Die Sicht bestätigt auch Anke Richter-Scheer, Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe. Sie sagt: „Die Stimmung in den Praxen ist nicht gut“. Das Personal müsse bereits nun ungeduldige und verärgerte Patienten vertrösten.

+++ Impfen in NRW: Dilemma bei Priogruppe 3 wegen Freigabe für alle – das plant die Landesregierung jetzt +++

11.50 Uhr: Fall von indischer Mutation in Velbert rund 200 Hochhaus-Bewohner in Quarantäne

In Velbert sind rund 200 Bewohner eines Hochhauses in Quarantäne - bislang ist bei einem Menschen die indische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Bereits seit Sonntag sind 189 Personen aus zwei Hochhäusern unter Quarantäne gestellt, wie der Gesundheitsdezernent des Kreises Mettmann, Marcus Kowalczyk, am Dienstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Alle Bewohner der beiden Häuser im Stadtteil Birth seien bereits getestet worden.

Insgesamt liegen bisher 19 positive Corona-Tests aus vier Familien in den beiden Häusern vor. Die als besonders ansteckend geltende indische Variante wurde aber nur in einem Fall nachgewiesen. Die Ergebnisse der am Sonntag und Montag vorgenommenen Corona-Reihentestung werden laut Kowalczyk noch am Dienstag erwartet. „Bis die dann positiven Corona-Befunde auf die indische Variante untersucht sind, dauert es aber ungefähr sieben Tage“, stellte Kowalczyk klar. Wie lange die Isolation der Bewohner aufrecht erhalten werden muss, konnte er noch nicht sagen. Zuvor hatte mehrere Medien über den Corona-Ausbruch in Velbert berichtet.

Vor Ort kümmert sich den Angaben zufolge das Deutsche Rote Kreuz (DRK) um die Versorgung der Bewohner. Die indische Corona-Variante war zuvor von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ eingestuft worden. Laut Experten könnte sie bis zu 50 Prozent ansteckender sein als die britische Variante.

10.41 Uhr: Corona-Inzidenz in NRW sinkt

Das Robert-Koch-Institut hat für NRW am Dienstagvormittag verspätet 1.047 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Am Morgen war das Dashboard des RKI aktualisiert worden. Die Sieben-Tagesinzidenz ist auf 86 gesunken. Die Zahl der Todesfälle steigt auf insgesamt 16.313.

07.02 Uhr: Zahl der Übernachtungen in NRW wegen Corona im März stark gesunken

Die Zahl der Übernachtungen in den nordrhein-westfälischen Beherbergungsbetrieben ist im März 2021 stark gesunken. Mit 1.224.781 lag sie im Vergleich zum März vor einem Jahr am Beginn der Corona-Pandemie um 37,9 Prozent niedriger, wie das Statistische Landesamt (IT.NRW) am Dienstag mitteilte. Die Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland (114.296) ging sogar um 55,8 Prozent zurück.

Die Zahl der Gästeankünfte sank um 54,3 Prozent auf 334 011 (darunter 37.459 ausländische Gäste), das ist ein Minus von 67,6 Prozent. Im Vergleich zum März 2019 sank die Übernachtungszahl um 71,3 Prozent, die der Gästeankünfte um 83,1 Prozent. Für alle Betriebsarten ermittelten die Statistiker im März 2021 niedrigere Gästezahlen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Die prozentual höchsten Rückgänge wurden mit 96,6 Prozent weniger Ankünften und 90,5 Prozent weniger Übernachtungen für Hütten, Jugendherbergen und ähnliche Betriebe ermittelt. Campingplätze waren am zweitstärksten von den Einbußen betroffen. Hier gingen die Ankünfte um 90,2 Prozent zurück, die Übernachtungen um 80,9 Prozent.

Wie IT.NRW weiter mitteilte, besuchten knapp 800.000 Gäste von Januar bis März 2021 die Beherbergungsbetriebe und Campingplätze in NRW. Das waren 80,6 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen war mit 3,1 Millionen um 67,2 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Montag, 17. Mai 2021

22.55 Uhr: Stau bei Priogruppe 3 – wird Impf-Priorisierung doch erst später aufgehoben?

Am Montag verkündete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dass deutschlandweit ab dem 7. Juni die Impf-Priorisierung komplett aufgehoben wird. Dann können sich alle Impfwilligen um Termine bemühen, egal wie alt sie sind oder ob sie Vorerkrankungen haben.

In NRW gibt es bereits eine Freigabe bei den Impfstoffen von Astrazeneca und Johnson & Johnson, nicht jedoch für die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna.

Nun steht das Bundesland vor einem Problem: Zwar liegt man bei den Erstimpfungen derzeit mit an der Spitze (siehe Update um 16.20 Uhr), doch die Kassenärztlichen Vereinigungen melden, dass sie für den Mai keine freien Termine mehr haben. Auch für Juni können noch keine Termine gebucht werden.

Das bedeutet, dass viele Menschen, die über die Priogruppe 3 ein Anrecht auf einen vorzeitigen Impftermin hätten, etwa auch Angestellte im Einzelhandel mit Kundenkontakt, in die Röhre schauen könnten, wenn ab 7. Juni alle die gleichen Chancen auf Impftermine haben. Mehr Impfstoff steht nämlich nicht zur Verfügung, es bleibt zunächst noch ein zu knappes Gut.

Der WDR berichtet, dass die NRW-Landesregierung daher prüfen will, wie man die Vorgabe von Jens Spahn umsetzt. Befürchtet wird nämlich auch ein Ansturm der Patienten auf niedergelassene Ärzte, wenn es zu einer Aufhebung der Impf-Priorisierung kommt.

+++ Impfpriorisierung: Mega-Wut im Netz wegen Freigabe – „Spahn hat echt nichts verstanden“ +++

16.20 Uhr: Liegt NRW wirklich so gut im Impf-Rennen?

Die NRW-Landesregierung feiert am Montag, dass bereits sieben Millionen Menschen in NRW eine Corona-Erstimpfung erhalten haben. Das sind 39,1 Prozent der Bevölkerung.

Dies sei ein „Meilenstein“, meint die Staatskanzlei auf Twitter. Man sei im Bundesländervergleich ganz vorne dabei.

Wie liegt NRW aber wirklich im Impf-Rennen? Wir vergleichen die Zahlen:

  • Bei der Quote der Erstimpfungen liegt NRW mit 39,1 Prozent derzeit tatsächlich auf Platz 2 im Ländervergleich. Nur im kleinen Saarland gibt es eine noch höhere Quote (41,4 Prozent).
  • Laschet hat auch Söders Bayern (38 Prozent) abgehängt. Ganz hinten liegen Sachsen und Brandenburg mit jeweils rund 32 Prozent.
  • Kein anderes Bundesland hat in absoluten Zahlen mehr Impfdosen verspritzt (8,86 Millionen) – allerdings ist Nordrhein-Westfalen auch das einwohnerstärkste Bundesland Deutschlands!
  • Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit: Bei der Quote der vollständig Geimpften liegt NRW dafür weit hinten. Hier haben bisher 10,3 Prozent zwei Impfdosen erhalten, in Thüringen und Sachsen dagegen sind es schon jeweils rund 15 Prozent.

>>> Quelle: imfdashboard.de

NRW setzt also darauf, schneller Erstimpfungen zu verteilen, hat aber Nachholbedarf bei den zweiten Impfdosen.

+++ Corona: DIESE Schritte werden jetzt viel diskutiert – darum warnen Ärzte gleich doppelt +++

Doch wie sieht es insgesamt mit der Pandemie-Lage in NRW im Vergleich zu den anderen Bundesländern aus? Auch hier machen wir den Check:

  • Die 7-Tages-Inzidenz in NRW liegt mit 89,9 leicht über dem Bundesschnitt mit 83,1.
  • NRW liegt lediglich auf Platz 12 bei den Inzidenzwerten. Nur in Hessen, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen gibt es derzeit höhere Werte. In Thüringen liegt der Wert immer noch bei 122,5!
  • Dagegen atmet Norddeutschland auf: In Schleswig-Holstein (35,1) und Hamburg (45,3) wurde die wichtige Schwelle von 50 sogar schon unterschritten. Mecklenburg-Vorpommern steht mit 58,2 unmittelbar davor – und damit auch kurz vor weiteren Lockerungen, auf die auch die Menschen an Rhein und Ruhr warten!

In NRW muss man sich dagegen vor Augen halten, dass es eine Diskrepanz zwischen der gefühlten und echten Entwicklung gibt, worauf auch die WDR-Sendung Westpol aufmerksam macht.

+++ Corona in NRW: Fans im Stadion am letzten Bundesliga-Spieltag? Jetzt steht es wohl fest +++

In 22 von 54 NRW-Kreisen bzw. kreisfreien Städten gilt die Bundesnotbreme nämlich weiterhin. Besonders in Hagen, Hamm und Krefeld gibt es immer noch hohe Infektionszahlen.

Auch NRW hat somit beim Impfen und bei der Pandemiebekämpfung insgesamt noch einen weiten Weg vor sich.